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Start von digitalem Bezahl-Angebot: Auch die FAZ sammelt jetzt Pluspunkte im Web

Digital-Chefredakteur von Blumencron, FAZ-Geschäftsführer Lindner: „Qualitätsjournalismus muss auch im Netz seinen Preis haben“
Digital-Chefredakteur von Blumencron, FAZ-Geschäftsführer Lindner: "Qualitätsjournalismus muss auch im Netz seinen Preis haben"

Auch die FAZ sammelt künftig Pluspunkte: Ab sofort gibt es auf FAZ.net neben den Gratis-Inhalten ein kostenpflichtiges Premiumangebot. Laut Verlag umfasst dieses "weitere Artikel" aus der jweiligen aktuellen Ausgabe der Zeitung. Bezahl-Artikel sind auf FAZ.net mit einem roten Plus-Signet gekennzeichnet. Für Chefredakteur Mathias Müller von Blumencron ist die Neuerung "ein großer Sprung nach vorn".

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Das neue Angebot läuft unter dem Namen FAZ.plus und beruht auf der bereits seit Januar als App nutzbaren digitalen Zeitung. Sie ist nach Angaben der Zeitung ab sofort auch als Web-Edition verfügbar und wird täglich mit FAZ.net verknüpft. Im Klartext: Abonnenten der Digitalausgabe können demnach kostenfrei alle auf FAZ.net angeteaserten Plus-Artikel abrufen und zudem unter plus.faz.net auf alle Artikel der Web-Edition zugreifen. Der Terminus „Plus“ für Bezahlinhalte scheint sich in der Branche so langsam durchzusetzen: Nach dem „Erfinder“ Bild hat auch der Spiegel seinen Extra-Content unter diesem Label gestartet.

FAZ Plus war Anfang 2016 als neue digitale Zeitung für mobile Endgeräte auf den Markt gebracht worden und ist jetzt auch im Internet verfügbar und ermöglicht den Zugang zu allen Artikeln der Tagesausgabe. Wie beim E-Paper und der Plus-App stehen sie dem Leser bereits am Vorabend ab 20 Uhr zum Abruf bereit. Wer als Nicht-Abonnent FAZ Plus-Inhalte lesen möchte, muss einen Tagespass kaufen, einzelne Artikel können nicht erworben werden. Der Tagespass zum Preis von 1,99 Euro erlaubt die Nutzung aller Inhalte für 24 Stunden. Darüber hinaus kann die Ausgabe für diesen Tag in der FAZ Plus-App heruntergeladen und dort dauerhaft gespeichert werden.

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Seit ihrem Start im Januar 2016 verzeichnet die Plus-App laut FAZ bereits 80.000 Downloads. Mathias Müller von Blumencron, Chefredakteur Digitale Medien FAZ ist zuversichtlich: „Das neue Premium-Angebot der FAZ ist ein großer Sprung nach vorn. Noch nie konnten sich Leser so aktuell, aber auch so tiefgründig auf FAZ.net informieren. Es ist der umfangreichste Zugang zu FAZ-Inhalten, der Lesern jemals im Internet zur Verfügung stand.“

Thomas Lindner, Vorsitzender der FAZ-Geschäftsführung, erklärt: „Es ist für die FAZ ein sehr wichtiger Schritt, ihre Inhalte auch auf der Website zum Kauf anzubieten und das freie Angebot so weiter zu kanalisieren. Unsere Leser schätzen das Prinzip Zeitung als ein abgeschlossenes, kuratiertes Produkt – im Gedruckten wie im Digitalen. Qualitätsjournalismus muss auch im Netz seinen Preis haben. Diese Überzeugung setzen wir mit FAZ Plus und den auf FAZ.net eingebundenen Digitalinhalten nun um.“

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Alle Kommentare

  1. Seit die FAZ mit der Rundschau fusioniert ist, hat sich das konservative Vorzeigeblatt in die Reihe der anderen „Leitmedien“ eingereiht. Nein danke!

  2. Mal ehrlich, wie groß ist die Zielgruppe der für das Digitalabo einer allgemeinen Tageszeitung monatlich 40 Euro akzeptierenden Menschen?

    Für eine allgemeine digitale deutsche Tageszeitung akzeptiere ich nicht mehr als für die NYT, deren exzellentes Insider Digitalabo monatlich unter 20 Euro kostet. Die FAZ stellt inhaltlich keinen Ersatz der NYT dar, sondern eine Ergänzung.

    Das kostenlose Onlinekontingent der FAZ ist nicht schlecht, aber nicht qualitativ einzigartig.

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