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„Sommerpause“ bis Ende des Jahres: Auch joiz Deutschland stellt Sendebetrieb ein

Joiz Germany geht bis Ende des Jahres vom Netz
Joiz Germany geht bis Ende des Jahres vom Netz

Nach der Insolvenz und Einstellung des Muttersenders in der Schweiz geht nun auch der deutsche Ableger offline: Joiz Deutschland stellt den Sendebetrieb ein. Das bestätigte das Unternehmen gegenüber Dwdl.de. Man wolle eine "verspätete Sommerpause" einlegen und im neuen Jahr zurückkehren – dabei ist offensichtlich unklar, in welcher Form.

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Kurz nachdem die Schweizer Muttergesellschaft die Insolvenz angemeldet und den Sendebetrieb eingestellt hatte, hieß es, für den deutschen Ableger werde es dennoch eine Zukunft geben. Mit dem neuen Mehrheitsgesellschafter Uwe Fabich bekam diese einen Namen – und der Immobilienunternehmer baut den Laden um.

Aus dem Social-Sender sollte ein reiner Musiksender werden, der folglich weniger redaktionellen Aufwand erfordert. Dadurch wurde klar: Bei Joiz werden kurz oder lang Einschnitte gemacht. Dass es nun so schnell geht, ist eine kleine Überraschung: Wie das Unternehmen gegenüber Dwdl.de erklärte, werde bereits an diesem Freitag der Sendebetrieb eingestellt. Zur Prime Time um 20.15 Uhr werde es eine letzte Sondersendung geben, in der sich die Mitarbeiter und Überraschungsgäste verabschieden werden. Offiziell spricht der Sender von einer „verspäteten Sommerpause“, die bis Ende des Jahres gehen soll.

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Man arbeite am „wahrscheinlich größten Umbruch“ in der Geschichte des Senders, heißt es weiter. Im kommenden Jahr werde sich joiz zurückmelden. In welcher Form wurde noch nicht erklärt. Wenig Klarheit herrscht auch über die Mannschaftsstärke. Fest steht, dass der Sender umziehen wird. Der Sitz im Postbahnhof in Berlin wird geräumt, neuer Standort wird das Funkhaus in Berlin-Oberschönweide sein. Fabich besitzt beide Immobilien.

Es wird also noch eine Weile dauern, bis sich die krisengeplagte Belegschaft von joiz wieder entspannen kann. Erst vor wenigen Wochen wurde das im vergangenen Jahr beantragte Insolvenzverfahren des deutschen Ablegers eingestellt. 2015 stieg im Rahmen der wirtschaftlichen Krise die Kölner Mediengruppe DuMont als Minderheitsgesellschafter bei joiz ein und hält noch immer 20 Prozent.. Dort scheint man die Entwicklung des jungen Senders zu bedauern. Über ein endgültiges Ende wäre man traurig, erklärt ein Sprecher. Das Verlagshaus bezieht im Rahmen seines wirtschaftlichen Engagements „wesentliche Teile der technischen Infrastruktur“ von joiz.

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