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Aalgolf Hitler, Fisch-Tennis und Klöten-Ralle: Böhmermanns toller unvorbereiteter „Neo Magazin Royale“-Quatsch

Diesmal sitzt das Autorenteam des „Neo Magazin Royal“ mit auf der Bühne
Diesmal sitzt das Autorenteam des "Neo Magazin Royal" mit auf der Bühne

Drei Wochen nach dem Ende der Sommerpause ist Jan Böhmermann endlich wirklich zurück. Die ersten beiden Folgen des "Neo Magazin Royale" waren noch eine müde und zähe Veranstaltung. Doch diesmal spielte der Moderator wieder groß auf. Wobei. Genauer gesagt war sein Autorenteam der Star des Abends, denn Böhmermann musste nur machen, was sie sagen. Die Folgen: witzige Spiele, flotte Gags und ein tierfeindlicher Unterton.

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Die Grundidee der Folge 52 des „Neo Magazin Royale“: Jan Böhmermann ist sauer auf seine Mannschaft. Die feiern nur und er muss die ganze Arbeit machen, inklusive Lena Meyer-Landrut -YouTube-Videos gucken. Als er am Ende eines langen Arbeitstages auf einer Teamparty auf den Produktions-Hund tritt, ist Schluss. Der Moderator verweigert für die kommende Woche die Arbeit und macht mit Ralf Kabelka (gegen dessen Willen) eine Woche frei. Die Autoren bereiten die Sendung ohne Böhmermann vor. Alle Gags etc. sieht er in der Show zum ersten Mal, bzw. muss sie zum ersten Mal vom Teleprompter ablesen.

Damit die Verantwortung klar sichtbar ist und sich eventuelle Schuldzuweisungen einfach zuordnen lassen, sitzen die vier Autoren der Sendung diesmal auf der Bühne.

So entsteht eine locker flockige TV-Show, die zwar improvisiert wirkt, aber mit vielen kleinen versteckten Witzen gespickt ist. Die vier Autoren wissen natürlich, dass ihr Chef immer dann am besten ist, wenn er es sich vor laufender Kamera so richtig mit einer großen Zuschauergruppe anlegt.

Also liefern sie ihn diesmal den Tierschützern aus. Aus Aufmerksamkeitsgesichtspunkten ist das eine klasse Idee. Die Hunde-, Katzen- und Streichelzoo-Freunde sind im Social Web immer fix dabei, wenn es gilt, einen kleinen Proteststurm zu entfachen. Ein solcher ist immer gut für Böhmermann. Es sei denn, die türkische Regierung ist involviert. Aber diese Gefahr ist diesmal gering.

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So wird die traurige Geschichte des neuen Produktionshundes erzählt, wie er mit anderen Hunden in einem Schlauchboot aus Syrien flüchtete, sein Kind verlor und schließlich traumatisiert in der Bild und Ton-Fabrik landete. Sehr schwarzer Humor. Aber so will man Böhmermann sehen.

Ebenfalls gelungen sind diesmal die Spiele, die der Moderator zusammen mit seinem Gast Frank Thelen (Investor aus der „Höhle der Löwen“) absolviert. Denn die Autoren haben zwei Ideen rausgekramt, die der Moderator immer abgelehnt hatte. Der wahrscheinliche Grund: Sie sind tierfeindlich. Die Rede ist von Fisch-Tennis und Aalgolf Hitler. Bei ersterem wird Tischtennis mit tiefgefrorenen Doraden gespielt und hinter dem anderen versteckt sich ein Minigolf-Match. Die Bahn sieht aus wie Adolf Hitler und statt Golf-Putter wird der Ball mit gefrorenen Aalen eingelocht.

Wie es sich für eine klassische Unterhaltungsshow gehört, kommt diesmal allerdings das Beste zum Schluss. Böhmermann muss eine umgedichtete Version des Volker-Lechtenbrink-Hits „Ich mag“ singen. Natürlich ist Böhmermann dabei gezwungen, sich bei allen zu entschuldigen, zu denen er jemals gemein war. Begleitet wird er von Luke Mockridge, den der Moderator zwar nicht kennt, über den er sich jedoch schon oft genug lustig gemacht hat. Einzig Erdogan fehlt in der Aufzählung.

Am Ende hätte Böhmermann eine noch begeistertere Ode an sein Team singen können, denn sie haben ihm ein wunderbare Sendung hingelegt. Er kann ruhig noch eine Woche frei machen. Nur Ralf Kabelka (neuer Spitzename Klöten-Ralle) würde das wohl nicht mehr ertragen.

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Alle Kommentare

  1. Er hat sich gar nicht beim GröTaZ entschuldigt!

    Der (und seine Anhänger) wird jetzt bestimmt „erdowahnsinnig“!

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