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Snapchat könnte schon im März 2017 an die Börse gehen – zu einer Bewertung von 25 Milliarden Dollar

Evan Spiegel, CEO von Snapchat
Evan Spiegel, CEO von Snapchat

Evan Spiegel scheint Ernst zu machen: Wie das Wall Street Journal berichtet, will der beliebte Messenger-App-Anbieter Snap im nächsten Frühjahr an die Börse streben. Bereits im März könnte ein IPO erfolgen, berichtet die US-Wirtschaftszeitung. Und das zu einer stolzen Bewertung: 25 Milliarden Dollar will die Snapchat-Mutter beim Börsenlisting demnach aufrufen. Zuletzt wurde das erst fünf Jahre alte US-Unternehmnen mit 18 bis 22 Milliarden Dollar bewertet.

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Nach zwei Jahren ohne nennenswerte Börsengänge könnte der brachliegende Markt für Internet- und Tech-Neuemissionen 2017 wieder mit einem Mega-IPO in Gang kommen. Nach jahrelangen Spekulationen scheint der gerade von Snapchat zu Snap umfirmierte App-Anbieter nun seine Börsenpläne zu konkretisieren. Wie das Wall Street Journal (WSJ) erfahren haben will, könnte Swap schon im nächsten März an die New Yorker Börse streben.

Das gerade mal fünf Jahre alte US-Internehmen würde demnach bereits seinen Börsenzulassungantrag vorbereiten, der einem IPO meist drei Monate vorausgeht. Nach Angaben der zu Rupert Murdoch gehörenden Wirtschaftszeitung sei der Prozess noch „im Fluß“ und könnte sich auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Snap wollte sich bis Dezember entscheiden, welche Bank das Unternehmen an die Wall Street begleitet. Vor zwei Jahren warb Spiegel bereits den Topbanker Imran Khan von der Credit Suisse ab.

Snap strebt einen 80 Prozent höheren Börsenwert als Twitter an

Einen Börsengang hatte Firmengründer Evan Spiegel sein Längerem angedeutet. Im Frühjahr vergangenen Jahres sagte der heute 26-Jährige auf der Bühne der Techkonferenz „code“: „Natürlich müssen wir an die Börse gehen.“ Für diesen Tag lieferte die boomende Foto-Messenger-App inzwischen schlagkräftige Argumente: Bereits 150 Millionen Mitglieder nutzen Snapchat täglich – mehr als Twitter.

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Entsprechend überrascht es auch nicht, dass Spiegel einen deutlich höheren Börsenwert aufrufen will, als der abgestürzte 140 Zeichen-Dienst, der offenkundig keinen Käufer findet. Twitter bringt es nur noch auf eine Marktkapitalisierung von 14 Milliarden Dollar (will aber bei einem Verkauf wohl mindestens 20 Milliarden Dollar erzielen), während Evan Spiegel laut Wall Street Journal aus dem Stand eine Bewertung von 25 Milliarden Dollar anstrebt. In der jüngsten Finanzierungsrunde wurde Snapchat bereits mit über 20 Milliarden Dollar bewertet.

2017 bereits eine Milliarde Dollar Umsatz erwartet

Um den Nachweis auf Börsentauglichkeit zu erbringen, drückt Snap bei der Monetarisierung seiner beliebten App kräftig aufs Tempo. Nach erwarteten Umsätzen von 250 bis 350 Millionen Dollar in diesem Jahr will Snapchat 2017 bereits eine Milliarde Dollar erlösen, schreibt nach WSJ-Angaben aktuell aber noch weiter Verluste.

Der Siegeszug der  Schnipsel-Story-App beruht vor allem auf der Beliebtheit bei Jugendlichen. Bei amerikanischen Teenagern hat Snapchat inzwischen sogar Instagram also beliebtestes Social Network verdrängt.

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