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Nach Samsungs Note 7-Krise: Apple könnte 15 Millionen mehr iPhone 7 verkaufen

Apples iPhone 7 Plus (© Apple)
Apples iPhone 7 Plus (© Apple)

Des einen Leid ist des anderen Freud: Samsungs Verkaufs- und Produktionsstopp hat die Apple-Aktie an der Wall Street auf neue Jahreshochs befördert. Während der südkoreanische Verbraucherelektronik-Pionier Umsatzeinbußen von 17 Milliarden Dollar verzeichnen könnte, rechnen Analysten für den iKonzern mit einem zusätzlichen Absatzpotenzial von bis zu 15 Millionen iPhone 7. Samsung muss unterdessen seine Gewinnprognose um ein Drittel kappen.

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Es sah nach einem verhaltenen Launch aus: Mit dem iPhone 7 bot Apple bereits das zweite Jahr in Folge das Update eines Updates. Analysten wie Ming-Chi Kuo von KGI Securities aber auch die deutschen Marktforscher der GfK waren trotz mutmaßlicher Rekordvorbestellungen in den USA skeptisch, ob Apple mit seinem neuen iPhone im Weihnachtsquartal wachsen könne.

Dann kam Samsungs Note 7-Krise, die sich von Tag zu Tag verschlimmerte und gestern im veritablen GAU endete: Das als großer iPhone 7-Konkurrent einen Monat vor Apples Launch auf den Markt gebrachte Galaxy Note 7 wird nicht weiter verkauft – und die Produktion sogar gestoppt.

iPhone 7 dürfte von Note 7-GAU profitieren

Samsung fehlen damit sämtliche Absätze seines viel Vorschusslorbeeren gelaunchten Flaggschiff-Phablets, die die Credit Suisse auf ein Volumen von 17 Milliarden Dollar beziffert.
Doch dem im Frühjahr gelaunchten Galaxy S7 dürften Käufer nun mit zunehmender Skepsis begegnen – das Vertrauen in die Smartphone-Marke Samsung scheint buchstäblich erst einmal verbrannt.

Weil es mit Ausnahme des gerade gelaunchten Pixels von Google nun kaum Premium-Smartphone-Alternativen gibt, dürfte Apple der Note 7-GAU einen zusätzlichen Absatzschub bescheren. „Es ist sehr einfach, von Samsung zu Apple zu wechseln“, sagt CNBC-Marktkommentator James Cramer eine große Wechselbewegung auf dem Smartphone-Markt voraus.

Zusätzliches Absatzpotenzial für Apple von 15 Millionen iPhones

Wie groß könnte Apples Auftrieb aus Samsungs Debakel nun ausfallen? Die New Yorker Analysten von CFRA Research sagen einen Anstieg von Apples Marktanteil um ein Prozent voraus, was wiederum einem zusätzlichen Absatz von 14 bis 15 Millionen verkauften iPhones entsprechen würde.

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Analyst Toni Sacconaghi von der Investmentbank Bernstein sieht im Idealfall sogar ein Switcher-Potenzial von 25 Millionen zusätzlichen verkauft iPhones, räumt aber gleichzeitig ein, dass Nutzer nicht gerne das Betriebssystem wechseln.

Samsung streicht Gewinnprognose um ein Drittel zusammen

Ob der Wechseleffekt bereits im Septemberquartal seinen Niederschlag findet wie CFRA-Analyst Angelo Zino voraussagt, können Anleger schon in knapp zwei Wochen vergleichen, wenn der wertvollste Konzern der Welt sein neuestes Zahlenwerk vorlegt.

Die taiwanische Wirtschaftszeitung DigiTimes prognostiziert für das vierte Weihnachtsquartal sogar, dass Apple Samsung als weltgrößter Smartphone-Hersteller ablösen könnte. Anleger nahmen die vermeintlich positiven Nachrichten schon einmal vorweg und schickten die Apple-Aktie im Wochenverlauf bei 117 Dollar auf ein neues Jahreshoch.

Erzrivale Samsung musste seinen zuvor positiven Ausblick auf das abgelaufene Quartal angesichts der neuen Realitäten des Note 7-Debakels drastisch nach unten revidieren und teilte heute vor Handelseröffnung eine Reduzierung des Nettogewinns um ein Drittel auf nur noch 4,6 Milliarden Dollar mit.

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