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Apple-Herausforderer Pixel: Googles neues Smartphone kostet genauso viel wie das iPhone 7

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Neues Google-Smartphone in drei Farben: Nach dem Nexus folgt das Pixel

Großangriff von Google: Der wertvollste Internetkonzern der Welt hat heute auf seiner Pressekonferenz in San Francisco sein mit Spannung erwartetes neues Smartphone vorgestellt – das Pixel. Der Nexus-Nachfolger kommt in zwei Modellen mit einem 5 und 5,5 Zoll Display auf den Markt – und kostet exakt soviel wie das iPhone 7 bzw. 7 Plus. Das Hauptverkaufsargument des Pixel liegt im Zusammenspiel mit dem persönlichen KI-Assistenten Google Assistant und der neu gelaunchten VR-Brille Daydream View, die für einen Kampfpreis von 69 Euro zu haben ist.

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Alle Jahre wieder: Google versucht sich mit einem iPhone-Herausforderer. In den vergangenen acht Jahren waren die Ausflüge in Smartphone-Welt bislang von keinem zählbaren Erfolg gekrönt: Unter den weltgrößten Smartphone-Herstellern ist der Internetriese nie in Erscheinung getreten – was nicht zuletzt daran liegt, dass die eigenen Modelle fast immer teurer waren als die Android-Partner.

2016 nun versucht sich Google schon namentlich mit einem neuen Anlauf – vorbei ist die Nexus-Ära, es lebe das Pixel! Beim neuen Smartphone hält Google an der alten Premium-Stategie fest: Die eigenen Geräte dürfen schon mal ein bisschen mehr kosten als die Android-Angebote Samsung, LG oder Huawei.

Pixel kostet genauso viel wie das iPhone 7

Für saftige 759 Euro startet das Pixel in der 5 Zoll-Version mit 32 GB; für die 128 GB-Version schlagen 869 Euro zu Buche – das sind auf den Euro genau die Preise, die Apple für sein neues iPhone 7 aufruft. Auch für die 5,5 Zoll-Version Pixel XL, die mit iPhone 7 Plus um Käufer buhlt, werden die gleichen Preise fällig wie für den neuen Kassenschlager aus Cupertino: 899 Euro für die Einstiegsversion in  nur 32 GB bzw. 1009 für das Modell in 128 GB.Doch anders als beim iPhone 7 gibt es für besonders eifrige Smartphone-Fotografen keine Variante in 256 – und auch nicht die Option eine größere SD-Karte nachzurüsten.

Um das bestverkaufte Premium-Smartphone der Welt zu schlagen, müsste das Pixel schon schlagkräftige Argumente aufbieten. Nach eigener Aussage – und den Benchmarktestern von DxOMark – kommt das neue Google-Flaggschiff mit der besten Smartphone-Kamera auf den Markt, obwohl es mit 12 Megapixeln so scharf auflöst wie das iPhone 7.

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Auch ein paar direkte Seitenhiebe an den kalifornischen Nachbarn in Cupertino ließe der von Lenovo gewechselte neue Hardwarechef Rick Osterloh nicht nehmen: Das Pixel komme mit Kopfhörerbuchse und ohne den charakteristischen Kamerahubbel auf der Rückseite des iPhones daher.

Differenzierungskriterien: Googles Assistant und Daydream

Die eigentlichen Differenzierungskriterien spielte der nach Apple zweitwertvollste Konzern der Welt vor allem softwareseitig aus: Das Pixel kommt mit der neusten Android-Version Nougat und dem persönlichen Assistenten Google Assistant daher, der dank künstlicher Intelligenz Googles Internetdienste noch stärker miteinander verzahnt – und per Sprachbefehl „OK Google“ kleine Aufgaben erledigt.

Und dann ist da noch die Zukunftswette Virtual Reality, auf die sich der Smartphone-Riese Samsung mit dem Galaxy S7 und seiner VR-Brille Gear VR bereits Anfang des Jahres eingelassen hat. Google stellte heute ebenfalls sein eigenes Virtual Reality-Headset Daydream View vor, mit dem über die mobile VR-Plattform Daydream nun mit dem Pixel VR-Anwendungen angesehen werden können. Wie Samsung drückt Google seine VR-Brille zu Kampfpreisen in den Markt: Daydream View kommt für nur 69 Euro in den Handel.

Neben dem Pixel, das ab heute in Deutschland vorbestellt werden kann,  und Daydream hat Google auch die neue Version des Streaming-Dongles Chromecast – Chromecast Ultra – vorgestellt. Der Streaming-Media Player ist jetzt auch 4K-fähig. Wie erwartet stellte der inzwischen 18 Jahre alte Internet-Pionier ebenfalls seine Antwort auf Amazons Überraschungserfolg Echo vor: Google Home heißt der Lautsprecher-Assistent aus Mountain View, der  Zunächst nur in den USA auf den Markt kommt – für 129 Dollar.

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