Hubert Burda tritt als VDZ-Präsident ab: Folgt Funke-Gesellschafter Stefan Holthoff-Pförtner?

Nachfolge entschieden: VDZ-Präsident Hubert Burda übergibt an Stephan Holthoff-Pförtner
Nachfolge entschieden: VDZ-Präsident Hubert Burda übergibt an Stephan Holthoff-Pförtner

Nach genau 20 Jahren ist Schluss. Hubert Burda wird sein Amt als Präsident des Verbandes der Deutschen Zeitschriftenverleger niederlegen. Seine Amtszeit endet offiziell am 6. November. Dann startet in Berlin das jährliche Verbandstreffen „Publishers Summit“ und die Delegierten werden sich auf die Suche nach einem neuen Chef-Lobbyisten machen müssen. Als Nachfolger schlägt das VDZ-Präsidium der Delegiertenversammlung den Funke-Gesellschafter Stephan Holthoff-Pförtner vor.

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Seinen Rückzug teilte Burda den VDZ-Delegierten via Brief mit. Darin legt der 76-Jährige noch einmal dar, warum er überzeugt davon ist, dass es der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel an der Spitze des Verbandes ist. Immerhin sei der VDZ so gut wie nie aufgestellt: „Er wirkt mit großer Nachhaltigkeit und erfolgreich sowohl in Berlin als auch in Brüssel, wir haben gerade in diesem Jahr politisch enorm viel erreicht.“

Weiter schreibt er: „In Zeiten enormer Umbrüche im Zuge der digitalen Revolution ist es uns gelungen, den VDZ zu einem der besten Verbände Deutschlands zu machen – kraftvoll in seinen Netzwerken, wirksam in der Kommunikation nach außen wie nach innen und mit einer Strahlkraft, die weit über die Verlagswelt hinausreicht.“

In einer ersten Stellungnahme dankt das Präsidiums des VDZ Burda für seine herausragenden Leistungen und Verdienste für die gesamte Branche wie für deren Interessenvertretung. „Er hat die positive Entwicklung des VDZ und der gesamten Branche maßgeblich gestaltet. Als Verleger ist er ein Musterbeispiel dafür, wie ein Unternehmer in der zunehmend digitalisierten Verlagswelt agieren kann“, so VDZ-Vizepräsident Dr. Rudolf Thiemann. Er stehe exemplarisch für die Leidenschaft der deutschen Zeitschriftenverleger. Er habe nie nachgelassen, die Bedeutung des Magazinjournalismus in der Gesellschaft zu betonen.

Die Messlatte an seinen Nachfolger legt der erfahrene Verleger damit ganz schön hoch. Mit dem Funke-Gesellschafter Stefan Holthoff-Pförtner, stünde allerdings ein Kandidat bereit, der vor allem in der Politik als bestens verdrahtet gilt. So war er unter anderem der Anwalt von Helmut Kohl und Stefan Mappus. Zudem verfügt er über Verbandserfahrung aus seinen Tätigkeiten in der CDU und als Präsident der Internationalen Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen.

Die VDZ-Delegiertenversammlung wird als zuständiges Wahlgremium am Sonntag, 6. November, in Berlin über die Nachfolge Burdas abstimmen. Mitglieder der Delegiertenversammlung sind Verleger und leitende Verlagsangestellte, deren Verlage zugleich einem der fünf Landesverbände und einem der drei Fachverbände des VDZ angehören.

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