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Mit dem Zweiten streamt man besser: ZDF startet neue Online-Mediathek

Am 27. Oktober verpasst ZDF der hauseigenen Mediathek eine Generalüberholung.
Am 27. Oktober verpasst ZDF der hauseigenen Mediathek eine Generalüberholung.

Als die ZDF-Mediathek 2002 startete, waren Smartphones noch eine Nischentechnologie. Jetzt ist es an der Zeit, das Angebot der geänderten Mediennutzung anzupassen. Am 27. Oktober will das ZDF den Relaunch seiner Mediathek der Netzgemeinde präsentieren. Mit frischen Features wie "Mein ZDF", das Nutzer wie bei Amazon und Netflix ermöglichen soll, sich ihr eigenes Programm zusammenzustellen.

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Das ZDF präsentiert seine Mediathek fast 15 Jahre nach dem Start bald in neuer Optik und mit neuen Angeboten. Die Premiere ist für nächsten Donnerstag (27. Oktober) geplant. „Mit dem Relaunch verschmelzen wir unser Programmportal ZDF.de und die Mediathek zu einem zentralen Angebot“, sagte der Leiter der Redaktion NeueMedien, Eckart Gaddum. „Damit setzen wir unsere Strategie, Bewegtbild in den Mittelpunkt zu stellen, konsequent fort.“ Neu ist „Mein ZDF“, mit dem Nutzer ihr persönliches Programm von Krimis bis Talkshow zusammenstellen können, wenn sie angemeldet sind oder es Cookies (gespeicherte Infos über besuchte Webseiten) gibt. In persönlichen Empfehlungen schlägt der Sender Videos vor. Über ein Plus-Zeichen können Seiten in Facebook, Twitter und Google plus geteilt werden.

Wer die neue Mediathek und damit die ZDF-Hauptseite öffnet, sieht zunächst den Aufmacher – zum Beispiel ein Filmangebot. Darunter zeigt der Sender, welche Videos neu sind. Wer nach unten scrollt, findet Sendungen und Inhalte nach Themen: Nachrichten, Filme/Serien, Doku/Wissen und Comedy, dann folgt ein Blick auf das Netzangebot Funk für junge Leute, bis beliebte Rubriken, persönliche Empfehlungen und „Mein ZDF“ folgen. Ganz oben findet ein Nutzer beim Navigieren unter „Rubrik“ zwölf Genres von Politik über Gesellschaft bis Krimi sowie Sender der ZDF-Familie (ZDFneo und ZDFinfo) und Partnersender wie Arte.

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Die Mainzer sehen in der neuen Mediathek keinen Rückschritt für das Fernsehen zugunsten des Internets. „Das Medium Fernsehen ist quicklebendig – egal auf welchem Gerät bleibt hochwertiges Bewegtbild gefragt“, erklärte ZDF-Chefredakteur Peter Frey per Mitteilung. Redaktionschef Gaddum betont, die Besucher könnten die ZDF-Mediathek wie ein selbstständiges Videoportal nutzen. „Dennoch wissen wir: Ihr Erfolg wird nach wie vor durch die Verbindung zu den ZDF-TV-Kanälen gepusht.“ Künftig will das ZDF noch öfter Sendungen online vorab ausstrahlen oder Pakete zum „Binge-Watching“ (das heißt so viel wie „Koma-Gucken“) anbieten.

Vor 20 Jahren – mit der Berichterstattung zu den Olympischen Spielen in Atlanta – startete ZDF.online. Seit 2002 gibt es die ZDF-Mediathek, die 2005 und 2007 überarbeitet wurde. Vor neun Jahren zählte der Sender rund neun Millionen Besuche von ZDF.de und Mediathek pro Monat, inzwischen sind es 45 Millionen. Die Version von 2007 besteht im Kern bis heute, 2011 kam eine App hinzu. Die neue Mediathek ist nicht nur per Computer und Laptop zu sehen, auch auf Tablets und Smartphones – per Webseite oder App. Das Erscheinungsbild ist ähnlich. Die App bietet nur Videos. Auch im Smart TV wie HbbTV, Fire TV, Android TV, Apple TV kann das neue Angebot genutzt werden.

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Alle Kommentare

  1. Wer alleinerziehende Mütter in den Knast schickt, der muss auch den bloßen Schein der zeitgemäßen Nützlichkeit heucheln.

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