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Bob Dylan gewinnt Literatur-Nobelpreis: zehn Dinge, die Sie über den Songwriter noch nicht wussten

Das Werk von Songwriter Bob Dylan (Foto) wurde ausführlich besprochen – doch diese zehn Dinge wissen die wenigsten.
Das Werk von Songwriter Bob Dylan (Foto) wurde ausführlich besprochen – doch diese zehn Dinge wissen die wenigsten.

Der legendäre Songwriter wurde so oft als Literatur-Nobelpreisträger gehandelt, dass sein Name in dem Zusammenhang schon zum Witz verkommen war. Nun hat es Bob Dylan, im Alter von 75 Jahren und als erster Songwriter in der Nobelpreis-Geschichte, doch geschafft. Das Werk des "Blowin in the Wind"- oder "Like a Rolling Stone"-Sängers ist legendär. Diese zehn Dinge wissen allerdings die wenigsten.

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1. Bob Dylan war nicht immer Bob Dylan

…sondern wurde am 24. Mai 1941 in Duluth (Minnesota, USA) als Robert Zimmerman geboren. Im Jahr 1962 ließ er seinen Namen offiziell ändern. Angeblich hat er sich den Namen in Anlehnung an den Poeten Dylan Thomas zugelegt. Es kursiert aber auch das hartnäckige Gerücht, dass der Name auf Green Bay Packers-Football-Legende Bobby Dan Dillon zurückgeht.

2. Mit einer Lüge zum Plattenvertrag 

Seinen ersten Plattenvertrag hat Dylan im Alter von 20 Jahren – also als Minderjähriger – mit Columbia Records abgeschlossen. Daher hätten eigentlich seine Eltern unterschreiben müssen. Aber darauf hatte Dylan keine Lust, erklärte sich kurzerhand zum Waisen – und machte den Deal perfekt.

3. Sein erster Song ist einem Sexsymbol gewidmet

…das erzählte er 1966 dem Playboy in einem Interview. Demnach war sein erster Song Brigitte Bardot, der französischen Schauspiellegende und Sexsymbol der 60er-Jahre, gewidmet. Doch: „Ich kann mich nicht mehr an viel erinnern“, räumte der Songwriter ein, „er hatte nur einen Akkord.“ Aber: „Der Song ist in meinem Herzen.“

4. Als Chartstürmer nur bedingt geeignet

Tatsächlich ist es Bob Dylan (bisher) nicht gelungen, einen seiner Songs an der Spitze der US-Billboard-Charts zu platzieren. Zumindest nicht selbst. Sowohl „Like a Rolling Stone“ (1965) als auch „Rainy Day Women #12 & 35′“ (1966) schafften es jeweils „nur“ auf Platz 2. Dafür haben The Byrds mit ihrem Cover von „Mr Tambourine Man“ – ebenfalls einem Dylan-Song – den ersten Platz gemacht. Und weitere Coverversionen wie „Knockin’ on Heavens Door“ von Guns N’ Roses oder „All Along the Watchtower“ von Jimi Hendrix wurden Kult. Letzteres gefiel Dylan sogar besser als sein Original.

5. Wie er den Beatles das Kiffen beibrachte 

Am 28. August 1964 hat Bob Dylan der Pop-Musik einen (weiteren) großen Dienst erwiesen, als er mit den Beatles im New Yorker Delmonico Hotel gemeinsam gekifft hat. Das erste Mal für die Fab Four aus Liverpool! Und für Paul McCartney damals eine geradezu transzendente Erfahrung: Er bat Roadie Mal Evans darum, alles was passiert, sicherheitshalber schriftlich festzuhalten. Die Notizen wurden später von der Polizei konfisziert. Doch: Die Beatles haben das Wunderkraut weiter geraucht – womöglich der Anstoß für ihre psychedelischen Ausflüge, die schließlich im Jahrhundertwerk „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ gegipfelt sind.

6. Warum Dylan von seinen Fans als „Judas“ beschimpft wurde

Für die Folk-Gemeinde war er ein Verräter, als Bob Dylan im Jahr 1965 plötzlich anfing, auch auf elektrische Gitarren und überhaupt eine Band zurückzugreifen. War der Songwriter doch vor allem für seine One-Man-Folksongs bekannt – puristisch mit Akustik-Gitarre und Mundharmonika. Bei einem Konzert in Manchester lief das Fass über: Ein Fan schrie „Judas“ in Richtung Bühne. Dylan winkte ab: „Ich glaube Dir nicht“, „Lügner“ – und spielte „Like a Rolling Stone“, wie er seine Band vorher gebeten hat, „richtig laut“. Übrigens: In seinem Jahrbuch von 1959 schrieb Dylan, er wolle „Little Richard folgen“ – man hätte es also gleich ahnen können.

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7. Ohne Johnny Cash wäre er (vielleicht) unbekannt geblieben

Bereits 1962 treffen die beiden Musiklegenden zum ersten Mal aufeinander – als man beim Label Columbia Records überlegte, Dylan vielleicht doch noch vor seinem zweiten Album („The Freewheelin’ Bob Dylan“) rauszuschmeißen. Plattenproduzent John Hammond behauptet, es wäre Cashs eindringliche Warnung gewesen, dass es doch nicht so gekommen ist. Dylan revanchierte sich 1969, als er seinen ersten TV-Auftritt nach drei Jahren in der Auftakt-Folge der „The Johnny Cash Show“ absolvierte.

Ihre Wege sollten sich allerdings noch häufiger kreuzen. Auch musikalisch, etwa als Cash und Dylan gemeinsam „Girl From the North Country“ spielten.


Bob Dylan & Johnny Cash – Girl from the North… von Palaiokostas1

 

8. Bob Dylan hat eine Woche lang kein Wort gesprochen

Der Auslöser war der 16. August 1977 – der Tag, an dem Elvis Presley gestorben ist. Dylan steckte zu der Zeit mitten in einer Scheidung und befand sich mit seinen Kids auf seiner Farm in Minnesota, als ihn die Nachricht erreicht hat. Dylan sagte dazu später: „Ich habe über mein ganzes Leben nachgedacht. Ich habe über meine Kindheit nachgedacht. Nach Elvis Presleys Tod habe ich eine Woche mit niemandem gesprochen. Wenn es Elvis und Hank Williams nicht gegeben hätte, würde ich heute nicht das tun, was ich tue.“

9. Bob Dylan war ein Victoria Secret’s Model

Zumindest für 30 Sekunden: Dylan taucht 2004 in einem Werbespot der Modemarke auf – untermalt von seine Song „Love Sick“, dem ersten Song seines Albums „Time Out of Mind“ (1997).

10. Dylan stand auf der Bühne, als Martin Luther King seine „I Have a Dream“-Rede gehalten hat

Am 28. August 1963 hielt Menschenrechtler Martin Luther King seine berühmte „I Have a Dream“-Rede anlässlich des Marsches auf Washington für Arbeit und Freiheit, an dem mehr als 250.000 Menschen teilnahmen. Mitten drin: Bob Dylan, der kurz zuvor aufgetreten ist – und nur wenige Meter von King entfernt stand.

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