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Neue Übernahmegerüchte um Twitter: Google, Microsoft, Verizon und Salesforce könnten sich Bietergefecht liefern

Twitter-CEO Jack Dorsey
Twitter-CEO Jack Dorsey

Es scheint ernst zu werden: Nicht mehr ein schell wieder dementiertes Gerücht aus Handelskreisen, sondern eine Meldung vom Finanzsender CNBC befeuerte erneut Übernahmegerüchte um Twitter. Wie CNBC berichtet, sollen gleich vier mögliche Bieter bereitstehen, allesamt Hochkaräter: Google, Microsoft, Verizon und Salesforce. Der Digitalchef des E-Commerce-Riesen Salesforce twitterte zudem passend dazu, warum er Twitter so schätze. Die Twitter-Aktie erlebt den besten Handelstag aller Zeiten.

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Auf diesen Tag mussten Twitter-Aktionäre fast drei Jahre warten: Um sage und schreibe 21 Prozent schoss die abgestürzte Aktie des 140-Zeichen-Dienstes nach oben, als erneut Übernahmegerüchte kursierten. Doch diesmal scheint es ernst zu werden: Der Verkauf des chronisch defizitären 140-Zeichen-Dienstes könnte näher rücken.

Befeuert hat die Gerüchte der gewöhnlich gut informierte US-Finanzsender CNBC, der zum Handelsstart über Übernahmegerüchte berichtete: Demnach wären an Twitter mehrere Tech- und Medienunternehmen mit dem Interesse einer Akquisition herangetreten – offizielle Gebote könnten bald folgen.

CNBC: Google, Microsoft, Verizon und Salesforce sind an Twitter interessiert

Die Liste der möglichen Bieter ist länger als erwartet: Google, Microsoft, Verizon und E-Commerce-Riese Salesforce sollen mit einer Übernahme von Twitter liebäugeln. Während über Googles Interesse seit Jahren spekuliert wird, wäre auch ein Zukauf von Microsoft keine Überraschung – Ex-Chef Steve Ballmer besitzt bereits vier Prozent der Twitter-Aktien. Nach der spektakulären Übernahme von LinkedIn konnte der drittwertvollste Konzern der Welt seine Präsenz in der Social Media-Welt wieder stärken.

Dieselbe Absicht dürfte auch die größte Mobilfunkgesellschaft der USA antreiben: Nachdem Verizon bereits nach AOL und Yahoo gegriffen hat, wäre Twitter bereits das dritte Internet-Unternehmen im Portfolio. Für den E-Commerce-Riesen Salesforce wäre das Echtzeitmedium vermeintlich ein idealer Vertriebskanal. Salesforce-Digitalchef Lala Afshar twitterte zudem Minuten nach den aufkommenden Spekulationen, warum er von Twitter so begeistert ist:

So unterschiedlich die mögliche Bieterliste, so sehr realistisch scheint inzwischen ein Verkauf des kriselnden 140-Zeichen-Dienstes zu werden. Seit dem Börsenlisting vor drei Jahren hat Twitter von Quartal zu Quartal Verluste in dreistelliger Millionenhöhe geschrieben.

Aufsichtsrat inzwischen für Verkauf aufgeschlossen

Mitbegründer Jack Dorsey, der vor einem Jahr die Geschicke als CEO übernahm, ist ein Turnaround bis heute nicht annähernd gelungen. Wie CNBC berichtet, steht Twitters Aufsichtsrat einem Verkauf inzwischen aufgeschlossen gegenüber. Bei knapp 23 Dollar notiert die schwer abgestürzte Twitter-Aktie allerdings immer noch 13 Prozent unter dem Ausgabekurs von 26 Dollar, zu dem die Anteilsscheine im November 2013 an der NYSE debütierten.

Es spricht viel dafür, das Jack Dorsey Anlegern zumindest den Einstandskurs wieder bescheren möchte, nachdem das Papier in den vergangenen drei Jahren von in der  Spitze über 70 auf 14 Dollar abgestürzt ist. Bei knapp 23 Dollar wird Twitter aktuell mit 16 Milliarden Dollar bewertet.

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