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Festival der Flops bei Sat.1, ProSieben und RTL II: „Karawane der Köche“, „Quantico“ und „Neandertaler“ mies

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Die "Karawane der Köche" von Sat.1 mit Tim Mälzer (l.) und Roland Trettl

Ein Mittwochabend zum Vergessen für Sat.1, ProSieben und RTL II: Die Prime-Time-Programme "Karawane der Köche", "Quantico" und "Neandertaler", von denen man sich viel versprochen hatte, versagten erneut. Prime-Time-Sieger war im jungen Publikum hingegen RTLs "Die 10", insgesamt die ZDF-Krimi-Reihe "Marie Brand". Starke Zahlen gab es auch für die Bundesliga bei Sky.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Mittwoch wissen müssen:

1. „Karawane der Köche“ und „Quantico“ versagen bei Sat.1 und ProSieben

All die Werbekampagnen mit Plakaten in Großstädten und mehr haben nicht geholfen: Die „Karawane der Köche“ kommt einfach nicht vom Fleck. Diesmal sahen 630.000 14- bis 49-Jährige zu, der Marktanteil lag bei 6,9%. Das ist zwar klar besser als die desaströsen 5,0% aus der Vorwoche, doch weniger als beim Auftakt mit 7,8%. Das 12-Monats-Normalniveau von Sat.1 von derzeit 8,8% wurde ohnehin wieder verfehlt. Das Staffel-Finale herbei sehnen dürfte auch ProSieben bei der US-Serie „Quantico“. Die kam diesmal mit drei Episoden auf 5,6% bis 5,9% – viel zu wenig. Das Staffel-Finale wird dann schon in der kommenden Woche laufen, die zweite Staffel wird sicher nicht mehr um 20.15 Uhr zu sehen sein.

2. „Neandertaler“ geht so schwach zu Ende, wie es begonnen hatte

Die beiden ersten Episoden der RTL-II-Miniserie „Neandertaler“ scheiterten am Dienstag mit nur 3,3% und 3,5% bei den 14- bis 49-Jährigen. Die abschließenden Folgen 3 und 4 kamen am Mittwoch nun auf ähnlich miese 3,5% und 3,0%. Nur 350.000 und 270.000 junge Menschen sahen zu – viel zu wenig für eine solche Eigenproduktion. Im Gesamtpublikum waren es auch nur 580.000 und 500.000, hier lagen die Marktanteile gar nur bei jeweils 2,0%.

3. Sky lockt mit der Bundesliga 1,35 Mio. Fans

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Starke Zahlen gab es hingegen für Sky: 1,35 Mio. Zuschauer versammelten sich vor den Fernsehern, um ab 20 Uhr die Übertragungen der Fußball-Bundesliga zu sehen. Der Marktanteil lag bei stolzen 4,7%. Sky schlug damit in der Prime Time Free-TV-Sender wie Sat.1, ProSieben, Vox, RTL II und kabel eins, musste sich nur dem ZDF, dem Ersten und RTL geschlagen geben. Bei den 14- bis 49-Jährigen reichten 660.000 Seher sogar für 6,7% und Platz 14 der Tages-Charts. Starke Zahlen im Free-TV gab es bei kleineren Sendern auch noch für die „Expeditionen ins Tierreich“ im NDR Fernsehen (1,17 Mio.), für „Wilsberg“ bei zdf_neo (1,09 Mio.), für „Dr. House“ bei Super RTL (830.000 um 21.10 Uhr) und am Vorabend für „Mia and me“ im KiKA (1,04 Mio.).

4. ZDF siegt mit „Marie Brand“, „Bergfried“ im Ersten solide

Das Top-TV-Programm des Tages hieß am Mittwoch „Marie Brand und die rastlosen Seelen“. 5,48 Mio. Leute sahen den Krimi im ZDF – ein starker Marktanteil von 18,6%. Direkt dahinter folgt das „heute-journal“ mit 4,06 Mio. und 15,6%, auch die Ränge 4 und 5 erkämpfte sich das ZDF mit „heute“ (3,83 Mio. / 18,3%) und dem „Heldt“-Staffel-Auftakt (3,73 Mio. / 14,4%). Im Ersten kam „Bergfried“ mit 3,55 Mio. Sehern auf solide 12,0%, schlug damit auch das stärkste Programm der Privaten, RTLs „Die 10 unglaublichsten ‚Das gibt’s doch nicht‘-Geschichten“ (3,19 Mio. / 10,9%).

5. RTL erfolgreich mit „Die 10“-Doppel, kabel eins punktet mit den „Space Cowboys“

Bei den 14- bis 49-Jährigen gewann RTL den Tag sehr souverän: „GZSZ“ und die beiden Ausgaben von „Die 10“ waren die einzigen Programme, die in der jungen Zielgruppe die Mio.-Marke knackten. 1,63 Mio. (19,2%) sahen dabei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, 1,57 Mio. (15,9%) „Die 10 unglaublichsten ‚Das gibt’s doch nicht‘-Geschichten“ und 1,52 Mio. (15,4%) „Die 10 unvorstellbarsten Situationen in denen man nie landen möchte“. Starke Zahlen für RTL. 13,3% erreichte im Anschluss „stern TV“. Davor – und damit auch vor alle anderen Privatsender – schob sich noch das ZDF mit „Marie Brand“ und 900.000 bzw. 9,0%. Über dem Soll und vor Sat.1 und ProSieben landete auch kabel eins mit den „Spece Cowboys“ (650.000 / 6,9%), Vox erzielte mit „Outlander“ 5,8% und 6,5%.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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Alle Kommentare

  1. Quantico ist eine der besten neuen Serien und wenn man auch noch mehre Teile hintereinander sieht, ein spannendes abendfüllendes Programm.

    Das Konzept, Ausstrahlungen zu festen Zeiten stattfinden zu lassen, ist doch eh überholt und viel zu unflexibel. Ich lass mir vom Fernsehprogramm doch nicht meine Zeit diktieren und von Werbung unterbrochenen Filmen meine Zeit stehlen. Ich will mich zu einer von mir bestimmten Zeit vor meine „wandfüllende Kiste“ setzen und eine von mir bestimmten „Sendung“ schauen. Bei Serien will ich nicht eine Woche auf den nächsten Teil warten müssen.
    Man sollte das Geld, welches Fernsehanstalten sinnlos verbraten, besser in Online Videotheken und Produktionen stecken.

  2. Quantico ist für den normalen Pro7 Zuschauer zu kompliziert, für RTL Zuschauer erst recht.
    Den ganzen Tag HIMYM gucken, aber bei zwei Zeit ebenen intellektuell überfordert sein… Generation DOOF halt!

    Aber nächste Woche ist es ja vorbei… Staffel 2 wird dann zu Pro7 MAXX abgeschoben…

    Dann doch besser gleich OGOT gucken. Wer seinen frieden mit Harry Wijnvoord machen kann, der kann auch seinen Frieden mit Gott machen.
    „Der Jakobsweg wirkt sogar beim zusehen“!

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