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Hillary Clinton vs. Donald Trump: Erstes TV-Duell wird in den USA zur meistgesehenen Wahldebatte aller Zeiten

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Heftiger Schlagabtausch: Donald Trump und Hillary Clinton beim ersten TV-Duell

Ein historisches Duell bringt historische Quoten: 84 Millionen Millionen Amerikaner verfolgten gestern das mit Hochspannung erwartete Aufeinandertreffen von Hillary Clinton und Donald Trump in der Hofstra-Universität bei New York. Damit wurde der 36 Jahre alte TV-Rekord überboten, den Amtsinhaber Jimmy Carter und der republikanische Herausforderer Ronald Reagan 1980 aufgestellt hatten. Auch auf Twitter und Facebook war das Interesse an der TV-Debatte so hoch wie nie zuvor.

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Die Analyse des denkwürdigen ersten Fernsehduells zwischen Donald Trump und Hillary Clinton dürfte noch Tage weitergehen, doch fest inzwischen zumindest: Es war ein Duell der absoluten Superlative nach Einschaltquoten.

Wie der Marktforscher Nielsen berichtet, haben 83,8 Millionen Zuschauer in den USA den 95-minütigen Schlagabtausch zwischen dem republikanischen und der demokratischen Präsidentschaftsbewerberin verfolgt – mehr als jedes der vorangegangenen 35 TV-Duelle seit 1960.

Das TV-Duell zwischen Ronald Reagan und Jimmy Carter hatten 1980 noch 80,6 Millionen Zuschauer verfolgt, gefolgt von dem legendären Aufeinandertreffen von John F. Kennedy und Richard Nixon, der ersten Präsidentschaftsdebatte der Fernsehgeschichte, die 1960 mehr als 70 Millionen Zuschauer anlockte.

Die Erhebung von Nielsen berücksichtigt die 13 größten Fernsehsender in den USA. Erwartungsgemäß liegt NBC, das mit Lester Holt den Moderator der Debatte stellte, mit geschätzten 18 Millionen Zuschauern vor ABC  (13,5 Millionen) und CBS (12,1 Millionen).

Große Resonanz bei Twitter und Facebook

Der TV-Bestwert ist umso bemerkenswerter, zumal die Debatte im Internet zahlreich per Stream zu sehen war – auf Facebook (ABC News-Stream), Twitter (Bloomberg-Stream) oder etwa direkt über YouTube.

Allein auf dem weltgrößten Social Network hätten erstaunliche 55 Millionen Nutzer Videos zur TV-Debatte verfolgt, berichtet Politico, wobei nicht klar ist, wie lange Nutzer die Videos gesehen haben.

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Twitter und Facebook vermeldeten wenig überraschend Interaktionsrekorde: Allein in den USA wurden auf dem weltgrößten Social Network im Zuge der Debatte 73,8 Millionen Likes, Kommentare und Posts erzeugt bzw. geteilt. Wie der 140 Zeichen-Dienst mitteilte, generierte die TV-Debatte so viele Tweets wie kein Fernsehduell um das Weiße Haus bisher – nämlich 10,3 Millionen Tweets.

Interessanterweise erhielt Donald Trump auf dem Kurznachrichtendienst im Verhältnis von 62 zu 38 Prozent mehr Nennungen, obwohl er nach übereinstimmender Medieneinschätzung und ersten Umfragen als Verlierer aus der ersten Debatte gegangen war.

Auf Facebook fiel das Verhältnis der Nennungen mit 79 zu 21 Prozent noch deutlicher in Richtung des Multimilliardärs aus.

Allerdings lehrt die alte Binsenweisheit: Wer öfter genannt wird, fällt schlicht mehr auf – im positiven wie im negativen Sinne.

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