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Trotz Mega-Verschuldung: Unister-Chef Wagner lehnte 900 Millionen Euro-Übernahmeangebot ab

Der verstorbene Unister-Chef Thomas Wagner (Foto)
Der verstorbene Unister-Chef Thomas Wagner (Foto)

Neue Unister-Kapriole: Wie Süddeutschen Zeitung berichtet, hat der im Juli bei einem Flugzeugabsturz verstorbene Unister-Chef Thomas Wagner noch 2014 horrende Übernahme-Angebote von ProSiebenSat.1 und RTL ausgeschlagen. Grund: Er pokerte um mehr Geld. Zuletzt hatte Wagner verzweifelt versucht, von dubiosen "Geldgebern" Kredite zu erhalten und war dabei um rund 10 Millionen Euro betrogen worden.

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Die Insolvenz, der darauf folgende Stellenabbau und vielleicht sogar der Tod von Unister-Chef Thomas Wagner – vielleicht wäre all das nie passiert, wenn der Gründer der Internet-Unternehmensgruppe bei einem dieser Deals zugeschlagen hätte.

Das Unternehmen wollte 2014 die attraktive Reiseparte – darunter Online-Portale wie fluege.de und ab-in-den-urlaub.de – verkaufen. Laut einer Recherche von SZ, NDR und WDR sei Wagner ein Angebot von Sender RTL in Höhe von 635 Millionen Euro zu wenig gewesen, sogar ein Angebot von der Mediengruppe ProSiebenSat.1 in Höhe von 900 Millionen Euro soll er ausgeschlagen haben. Grund: „Eine Milliarde Euro müsse es schon sein“, soll Wagner laut dem Recherchebund gesagt haben.

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Im Nachhinein eine verpasste Chance: Dem rasant wachsenden Internet-Unternehmen ging das Geld aus, bereits im September 2015 sei laut einer Reihe damaliger Führungskräfte „eine Finanzierung des operativen Geschäftsbetriebs nicht mehr möglich“ gewesen. Mitte Juli 2016 soll Wagner auf der Suche nach frischem Kapital bei einem ominösen Kreditgeschäft in Venedig um rund eine Million Euro betrogen worden sein. Auf dem Rück­flug stürzte sein Flug­zeug in Slo­we­nien ab. Wenige Tage später erklärte das Unternehmen seine Insolvenz.

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