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Gerüchte um McLaren-Übernahme durch Apple – für ein paar Stunden

iCar-Pläne: Apple-Chef Tim Cook wird konkreter
iCar-Pläne: Apple-Chef Tim Cook wird konkreter Foto: dpa

Neues Gerücht um Apples Autopläne: Der iPhone-Hersteller soll sich in Gesprächen mit dem Supersportwagen-Hersteller McLaren befinden, berichtet die Financial Times. Apple soll dabei eine vollständige Übernahme oder strategische Kooperation anstreben, gibt die britische Wirtschaftszeitung bekannt. Weniger Stunden später dementierte McLaren den Bericht und erklärte, sich aktuell nicht in Gesprächen mit Apple zu befinden.

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Es wäre der möglicherweise fehlende Baustein in Apples Auto-Strategie – und er wäre nicht einmal besonders teuer: Für 1 bis 1,5 Milliarden Pfund (1,3 bis 2 Milliarden Dollar) könnte der Kultkonzern aus Cupertino nach McLaren greifen, berichtet die Financial Times mit Verweis auf die wie üblich gut unterrichteten Kreise.

Apple verhandele demnach bereits seit Monaten mit den Briten über eine mögliche Übernahme oder zumindest  eine strategische Zusammenarbeit. Der verlustreiche Supersportwagen-Hersteller,  der pro Jahr nur 1600 seiner bis zu einer Million Euro teuren Modelle verkauft und zudem ein Formel-Eins-Team betreibt, könnte mit seiner 27-jährigen Erfahrung im Luxusauto-Segment der ideale Blaupausen-Geber in der Entwicklung des iCar sein.

Nach FT-Angaben sei Apple vor allem an McLarens Technologien, Ingenieurkunst und dem Patent-Portfolio interessiert.

McLaren: „Es gibt keine Übernahme oder ein strategisches Investment“

Ärgerlich nur, dass die Briten wenige Stunden nach dem Bericht der Financial Times schon wieder die Luft aus dem Gerücht ließen. „Wir befinden uns nicht in Gesprächen mit Apple. Es gibt keine Übernahme oder ein strategisches Investment“, erklärte ein McLaren-Sprecher am Abend. Offen bleibt damit allerdings, ob es in der Vergangenheit Gespräche gegeben hatte.

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Apple arbeitet nach übereinstimmenden Medienberichten seit über zwei Jahren an einem Elektroauto, das später selbstfahrend sein soll, musste zuletzt aber einige Rückschläge  einstecken. Wie die New York Times vor wenigen Wochen berichtete, hätten sich die Probleme beim „Project Titan“, wie die Arbeitsgruppe des Apple-Autos intern genannt wird, weiter verschärft. Die ambitionierten Pläne für das selbstfahrende Auto würden aktuell überdacht, während Dutzenden Mitarbeitern gekündigt wurde.

Zuletzt zahlreiche Probleme bei Apples Auto-Projekt

Der  Schritt markierte eine scharfe Kehrtwende zu Apples offensiven Expansionsbestrebungen in die Automobilindustrie, die vor zwei Jahren begonnen hatten. Apple soll seine Arbeitsgruppe Titan auf mehr als 1000 Mitarbeiter in kurzer Zeit aufgestockt haben – durch vielfach aggressive Abwerbungen von Konkurrenten wie Tesla.

Bereits zu Jahresbeginn war aber eine Trendwende bei Apples ambitioniertem Auto-Projekt zu beobachten: Nach exzessiven Verpflichtungen habe Apple dem Projekt einen Einstellungsstopp verpasst. Die Nachricht fiel mit der überraschenden Demission des bisherigen Projektchefs zusammen:  Steve Zadesky, Chef der „Titan“-Unit, die das Elektroauto entwickelt, schied „aus persönlichen Gründen“ bei Apple aus.

Das  Apple-Auto scheint zumindest noch ein halbes Jahrzehnt auf sich warten zu lassen. Nachdem das Wall Street Journal vor einem Jahr noch 2019 als möglichen Startzeitpunkt des iCars genannt hatte (Bloomberg war ursprünglich vom Jahr 2020 als Launchtermin ausgegangen), berichtete das Premium-Techportal The Information zuletzt nun von einer Verzögerung der Marktreife bis ins Jahr 2021.

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