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„Terror“-Freispruch: ARD hat bei Voting 600.000 Zuschauer-Urteile registriert

Er musste verkünden, was die Zuschauer entschieden haben: "der Terror"-Richter, gespielt von Burghart Klaußner

Das Erste hat die Wünsche der Zuschauer erhört und weitere Zahlen zum Telefon- und Online-Voting über den ARD-Film „Terror“ veröffentlicht. Nach eigenen Angaben haben die Macher am Montagabend rund 600.000 Zuschauer-Urteile registriert. Von diesen stimmten 86,9 Prozent für einen Freispruch des im Film angeklagten Bundeswehr-Piloten. Bei der Abstimmung war es zu technischen Problemen gekommen.

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Wie sich die eingegangenen Urteile verteilen, lässt die ARD weiterhin unbeantwortet. Zuschauer hatten die Möglichkeit via Telefon wie auch Internet abzustimmen. Auf beiden Kanälen kam es allerdings zu technischen Komplikationen. So war die Website vorübergehend nicht erreichbar, Telefonleitungen seien besetzt gewesen, hieß es im Social Web. In einer Stellungnahme verweist Degeto-Chefin Christine Strobl, die den Film mit produziert hat, auf einen nicht näher genannten Dienstleister, der allerdings „modernste Infrastruktur“ zur Verfügung gestellt habe. „Offenbar stößt aber selbst modernste Technik bei einer so großen Beteiligung an ihre Grenzen. Natürlich hätten wir uns gewünscht, dass jeder Zuschauer an diesem Abend per Telefon oder online durchgekommen wäre.“ An der Validität des Ergebnisses änderten die Komplikationen jedoch nichts, so Strobl weiter.

Tatsächlich dürfte die Zahl von 600.000 registrierten Voting-Stimmen nicht als gering bezeichnet werden. Angesichts der TV-Quoten und der Reaktionen in den sozialen Netzwerken hätte die Zahl jedoch durchaus auch höher ausfallen können. „Terror“ erreichte am Montagabend fast sieben Millionen Zuschauer und holte einen Marktanteil von über 20 Prozent. In dem Spielfilm, der auf dem gleichnamigen Theaterstück von Ferdinand von Schirach basiert, ging es vor einem Gericht um die Frage, ob ein Pilot der Luftwaffe des 164-fachen Mordes schuldig gesprochen werden soll. Der Pilot, im Film von Florian David Fitz gespielt, schoss ein entführtes Passagierflugzeug vom Himmel, bevor es möglicherweise in die mit 70.000 Menschen gefüllte Allianz-Arena in München steuerte. Über den Ausgang des Filmes, also das Urteil, stimmten ausschließlich die Zuschauer ab.

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