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Erste Social Media Panne mit dem neuen ICE 4 – Deutsche Bahn sendet bei Facebook Live Einfahrt des Zuges ohne Zug

Im Originalvideo nicht zu sehen: der neue ICE 4
Im Originalvideo nicht zu sehen: der neue ICE 4

Die Deutsche Bahn wollte zur Premiere des neuen ICE 4 auch so ein bisschen hip sein und sendete live auf Facebook die Einfahrt des neuen Zuges im Berliner Hauptbahnhof. Das heißt: Eigentlich gab es gar keinen Zug zu sehen, sondern nur einen etwas verloren wirkenden Mitarbeiter mit Mikro. Die erste Panne des neuen ICE 4 fand bei Social Media statt.

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„Im Namen der DB Redaktion begrüße ich Sie ganz herzlich hier live am Berliner Hauptbahnhof zur ICE 4 Premiere. In wenigen Minuten oder sogar Sekunden wird der ICE 4 hier im Hauptbahnhof an Gleis 2 einfahren.“ So beginnt der junge Mann seinen Auftritt. Aber: kein Zug nirgends. Schlecht, bzw. gar nicht ausgeleuchtet rettet sich der DB-Mitarbeiter mit Pressemitteilungs-Fakten („bringt einiges an Komfort mit“, „Mobilität der Zukunft etc.) über die Zeit, immer wieder leicht panisch zum leeren Gleis blickend. Aber: Es kommt kein Zug.

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Irgendwann, ca. zehn Sekunden vor Schluss, geht dem DB-Reporter die Puste aus. „Was noch dazugekommen ist … sind .. die neuen…“ Er stockt, schluckt, blickt ins Off, lacht. „… sind die neuen ähm …“ Und das war es dann. Kein ICE 4 im Facebook Live-Video von der Zug-Premiere im Berliner Hauptbahnhof. Was den Abbruch der Übertragung verursachte, ob und wann der ICE 4 dann einlief darüber darf spekuliert werden. Die Bahn selbst schreibt in den Kommentaren, die Live-Übertragung habe „nicht mehr funktioniert“. Das hat man gesehen. Wie die Kommentare unter dem Video aussehen, kann man sich ungefähr ausmalen.

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Alle Kommentare

  1. Wenn ich der Moderator wäre, würde ich kündigen (sofern es nicht eh nur eine Praktikantenstelle wäre) oder den Vorgesetzten zumindest deutlich zu verstehen geben, dass ich für solch schludrige Aktionen nicht mehr zu haben bin.
    Was soll das denn auch? Den Armen einfach so dahinzustellen und ihn was machen lassen, was nur lächerlich werden kann – so wie immer, wenn verstaubte Konzerne in Social Media einen auf hipp machen und sich wie freche youtuber fühlen. Und dann darf er noch nicht einmal gesichert erfahren, ob und wann der Zug jetzt kommt, soll aber im richtigen Moment bereit stehen.
    Der hat so jetzt echt noch das Beste aus einer abscheulichen Situation gemacht. Hat die Vorgabe, den ICE anzupreisen, soweit ausgereitzt, wie es nur irgend geht. Er hätte ab der Hälfte auch sagen können: „Offensichtlich hielt es wohl keiner meiner werten Kollegen in der Firma für nötig, mir mitzuteilen, dass auch diesmal wieder der erwartete Zug Verspätung haben wird. Wenigstens mein Fernbus nach Hause kommt gleich pünktlich.“

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