Gruner + Jahr-Gebäudeverkauf rückt näher: Hamburg will Prestigeobjekt für 156 Millionen Euro erwerben

Das Verlagsgebäude von Gruner + Jahr am Baumwall in Hamburg
Das Verlagsgebäude von Gruner + Jahr am Baumwall in Hamburg

Hamburg und die Bertelsmann-Tochter Gruner + Jahr verhandeln bereits seit Jahren über einen Verkauf des Verlagsgebäudes. Jetzt scheint der millionenschwere Deal in greifbare Nähe zu rücken. Angeblich will die Stadt das Prestigeobjekt für einen Betrag von 156 Millionen Euro erwerben. Dies würde aber weit unter den ursprünglichen Kaufpreisvorstellungen von Gruner + Jahr liegen. Im Gespräch war hier eine Summe zwischen 180 und 200 Millionen Euro.

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Es ist ein Hingucker am Hamburger Hafen und erinnert an einen großen Ozeanriesen – das Verlagsgebäude von Gruner + Jahr am Baumwall. Es besteht aus einem Stahlbeton-Korsett und ist mit Zinkblech verkleidet, eingearbeitet sind Relinge und Bullaugen. Sie verstärken die maritime Anmutung. Von dem Prestigegebäude will sich der Gruner + Jahr-Mutterkonzern Bertelsmann seit mehreren Jahren trennen.

Jetzt scheint der geplante Verkauf konkreter zu werden. Nach Informationen des Hamburger Abendblattes will die Stadt das Gebäude in 2019 erwerben. Dies geht aus dem Wirtschaftsplan des Landesbetriebs Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) hervor, heißt es. Auch eine mögliche Kaufsumme steht im Raum: 156 Millionen Euro. Sollte dies der Fall sein, würde die Hamburger Bertelsmann-Verlagstochter deutlich weniger als ursprünglich gedacht erzielen. Zuletzt war eine Kaufpreis-Vorstellung zwischen 180 bis 200 Millionen Euro im Gespräch.

Ein Sprecher der Hamburger Finanzbehörde hält sich zu den Gesprächen zwischen Gruner + Jahr und der Stadt bedeckt: „Die Verhandlungen laufen konstruktiv“, erklärt der Behördensprecher auf MEEDIA-Anfrage. Wie die Stadt das Gebäude allerdings künftig nutzen will, ist jedoch nicht bekannt. „Dies wird die Stadt zu gegebener Zeit bekannt geben,“, erklärt der Behördensprecher. Zuletzt war die Rede davon, dass das nicht denkmalgeschützte Gebäude entweder für universitäre Zwecke oder als Start-up-Schmiede für junge Medienunternehmen dienen soll.

Fraglich ist, wo Gruner + Jahr nach seinem Auszug künftig residiert. Hier war zuletzt das Quartier Am Lohsepark im Gespräch. Der Standort liegt nur einen Steinwurf entfernt vom Nachrichtenmagazin Der Spiegel, der an der Ericusspitze seinen Sitz hat. Ein Sprecher von Gruner + Jahr will hierzu keine Stellungnahme abgeben.

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Alle Kommentare

    1. Aber das war so eine schöne Legehennenbatteriearchitektur – Wer soll in dem Stall denn etwas anderes machen – der Preis ist für die Bausubstanz jedenfalls nicht angebracht und für das Grundstück ??? Da schwemmen wir lieber etwas die Elbe auf und schwubbs haben wir was neues … Warum sollte Hamburg da den Bertelsmännern Zucker in den Hintern pusten ?

  1. Das Grundstück ist Gold – das Gebäude aber trotz seines Äußeren nichts wert. Das müsste komplett kernsaniert werden. Heizung, Lüftung, Klima, Raumaufteilung, Sanitär

    Und dann bleibt es immer noch ein äußerst unpraktisch gebautes Renommee-Objekt

    Witschaftlich wäre nur der Abriss

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