Die 50 umsatzstärksten Magazine Deutschlands: Spiegel bleibt trotz Verlusten vorn – TV Movie, Grazia und Geo büßen über 10% ein

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Die drei umsatzstärksten Zeitschriften des Landes: Spiegel, stern und Focus

Der Spiegel bleibt mit großem Abstand Deutschlands umsatzstärkste Zeitschrift. Wie eine MEEDIA-Berechnung ergab, setzte das Magazin im ersten Halbjahr brutto 116,8 Mio. Euro mit Werbung und Vertrieb um. stern und Focus folgen auf den Rängen 2 und 3. Allerdings verlor Der Spiegel fast 8 Mio. gegenüber 2015. Die größten prozentualen Absteiger in der Top 50 heißen TV Movie, Grazia und Geo.

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Auch in diesem Jahr hat MEEDIA die Top 50 der umsatzstärksten Publikumszeitschriften des Landes errechnet. In die Wertung kamen dabei die Vertriebs-Umsätze aus Einzelverkauf und Abonnements, sowie die Anzeigenumsätze. Allesamt Brutto-Zahlen versteht sich. Die Werbeumsätze stammen dabei von Nielsen, die Vertriebs-Umsätze hat das Fachmagazin der neue vertrieb in seinen Ausgaben 17-18 und 19 berechnet und veröffentlicht. Hier wird der aktuelle Copypreis mit der Zahl der im ersten Halbjahr veröffentlichten Ausgaben und der verkauften Auflage im Einzelhandel laut IVW mutipliziert, bei den Abos entsprechend der Abo-Preis mit den verkauften Abonnements laut IVW. MEEDIA hat all die Zahlen zusammen geführt, an einigen Stellen nach identischer Methodik Lücken gefüllt und präsentiert nun die Top 50 des ersten Halbjahres.

Auffällig direkt auf Platz 1: Der Spiegel bleibt zwar vorn, verlor aber fast 8 Mio. Euro seines Brutto-Umsatzes aus dem ersten Halbjahr 2015. Besonders nach unten ging es dabei im Vertrieb und hier vor allem beim Umsatz im Einzelhandel: Von 29,7 Mio. Euro im Einzelverkauf ging es auf 25,1 Mio. nach unten. Auch der stern und der Focus büßten Umsatz ein, allerdings mit 2,7 Mio. und 1,5 Mio. längst nicht so viel wie Der Spiegel. Der Abstand bleibt dennoch riesig, vor allem bei den Abos spielt Der Spiegel in einer anderen Liga.

Größere Verluste mussten auf den ersten 25 Plätzen der Liste auch die Bunte, Brigitte, das TV-Supplement rtv, TV Spielfilm und die freundin hinnehmen. Vor allem ging es aber für TV Movie bergab: um satte 11,4%. Das Blatt fiel damit auch aus der Top Ten heraus.

Ihren Umsatz steigern konnten hingegen immerhin elf der 25 Top-Titel. Die Sport Bild gewann 15,9% hinzu, einzig und allein wegen deutlich steigender Brutto-Werbeumsätze. Im Vertrieb gab es hingegen sogar ein kleines Minus. Die Fußball-EM könnte dem Titel geholfen haben. Die ADAC Motorwelt, die als Mitgliedszeitschrift nur mit ihrem Anzeigenumsatz in unsere Wertung kommt, gewann dort ebenfalls kräftig hinzu: 10,5%.

Top 50: Brutto-Umsätze der Publikumszeitschriften 1. Halbjahr 2016
Umsatz brutto* 2016 vs. 2015
2016 absolut in %
1 Der Spiegel 116,813 -7,939 -6,4%
2 stern 94,062 -2,712 -2,8%
3 Focus 68,122 -1,475 -2,1%
4 Hörzu 65,099 0,663 1,0%
5 TV Digital 61,596 -0,494 -0,8%
6 Bunte 56,837 -3,708 -6,1%
7 Bild der Frau 55,485 1,398 2,6%
8 Brigitte 52,073 -3,896 -7,0%
9 TV 14 46,520 -1,714 -3,6%
10 Auto Bild 43,763 1,068 2,5%
11 TV Movie 42,723 -5,493 -11,4%
12 TV Hören und Sehen 39,779 0,915 2,4%
13 rtv West 39,117 -2,939 -7,0%
14 Gala 36,863 1,545 4,4%
15 Freizeit Revue 36,712 0,110 0,3%
16 TV Spielfilm 36,644 -3,184 -8,0%
17 Auf einen Blick 35,820 1,281 3,7%
18 Auto Motor und Sport 34,862 0,764 2,2%
19 Freundin 33,927 -2,834 -7,7%
20 Sport Bild 30,492 4,187 15,9%
21 Neue Post 30,453 -0,252 -0,8%
22 tina 29,101 -0,398 -1,3%
23 Wirtschaftswoche 29,032 0,937 3,3%
24 ADAC Motorwelt 28,649 2,734 10,5%
25 kicker (Montag+Donnerstag) 27,356 -0,607 -2,2%
*Brutto-Vertriebsumsatz + Brutto-Werbeumsatz in Mio. Euro
Rohdatenquellen: der neue vertrieb, Nielsen, MEEDIA / Berechnung und Tabelle: MEEDIA

Auf den Rängen 26 bis 50 finden sich weitere große Verlierer: So büßte die Grazia 11,5% ein, Geo 10,3%. Bei der Grazia ging es in allen Umsatz-Bestandteilen, vor allem aber im Vertrieb deutlich bergab, Geo büßte insbesondere bei den Werbe-Umsätzen mehr als 1 Mio. Euro ein. 9,5% verlor zudem InTouch, 9,7% die Vogue.

Nach oben ging es u.a. für das TV-Supplement prisma, dessen Umsatz natürlich auch nur aus dem Anzeigengeschäft stammt, zudem für die Landlust und den Klassiker Fernsehwoche. Erstmals dabei ist das Magazin test auf Platz 50. Zwar meldet es seine verkaufte Auflage nicht an die IVW, weil es ja auch keine Anzeigen verkauft, doch der neue vertrieb vertraute den Verlagsangaben über Abos und Einzelverkäufe so sehr, dass man es auch ohne IVW-Meldung in seine Rankings aufnahm – und das machen nun auch wir.

Top 50: Brutto-Umsätze der Publikumszeitschriften 1. Halbjahr 2016
Umsatz brutto* 2016 vs. 2015
2016 absolut in %
26 InStyle 26,131 -2,188 -7,7%
27 c’t 23,560 -0,555 -2,3%
28 Das neue Blatt 22,526 0,516 2,3%
29 Super Illu 21,456 -1,271 -5,6%
30 Computer Bild 21,293 -1,214 -5,4%
31 Landlust 20,956 0,840 4,2%
32 Für Sie 20,455 -1,211 -5,6%
33 Glamour 19,956 -0,322 -1,6%
34 Vogue 19,812 -2,136 -9,7%
35 prisma Gesamt West 19,616 1,258 6,9%
36 Elle 19,495 -1,171 -5,7%
37 Funk Uhr 19,430 0,103 0,5%
38 TV Direkt 19,264 0,564 3,0%
39 Die Aktuelle 18,780 0,539 3,0%
40 Fernsehwoche 18,052 0,693 4,0%
41 InTouch 17,378 -1,819 -9,5%
42 Schöner Wohnen 17,178 -1,287 -7,0%
43 Cosmopolitan 17,019 -1,093 -6,0%
44 Grazia 15,890 -2,073 -11,5%
45 rtv Ost 15,311 0,366 2,4%
46 Freizeitwoche 13,848 0,285 2,1%
47 Geo 13,514 -1,560 -10,3%
48 Gong 13,350 -1,061 -7,4%
49 Frau im Spiegel 13,209 0,127 1,0%
50 test 12,975 neu
*Brutto-Vertriebsumsatz + Brutto-Werbeumsatz in Mio. Euro
Rohdatenquellen: der neue vertrieb, Nielsen, MEEDIA / Berechnung und Tabelle: MEEDIA
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