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„Uns lief ein kalter Schauer den Rücken runter“ – rechte Identitäre Bewegung stört Veranstaltung von Freitag und radio eins

Wurden von der Identitären Bewegung beim Diskutieren gestört: Jakob Augstein und Margot Käsmann
Wurden von der Identitären Bewegung beim Diskutieren gestört: Jakob Augstein und Margot Käsmann

Die rechte so genannte Identitäre Bewegung hat am Montagabend eine Diskussionsveranstaltung der Wochenzeitung Der Freitag und radio eins in Berlin gestört. Während Freitag-Verleger Jakob Augstein mit der Theologin Margot Käßmann über das Burka-Verbot debattierte, riefen junge Männer Parolen und hielten das Wort "Heuchler" in die Höhe.

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Der Zwischenfall ereignete sich beim Feitag Salon mit radio eins im Maxim Gorki Theater in Berlin. Die Diskussionsveranstaltung, bei der es um die Flüchtlings-Problematik und das Burka-Verbot ging, wurde live im Radio übertragen. Laut radio eins hätten mehrere junge Männer rechte Parolen gebrüllt. Auf Facebook-Fotos ist zu sehen, wie sie mit Buchstabentafeln das Wort „Heuchler“ bilden. Die Störer wurden aus dem Saal gebracht.

Dahinter steckt die so genannte Identitäre Bewegung, die sich auf ihrer Facebook-Seite mit der Aktion brüstet. Man habe den „Vertretern des linksliberalen Establishments und ihrem scheinheiligen Publikum frischen Wind ins Gesicht blasen“ wollen heißt es da u.a.. Die Identitäre Bewegung entstand ursprünglich in Frankreich und tritt für eine geschlossene europäische Kultur und Identität ein, die sie von einer um sich greifenden „Islamisierung“ bedroht sieht. Die Bewegung wird vom Verfassungsschutz beobachtet, da es dort Anzeichen für verfassungsfeindliche Bestrebungen gebe.

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Gegenüber radio eins bezeichnete Jakob Augstein nach dem Zwischenfall die Identitäre Bewegung als die „ideologischen Bodentruppen der AfD“. Augstein: „Das waren alles adrette, nett aussehende junge Leute. Wer glaubt, den Nazi erkennt man an kurzen Haaren und schwarzen Springerstiefeln, der irrt sich. Der Nazi sieht heutzutage ganz anständig angezogen aus, wie der nette Student von nebenan.“

Augstein fühlte sich an das Berlin der 30er Jahre erinnert. „Uns lief allen ein kalter Schauer den Rücken runter“, sagte er.

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Alle Kommentare

  1. Gäbe es noch unabhängigen „Qualitäts“-Journalismus, wäre der an sich läppische Vorfall mit ein paar friedlichen Zwischenrufern bei einem live übertragenen Polit-„Gottesdienst“ mit den abstiegsbedrohten Zelebranten Augstein und Käßmann, würde man wohl zwei Fragen (kritisch!) zu diskutieren haben:

    1. Wie ist es zu erklären und mit dem Ausgewogenheitsgebot zu vereinbaren, dass es dort feste Sendezeiten für Links-Extremisten bzw. links-extremistische private Presse („Freitag“) und ihren Antifa-Anhang („Freitag Salon“) gibt, während deren andersdenkende Kritiker nicht nur keine eigene Sendung haben, sondern durch (Nach-) Zensur aus allen Sendungen gelöscht werden, wie das hier in der RBB-„Mediathek“ geschehen ist? Gehört die Förderung der politischen Linken und das gleichzeitige Totschweigen anderer politischer Meinungen zum Auftrag des RBB?

    2. Welche Rechts- bzw. Finanzbeziehungen bestehen zwischen der hoch defizitären links-extremen Publikation „Freitag“ des Jakob Augstein (dessen bisherige Geldquelle „Spiegel“-Anteile wie Butter in der Sonne zerfließen) und dem RBB? Welche personellen Verflechtungen bestehen – über die nach außen erscheinende Person Jakob Augstein hinaus – zwischen „Freitag“ und RBB?

    3. Welche anderen Zeitungen, Zeitschriften, etc. bzw. deren leitende Personen treten regelmäßig im RBB (z.B. als Moderatoren, Reporter, Diskussionsleiter, etc.) auf? Moderiert z.B. der Chefredakteur der „Jungen Freiheit“ eine vergleichbare Sendung (z.B. „Junge Freiheit Salon“)?

    4. Bestehen die Aufsichtsgremien des RBB aus Schlafmützen und Deppen?

    Es ist wirklich erschütternd, wie faule und dumme (Kampf-) Journalisten nicht nur beim RBB ihren Beruf verstehen. Dass ihnen vor allem internetaffine junge Leute kein Wort mehr glauben (und Augstein/Käßmann schon gar nichts), lässt hoffen. Wenn endlich wieder „Anything goes“ statt Volkspädagogik und „Kampf gegen Rechts“ im Rundfunk gilt, könnte die Vertrauenskrise gemeistert und zumindest ein fusionierter „Großdeutscher Rundfunk“ gerettet werden. Sonst: Seehofer und Lindner, übernehmen Sie!

  2. Augstein und Käßmann Diskutieren über den Islam. So so.

    Solche Veranstaltungen sind völlig sinnfrei.

    Das ist als wenn sich zwei Blinde gegenseitig Farben erklären.

  3. Es ist aber auch wirklich sehr gemein, wenn ein paar bürgerlich-nette junge Leute bei einer Weihefeier zur gegenseitigen Lobhudelei links-grüner Säulenheiliger auf dem stark absteigenden Ast völlig gewaltlos und mit Argumenten (!) „stören“. Kein Wunder, dass den anno 1967 geborenen Prediger und Widerstandskämpfer Jakob Augstein der Schüttelfrost („Uns lief ein kalter Schauer über den Rücken“) überkommt. Denn was soll aus all den rot-grünen Lebemännern und -frauen werden, die nach dem Motto „Links reden, rechts leben“ eine neue Jakobiner-Kaste mit stets einsatzbereiter Gesinnungs-Guillotine („Du sollst keine anderen Götter neben uns haben“) bildeten – und nun auf „Ungläubige“ stoßen, die einfach den Spiess umdrehen und machen, was nur Linke dürfen, noch dazu ohne (!) Gewalt. Da bricht bei den Staatsknete-Verprassern Panik aus: Das linke Voodoo funktioniert nicht mehr und ein neues Mantra fehlt.

    Der einzige Hoffnungsschimmer sind die Genossen vom Staatssender RBB. Die leisten tapfer „Widerstand“ gegen die Feinde ihrer Freunde und löschen als Qualitätsjournalisten die Kritik an der übertragenen Jubel-Feier ihrer Ikonen Augstein und Käsmann. Totschweigen als Grundversorgung – man ahnte es ja.

    Der Vorfall zeigt: Die Linke hat keine Botschaft mehr; sie brabbelt ihre Mantras von 1968, verteidigt immer müder ihre Luxus-Pfründen trotz gescheiterter Heilsversprechen. Ihre Nazi- und Rassismus-Keulen sind morsch und werden nicht mehr ernst genommen. Links hat keine Argumente und keinen Plan. „Links“ ist ein Synonym für „blöd“ – außen grün, innen hohl. Das ist auch kein Wunder, denn die „richtigen“ Religionen sind clever genug, Geld und Unterwerfung im Hier und Jetzt zu fordern, die Belohnung im jeweiligen Paradies aber ins Jenseits zu verlegen. Deshalb sollten es Augstein, Käsmann und Antifa-Genossen vielleicht einmal mit dem Islam versuchen – das Paradies ist so nahe, wenn man nur will …

  4. Nun ja Cosima, Ihre linkspopulistischen Beleidigungen zeigen, welch stalinistischen Geistes Kind sie sind. Und Mädchen: Hat dir hier irgendjemand erlaubt, deine Mitmenschen mit „du“ anzuquatschen und sie als „Pfeife“ und „Pussy“ und „Schande“ zu verunglimpfen?

    Eine „Volksschule“ gibt es heute so nicht mehr, aber das ist vielleicht in den letzten 40 Jahren an ihnen vorbeigegangen. Dass sie Hauptschüler zutiefst verachten, spricht nicht für Ihre linkslinke Gesinnung. Brüsten sich die sog Linken nicht immer mit ihrer Solidarität bzgl. der bildungsfernen Schichten? Nichts davon ist wahr, wie man an ihren Äußerungen sieht.

    Ihre Freunde von der Antifa „pöbeln“ also nur rum. So so. Entweder sind sie ideologisch mit Blindheit geschlagen, dann ist Hopfen und Malz verloren. Oder Sie nehmen nicht zur Kenntnis, dass die rote SA gern andere Leute totschlagen will, weil sie anderer Meinung nicht vertragen können und weil es so viel Freude macht.
    Diese rot lackierten Faschisten prügelten in Leipzig 69 Polizisten z. T. krankenhausreif? Haben etwa Nazis neulich in Berlin ganze Straßenzüge verwüstet, Polizisten brutal angegriffen und massenhaft Autos angezündet? Nein, es war die von der politischen Rotfront unterstützte Antifaszene, die gern mal familiäre Ausflüge dieser Art veranstaltet. War ja nur Spaß! Ach ja, und Leipzig zog Jugendpastor Lothar König segnend den linken Schlägern vorweg, bis die Polizei ihn wegen Landfriedensbruch einkassierte.

    Und was lernen wir daraus: Das deutsche Bildungssystem bringt Leute wie sie hervor, die die neue SA exkulpieren und deren Verbrechen öffentlich verteidigt.
    Die Identitären übrigens agieren gewaltlos.

  5. Man könnte mit dem gleichen Recht wie Augstein sagen: Der Nazi ist Augstein selbst. Alles, was nicht so denkt wie er, goebelt der Millionärserbe in die ultrarechte Ecke. Und das mit dem „kalten Schauer“ ist eine ranzige Soap-Sprechblase aus irgend einem Kitschfilm, den der Linkspopulist sich bei einem 100-€-Glas trockenen Rotwein mal hinters Zäpfchen gegurgelt hat. Na denn: Prösterchen!; die richtige Allohol-Lutheranerin für’s gemeinsame die Welt-schön-und gerecht-trinken hat er mit Margot ja schon gefunden.
    Zu den Identitären: Puh, die sind aber gewalttätig. Die halten tödliche Buchstaben in die Höhe.
    Antifa komm mal her! Zeig den Jungs mal, wie das mit dem Prügeln geht. Linke Totschlag-Aggression ist nämlich gut, weil sie links ist. Wobei wir wieder bei Augstein und der Bischöfin a.D. sind.

  6. Wenn ich lese, wie sich auch hier offensichtliche „Identitäre“ breitmachen, läuft mir auch ein kalter Schauer über den Rücken…

  7. Der Nazi von heute ist „linker“ Systemjournalist, hetzt und verbreitet tagein, tagaus antisemitische Lügen, nennt das Ganze dann „Israelkritik“ und ist da auch noch stolz drauf!

    Herr Augstein sollte besser jeden Morgen einen kritischen Blick in den Spiegel werfen, vielleicht erkennt er ja irgendwann WER hier der Nazi ist!

  8. …und tritt für eine geschlossene europäische Kultur und Identität ein…

    wie völkisch diese europäische Kultur und ihre Werte.

  9. Bodentruppen der AfD…
    Vom Jargon noch immer in der Vergangenheit verhaftet.
    Aber was will man von Augstein auch erwarten.

    1. „Ausstein fühlte sich an das Berlin der 30er Jahre erinnert.“ Wie alt war Herr Augstein da, dass er Gefühle erinnern kann?

  10. „Uns lief allen ein kalter Schauer den Rücken runter“, sagte er.

    Was für eine Pus….
    Zum Glück waren es keine Farbbeutel, Eier oder gefrorene Torten, sondern nur Schilder mit dem dem wohl treffenden Wort Heuchler.

    Da kann einer Gestalt wie Augstein schon mal Angst und Bange werden.
    Eine offensichtlich gelungene Aktion.

    1. „Kaum läuft der kalte Schauer den Rücken runter und schon reißt bei uns der Firnis der Zivilisation“

      Frei nach Jakob

  11. Es sind dieselben Aktionsmittel, die die Linke gegen Weltbildstörer seit Jahren einsetzt. Wären aber statt der Identitären die linksideologischen Bodentruppen der Antifa aufmarschiert, die alles stören, was ihnen nicht ins Weltbild passt, dann hätte Augstein den Saal sehr wahrscheinlich nicht unbeschadet verlassen, gefrorene Torte inclusive. Das hätte noch mediale Schenkelkolpfer produziert.

    Der Moderator googelt ein wenig und hat die selbstgefällige Diagnose im hauseigenen Freitag Interview gleich parat, wo sogar die Verfassungsschutzämter zurückhaltend sind, ob die Bewegung als rechtsextrem einzustufen ist: 33 und rechtsradikal. Dabei sind doch Simplifizierungen mit Rückwärtsbezug ein Charakterzug der Rechtspopulisten. Es gilt das, was beim RBB auf dem inszenierten Plakat der Protestler zu lesen ist: Heuchler.

  12. „…riefen junge Männer Parolen …“

    WAS haben die denn da nun eigentlich gerufen?

    Überall steht nur etwas von „Parolen“ oder „Propaganda“, aber nirgends etwas konkretes. War das so furchtbar, dass man es nicht schreiben darf oder hat das in Wirklichkeit nur keiner verstanden ?

    Aber wieso kommt Ihr dann auf „Parolen“?

      1. Weißt Du eigentlich selber, was Du damit sagen willst, Du Pfeife? Schalt mal Dein Gehirn ein, anstatt Phrasen nachzuplappern wie ein Papagei. Ich lach mich tot!

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