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iPhone 7: Apple-Staranalyst Ming-Chi Kuo prognostiziert schwächere Absätze als beim iPhone 6s

Apples iPhone 7 Plus (© Apple)
Apples iPhone 7 Plus (© Apple)

Die Hiobsbotschaften häufen sich: Zwei Tage nachdem der deutsche Marktforscher GfK um 25 Prozent schwächere Absätze des iPhone 7 im Vergleich zum iPhone 6s prognostiziert hatten, legt der wahrscheinlich am besten informierte Apple-Analyst der Welt nach. Ming-Chi Kuo von KGI Securities hat seine Absatzprognose für das iPhone 7 zwar angehoben, doch die Schätzungen von 70 bis 75 Millionen verkauften Einheiten bis Jahresende liegen deutlich unter dem Vorgängermodell iPhone 6s.

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Die Zeit der positiven Überraschungen für Apple scheint fürs Erste vorbei. Für eine Woche verblüfften die positiven Meldungen um die starke Nachfrage nach dem iPhone 7 die Wall Street: Die amerikanischen Mobilfunker T-Mobile US und Sprint überraschten mit viermal so großen iPhone 7-Vorbestellungen wie im Jahr zuvor beim iPhone 6s, und auch die Nummer zwei der USA,  AT&T erklärte, die Nachfrage nach dem iPhone 7 sei höher.

Die taiwanische Wirtschaftszeitung DigiTimes berichtete vorgegangene Woche gar, dass Apple seine Bestellungen bis Jahresende deutlich hochgefahren und bis zu 100 Millionen Geräte bestellt habe – deutlich mehr als zuvor von Analysten erwartet. Die Folge: Die Apple-Aktie erlebte die beste Börsenwoche seit vier Jahren – der iKonzern gewann 60 Milliarden Dollar an Börsenwert hinzu.

GfK-Gerüchte ziehen Apple in die Tiefe

Dann kam die GfK und beendete Apples Börsenparty. Der Nürnberger Marktforscher GfK schien eine deutlich schwächere Nachfrage nach dem iPhone 7 im Vergleich zum iPhone 6s am Startwochenende in Europa und Asien festgestellt zu haben – und zwar um gleich 25 Prozent. Die GfK verwahrte sich gegen die Veröffentlichung der Daten, weil sie exklusiv für Kunden gedacht war, dementierte die kolportierten Größenordnungen jedoch nicht.

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Die Bestätigung, dass sich das iPhone 7 doch schwächer als zunächst erwartet zu verkaufen scheint, folgte in der Nacht auf den Montag aus Asien. Der mutmaßlich am besten informierte Apple-Analyst der Welt verkündete eine gemischte Botschaft zur iPhone 7-Nachfrage.

Ming-Chi Kuo:  70 bis 75 Millionen iPhone 7 bis Jahresende verkauft

Einerseits korrigierte Ming-Chi Kuo von KGI Securities seine eigene Absatzprognose nach oben: Kuo hatte ursprünglich vom Verkaufsstart im September bis zum Jahresende mit 60 bis 65 Millionen verkauften iPhone 7 gerechnet, diese Prognose aber aufgrund des Note 7-Rückrufs des Rivalen Samsung auf 70 bis 75 Millionen Einheiten angehoben.

Andererseits würde Apple auch nach dieser Prognose unter den Absätzen des iPhone 6s bleiben, das vom Launch bis Jahresende 2015 82 Millionen Einheiten verkauft hatte. Der KGI-Securities-Analyst rechnet mit einer ausgeglichenen Nachfrage nach einem 4,7 Zoll großen iPhone 7 und dem teureren 5,5 Zoll großen Plus-Modell mit Dual-Kamera. Der Löwenanteil der Vorbestellungen entfiel mit 30 bis 35 Prozent zudem wenig überraschend auf das iPhone 7 in diamantschwarz.

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Alle Kommentare

  1. Auch für mich, als komplett uninformierten Beobachter der iPhone Hysterie, scheint es doch klar, dass Apple von dem Teil garantiert weniger verkauft. Dafür muss man doch wirklich kein Analyst sein!
    Ich verstehe garnicht, wie jemand glauben kann, dass alle iPhone Nutzer z.B. so blöd wären ein Smartphone ohne normalen Kopfhöreranschluss zu kaufen (obwohl … Glauben, Sekte, …?).
    Die „Funkohrstöpsel“ sind peinlich, teuer, unpraktisch, werden andauernd verloren gehen und so´n blöden Adapter will man auch nicht.
    In meinem Bekanntenkreis sind gerade 2 Leute trotz dem Note7 Desaster vom iPhone zu Samsung gewechselt. Hauptgrund war hier allerdings eher:
    Yeah, endlich weg von diesem Scheiß iTunes und einfach wie bei allen anderen Geräten USB nutzen!

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