Bob Dylan erhält überraschend den Literatur-Nobelpreis und das Netz applaudiert (ein paar Leute meckern)

Der Literatur-Nobelpreis 2016 geht an … Bob Dylan
Der Literatur-Nobelpreis 2016 geht an ... Bob Dylan

Der us-amerikanische Singer/Songwriter Bob Dylan gewinnt den Literatur Nobelpreis 2016. Die überraschende Entscheidung sorgte auch im Social Web für ein Riesen-Echo. Die Reaktionen sind größtenteils begeistert. Es gibt aber auch einige kritische Stimmen. MEEDIA hat einige der besten und witzigsten Tweets zusammengetragen.

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So verkündete das Nobelpreis Kommitee die Entscheidung bei Twitter:

Und hier die Verkündung im Video:

Viele waren überrascht. Vielleicht auch Andreas Platthaus von der FAZ, der 2014 noch darlegte, warum Dylan den Nobelpreis NICHT gewinnen wird:

Als die Katze dann aus dem Sack war, haben die allermeisten sich aber sehr gefreut. Auch unser Regierungssprecher:

Dabei kann Dylan angeblich gar nicht singen.

Ob sich Dauer-Nobelpreis-Favorit Philipp Roth, der auch diesmal wieder leer ausging, gefreut hat, ist nicht überliefert.

Nur eine Redaktion wusste es vorher. Die taz!

Es gibt aber auch kritische Stimmen. Die Leiterin der New York Times Book Review findet, dass Schriftsteller den Preis eher verdient hätten:

Es geht auch böser:

So kann man das auch sehen:

Und wie reagiert der Meister selbst? Vermutlich so in der Art:

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Alle Kommentare

  1. Es darf keinerlei Zweifel irgendeiner Art an der Verleihung des Literatur- Nobelpreises an Bob Dylan geben, jedenfalls keine berechtigten. Wer sein Lebenswerk kennt, kann sich kaum der archaischen Vehemenz seiner Darstellungskraft entziehen. Die explosive Macht seiner Rhetorik, die Metaphern, die er liefert, die oftmals auf den ersten Blick mißverständlich erscheinenden Kontroversen aus Simplizität und Komplexität eröffnen eine Lyrik, die ihresgleichen sucht. Die musikalische Untermalung der im Vorsatz genannten Komponenten spielt in Hinblick auf den Literatur- Nobelpreis kaum eine Rolle. Zwar nutzten die alten Griechen schon die Intonation als Hebemittel der verbalen Wirkung, aber diese Tatsache tut der Bedeutung ihres Nachlasses keinen Abbruch. Und genau so verhält es sich mit dem Dylan’schen Werk. Bedeutende Teile seiner Texte werden auch in der Zukunft immer noch eine Relevanz haben, die für uns heute so noch gar nicht bewusst ist. Will damit sagen, dass er Problemstellungen thematisiert hat, die keinem Zeitgeist oder Epochendenken zuzuordnen sind, sondern davon unabhängig absolute Bedeutung für die Menschheit an sich haben. Und allein aus diesem Grunde steht ihm dieser Preis unstrittig zu! Die Tatsache, dass er quasi „en passant“ die Musikwelt revolutionierte, was gleichsam völlig außer Frage steht, bleibt in diesem Zusammenhang nur marginal zu erwähnen. Sicherlich war es für seine Entwicklung förderlich, dass er im New York der frühen 60er präsent war. Man muss eben ganz einfach im Leben manchmal zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Dazu fand er die „richtige“ Stimme und aufgrund seiner individuellen Fähigkeiten gelang ihm im weiteren Verlauf der 60er eine Kaskade einer bis dato von keinem Künstler jemals wieder erreichten komprimierten Fakturierung von Meisterwerken. Selbstredend folgten in den Jahrzehnten danach viele weitere Höhepunkte, aber die Intensität der 60er Jahre- Schaffenskraft blieb unerreicht, sie war aber auch nicht mehr von Nöten. All jene, die heute über die Verleihung des Literatur- Nobelpreises an Bob Dylan unken, sollten wissen, dass es dafür wirklich keinen objektiven Grund gibt. Ganz im Gegenteil, für mein Befinden hätte er ihn schon Jahre früher verdient! Schöne Grüße P.S.: ein Zitat aus einem seiner Lieder kann ich mir dann noch nicht verkneifen: „So the masters make the rules, for the wise men and the fools „!!!

    1. Sie fallen, um mal bei ihrem Zitat zu bleiben, wohl eher in die allerletzte Kategorie. Aber halten Sie ruhig an ihrem Idol fest, dass die Verleihung des Literaturnobelpreises an andere, äußerst bedeutendere Künstler verhindert.

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