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Negativ-Preis für Medien: AfD lobt den Karl-Eduard-von-Schnitzler-Preis aus

Die AfD will einen Negativpreis für Journalisten ins Leben rufen, der nach Karl Eduard von Schnitzler benannt
Die AfD will einen Negativpreis für Journalisten ins Leben rufen, der nach Karl Eduard von Schnitzler benannt

Wer sein Image aufpolieren und das Verhältnis zu Medien verbessern will, der beteiligt sich ganz einfach an der Gründung oder Verleihung eines Journalistenpreises. Die AfD macht das jetzt auch. Aber selbstverständlich nicht, um die Medien zu loben. Der "Karl-Eduard-von-Schnitzler-Preis" soll an Redaktionen verliehen werden, in denen nach Ansicht der Rechtspopulisten gegen journalistische Prinzipien verstoßen wird.

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Genau genommen wolle man mit dem Preis Journalisten ermahnen, die nach Ansicht der AfD objektive Sachberichterstattung und Meinung nicht voneinander unterscheiden. Die Idee stammt vom Landesverband Niedersachsen. „Die AfD beklagt eine immer größere Vermischung von Kommentar und Berichterstattung“, heißt es einer Mitteilung. „Wir Wahlkämpfer führen beispielsweise eine Veranstaltung durch, lesen am nächsten Tag den Presseartikel darüber und fragen uns, ob das tatsächlich dieselbe Veranstaltung gewesen ist. Denn schon oft ist es vorgekommen, dass der linke schwarz gekleidete Mob durch Getöse und Gewalt unsere Veranstaltungen stört oder gar verhindert und die Reporter berichten, es sei friedlich zugegangen.“ Beispiele nennt der Landesverband nicht.

Ob die Idee der AfD tatsächlich ihre Umsetzung findet, scheint noch in den Sternen zu stehen. Über Rahmen, Form und Dotierung mache man sich derzeit noch Gedanken, heißt es.

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Benannt ist der Preis nach dem damaligen Journalisten Karl Eduard von Schnitzler. Er war Chefkommentatordes Deutschen Fernsehfunks beziehungsweise des Fernsehens der DDR. Darüber hinaus moderierte er die Sendung „Der schwarze Kanal“, in der sich von Schnitzler zur Aufgabe gemacht hatte, mit angeblichen Lügen und Halbwahrheiten aus den West-Medien aufzuräumen.

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Alle Kommentare

  1. @torsten sagt:
    11.09.2016 um 16:32 – man kann sich natürlich so lustig über die Sache machen. Ich weiß garnicht ob Petry & Co. den PREIS ausgelobt haben, aber fällig ist der allemal.
    Letztlich ist Ihre Argumentation auch eine Art von Extremismus, da er ignorant & arrogant die Realitäten und ihre Gewichtung bezüglich massiver Lücken- bis Lügenpresse verleugnet.

      1. Welche „braune“ AfD? Der AfD ist es zu verdanken, dass es die NPD in den mecklenburg-vorpommerschen Landtag eben NICHT mehr geschafft hat, ist Ihnen das schon mal aufgefallen? Die AfD besetzt lediglich DAS politisch-konservative Vakuum, welches die CDU unter Merkel „freiwillig“ linksdrehend verlassen hat. Zu einer GESUNDEN Demokratie gehört beides, „Fortschritt“ (meinetwegen „Avantgarde“) UND „Wertbeständigkeit“ (Konservativismus). Und beide Seiten ringen SACHLICH um Kompromisse, SO entsteht ein gediegenes Staatswesen. Das wäre das Allererste, was den schwarzvermummten Schreihälsen von der sogenannten „Antifa“ mal beizubringen wäre. Meine Güte, wo sind wir bloß hingekommen.

      2. “Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”
        “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”

  2. Und in der Jury sitzen Frau Auf-der-Maus-ausgerutscht-Storch, Frau Habe-ich-nie- so-gesagt-Petry, daneben der Herr Das ist nicht von mir-Gauland sowie neu dabei (aus Berlin) der Herr Das-was-man-fühlt-ist-auch-Realität-Pazderski.
    Allesamt Experten auf dem Gebiet.

  3. Lassen wir mal die Kirche im Dorf. Fakt ist das es eine neutrale und sachliche Berichterstattung ueber die AfD so gut wie gar nicht gibt. Egal ob bei den oeffentlich-rechtlichen oder den privaten Sendeanstalten hoert man immer nur diese Rechtspopulistische Partei. Wenn rs diesen Karl-Eduard von Schnitzler Preis geben wuerde gebe es so viele Anwaerter das man den oder die Preistraeger auslosen muesste und das nicht nur in Bezug auf die Berichterstattung ueber die AfD. Der Preis muesste dann auch fuer die Kategorien verschweigen und beschoenigen verliehen werden.Ein Stichwort waere bedauerliche Einzelfaelle. Noch eine Kategorie waere Unsinnige Vorschlaege aus der Politik da wuesste Ich auf Anhieb 2 Anwaerter Nr 1 Koelns Oberbuergermeisterin Henriette Reker nach den Progromen der Silvesternacht immer eine Armlaenge Abstand halten Nr.2 Der Innenminister von Nordrhein-Westfalen Ralf Jaeger mit seinen Gloeckchen gegen Taschendiebe und Nr 3 meiner Meinung nach der absolute Spitzenkandidat unter den hirnrissigen Vorschlaegen Abziehbildchen gegen Grabscher und Vergewaltiger.

  4. Da tut man dem Herrn Schnitzler aber Unrecht. Gegen das was uns dieser Mainstream-Jornalismus z.Z. bietet, war ja der Schwarze Kanal das reinste Bildungsfernsehen.

  5. Gerechterweise sollte es ein Gerhard Löwnthal/Karl Eduard von Schnitzler Preis werden, denn das ZDF Magazin stand dem Schwarzen Kanal in nichts nach und außerdem klingt es so schön gesamtdeutsch.

  6. Die Idee ist super.
    Die Beiträge in den Medien werden immer schlechter und da sollte man vorallem parteiische Presse in Wahlkampfzeiten mit diesen besonderen Preis küren.

  7. Die Kandidaten:
    -der weinende Lügenklaus
    -Dunja Halal
    -Anja Reschke (noch nicht mal einen verhohnepipelten Namen wert)
    -das Moderatoren-Team von WDR AK (Aktuelle Stunde)
    -der schmierige Staubsaugervertreter vom RTL N8magazin

  8. Das finde ich ganz schlecht.
    Karl-Eduard ist im Westen kein Begriff und ein solcher Preis macht die AFD eher lächerlich

    1. Dann vielleicht eher doch einen Julius-Streicher-Preis für herausragende redaktionell Schaffende heutiger Tage? Der eine oder andere Werktätige der tippenden und/oder Mikrofone bespeichelndem Zunft kommt qualitativ mittlerweile recht nahe an den Namensgeber heran …

  9. „„Wir Wahlkämpfer führen beispielsweise eine Veranstaltung durch, lesen am nächsten Tag den Presseartikel darüber und fragen uns, ob das tatsächlich dieselbe Veranstaltung gewesen ist.“ – sagt die Partei, die per Photoshop nachträglich zusätzliche „Wahlhelfer“ ins Bild kopiert.
    Damit steht der erste Preisempfänger schon fest!

  10. Nun… Am Anfang wurden die Personen in den Dreck geschrieben. Dann wurde diese Partei in den Dreck geschrieben. Zuletzt wurde die Bevölkerung eines Bundeslandes in den Dreck geschrieben (zu doof, zu alt, zu nichtfacebook), nur und weil die etwas getan haben, was man in einer Demokratie so tut, wenn einem etwas nicht passt, wenn einem was stört, wenn man etwas möchte: wählen.

    Man kann schon fast dankbar sein, dass dieser „Preis“ hier recht neutral berichtet wird. Und das „fast schon“ dürfte ein Grund sein, warum es diesen Preis braucht.

  11. Oje, da müssten viele Agitatoren ausgezeichnet werden: Augstein, Dietz, Prantl, Hayali, Kleber um nur einige zu nennen. Die AFD ist ja auch bei weitem nicht der einzige Sündenbock in diesem Land. Was ist mit dem Reichsnazi Xavier Naidoo oder mit der rechtsnationalen deutschen Handballnationalmannschaft, bei der nur Deutsche spielen. Habt ihr das auch gelesen? Was ist mit den Neonazis, die abgehackte Gipfelkreuze in den bayerischen Bergen einfach wieder aufstellen? Oder die DM Märkte, die jetzt Pfefferspray verkaufen? Überall sind Nazis! Es ist so schrecklich geworden alles 😀

  12. „Die eine Hand am Telefon, die andre Hand am Kitzler, das ist Deutschlands größter Sohn, Karl Eduard von Schnitzler.“
    So hieß es bei uns im Osten.
    Oder auch: „Schnarl Eduard von Kitzler“.

  13. Das hat Karl-Eduart von Schnitzler nicht verdient, mit dieser verdammten Lügen- und Kriegshetzerpresse der Merkel BRD gleichgestellt zu werden. Wie gut wäre es, würde es den Schwarzen Kanal heute geben, der die Verbrechen dieser BRD Mischpoke veröffentlicht. Gewiß hat er manchmal übertrieben, aber wie sollte er die Scheinheiligkeit dieser BRD, die erst 1990 ihre Maske fallen ließ, enttarnen.
    Ich verehre ihn im nachhinein sehr.

    1. Geht’s noch? Verwechseln Sie vielleicht meedia als Forum für DDR-Schönfärberei und Demokratiehetze mit Russia Today? Am besten bauen Sie gleich die Mauer wieder auf! Wenn Honecker, Mielke und Karl-Eduard von Schnitzler in der Hölle Ihren Kommentar lesen, werden sie Freudentänze vor Begeisterung aufführen.

      1. Ja lieber Fischkopp, die Zeit wenn wir die Mauer wieder aufbauen und uns mit Polen, Tschechien und Ungarn zu einem Staatenbund, befreit von diesen BRD Vollidioten vereinen werden, wird kommen

    2. Ja, gibt wohl so Ewiggestrige! Tut mir (nicht) leid, Ihnen das sagen zu müssen, aber wer in einem Land gelebt hat, in dem die gleichgeschalteten, erwiesenermaßen (!) vom Regime kontrollierten Zeitungen vom „ND“ abwärts ihre Leser mit Genitivketten „Der Staatsratsvorsitzende und Vorsitzendes des Ministerrats der Deutschen Demokratischen Republik, Genosse Erich Honecker, und seine bulgarischer Amtskollege usw.“ sind zu bilateralen Gesprächen usw.“ zu Tode gelangweilt hat) und nun die Medien der BRD als „verdammte Lügen- und Kriegshetzerpresse“ beschimpft, der hat den Schuss nicht gehört. Klären Sie sich mal auf über die DDR-Diktatur, die hellere Zeitgenossen als Sie im Jahr 1989 Gott sei Dank abgeschüttelt haben, und dann gehen Sie mal in sich. Und was den Karl-Eduard-von Schnitzler-Preis angeht, so ist das, wenn es wirklich stimmen sollte, der erste und zugleich beste Witz, den die AfD seit ihrem Aufkommen gemacht hat.

      1. Sehe ich auch so. Irgendwie habe ich den Verdacht, dass Jan Böhmermann oder die „Titanic“ hinter diesem angeblichen Preis stecken! Oder vielleicht die „heute show“?

      2. Lieber R:O: Ich gehörte zu denen, die in der DDR den Lügen der BRD auf den Leim gegangen waren und dafür sogar in politische Haft gerieten und als Kanonenfutter im kalten Krieg von der BRD frei gekauft wurden. Würde sich 1989 wiederholen , ich würde mit meinen Erkenntnissen über diese BRD auf die verblödetet und aufgehetzte Masse in Leipzig, ohne Befehl schiessen.

      3. Lieber RO, ich gehörte einst zu den Blöden in der DDR, die sich von den BRD Lügenmedien beeinflussen ließen und dafür sogar in Stasi Haft gerieten und als Kanonenfutter im kalten Krieg von der BRD frei gekauft wurden. Nachdem ich dieses verlogene System, welches nach dem Mauerfall auch seine Maske fallen ließ hinlänglich kenne, würde ich bei einer Rückblende auf 1989 auf die aufgehetzten Massen in Leipzig ohne Befehl schiessen und bedaure die Entschlußlosigkei der DDR Führung und hätte die Stasi ihre Arbeit ordentlich gemacht, würde es Merkel und Gauck heut nicht geben

  14. Gute Idee:
    Meine persönlichen Favoriten:
    Platz3: Mely Kiyak: (Zeit)
    Zitat:“ Was die AfD sexy macht, ist keine sozialpolitische Vision, sondern ihr Menschenhass.“ aus „Auch Rassisten wollen Rente“ v. 16.03.2016
    Frau Kiyak war auch übrigens diejenige Person, die Thilo Sarrazin oeffentlich als „lispelnde, stotternde,zuckende Menschenkarikatur“ bezeichnete und deshalb auch sehr viel Ärger bekam!

    Platz 2 : Jakob Augstein (Spiegel)
    Zitate: „Aus ihren lächelnden Münder strömt grauenhaftes Zeug!“
    „Aber die Rechten lügen, wenn sie den Mund aufmachen“ aus
    „Rechtsschwenk, marsch“ v. 25.01.2016

    Platz 1: Sascha Lobo (Spiegel), als der ultimative Erfinder von neuen Nazis!
    Des „Latenznazi“ aus „Nichts sehen, nichts hören, viel sagen“ vom 17.12.14 und des „Aber-Nazi“ aus „Nennt sie endlich Terroristen“ v. 29.07.15

    Latenznazis, sind nach Auffassung von Lobo Menschen, die es selbst gar nicht wissen(!), das sie selbst rechtsradikal, also Nazis, sind!
    Nur Sascha Lobo weiß es genau, denn er weiss eben halt alles besser!

    1. Witzig. Die von Ihnen monierten Veröffentlichungen sind allesamt Kommentare und keine Berichterstattung. Und nur um die beziehungsweise deren angeblich fehlende Sachlichkeit geht es der AfD doch. Mir scheint, Sie sollten den Text noch mal lesen – oder einfach zugeben, dass Sie die Meinungsfreiheit eben nur dann hoch halten, wenn es um die eigene Meinung geht.

    2. Bitte nicht so viele Vorschläge, es können nur die Lustigsten beachtet werden. Eine Massenproduktion, wie beim „Goldenen Feuerwehrhelm“ ist nicht möglich.

  15. Bildblog gibts ja schon.

    Die ersten Oscar-Preisträger waren wohl auf der Überfahrt nach Europa als der erste Oscar ohne große Zeremonie wohl verliehen wurde. Linienflüge gabs damals vielleicht noch nicht.

    Die Idee ist vermutlich für Lokalpresse in Abo-Zeitungen.

    In der schnell-lebigen Zeit sollte sowas ggf. täglich geoutet werden also natürlich ONLINE sein. Auch weil schlechte Berichte ständig zu sehen sind. Readly für Rentner mit wählbarer Schriftgröße ist sicher auch beliebt oder die Facebook-News-Seiten oder Apps mit News-Informationen der Lokal-Radios so das die Mallorca-Rentner täglich lesen können, was zu Hause los ist. Manche Radios bieten die letzte News-Sendung auch als Abruf an. Wenn da keine Musik drin ist, muss man es vielleicht auch nicht per Ländersperre vor dem Abruf in Mallorca schützen.

    Wie bei Fußball kann man aber Top-Listen der Fehler machen und wie bei IMDB nach Chefredakteur (Trainer, Regisseur), Schreiber (Drehbuch-Autor, Sport-Manager…), Medium (Film-Studio, Verein), Verlag (Film-Vertrieb, Liga) usw. verschiedene Top-Listen führen über immer z.b. die letzten 100/300/600 Tage und natürlich immer schön alles als Beleg verlinken.
    Man kann ja dazu lernen denn auch nicht-AfD-Anhänger kritisieren endlich die Qualität der Medien – und Redaktionen können besser werden und gute Vorsätze immer wieder erfolgreich umsetzen.
    Platzbegrenzter Zeitungs-Journalismus wurde durch Internet immer noch nicht befreit auf vollständige Artikel (gerne auch wieder-verwendung oder Aufklapp-Boxen z.b. bei Verlage oder Personen oder USB3.1 vs. USB3.0 usw.) wo man vollständiger informiert wird als in der quasi-Burger-Box/Kantinen-Tablett platzbegrenzter Agentur-Meldungen was früher halt auch nicht anders ging.

    Ein News-Wiki als vollständige News-Quelle wäre eine gute Idee. Wer kennt ein Land wo man Steuern bezahlt und das ohne Stress programmieren darf ?
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wikipedia-Gruender-Zehn-Dinge-die-frei-sein-muessen-120873.html

    So lange, bis die Link-Steuer beschlossen wird und daher vielleicht auch Twitter zu machen muss. In Europa also vielleicht schon mal besser nicht.

  16. Es wäre wohl zielführender einen Preis für die Pinocchio-Partei einzuführen. Allerdings käme man bei den ganzen Lügen der AfD und Hetze ihrer blinden Mitläufer mit dem Produzieren nicht hinterher.

    1. Als da wären?
      Mit Behauptungen seid Ihr linken Vögel schnell.
      Das Links, Link und Falsch/Verschlagen/gemein sich nahestehen und einen gemeinsamen Missstand bezeichnen, ist kein Zufall. Links ist link und Rechts ist recht!

    2. @Kramer… Ich würde mich auch ärgern, wenn eine Partei, die ich hasse und verunglimpfe… so eine gute Idee hat. Witzig. So sollten die weiter machen, nicht so giftig. Es gibt sooo vieles, wo sich das „Establishment“ wunderbar nachmachen lässt das sich selbst feiert – gestern Bertelsmann mit den 800 „Wichtigsten… paar Tage vorher BILD mit den 100 Wichtigsten.. Da werden sich doch neben dem Schnitzler-Preis noch andere Events finden, die man ebenso „zelebrieren“ kann, um dieses Getue auf die Schippe zu nehmen. Vielleicht auch eine Stiftung gründen und Studien rausbringen – wie Bertelsmann sie zur Infiltrierung auf dem Weg zur „genehmen“ Gesellschaft ständig macht.

  17. Hahahahahahaaaaaa… die AfD schlägt mit einem „Preis“ zurück. Ich wundere mich schon lange über diese Fülle der PR-Preise, mit denen sich die Leute schmücken. Sozusagen wöchentlich machen sie sich auf und laufen über die roten Teppiche der Preisverleihungs-Maschinerie. Jedem Kaff seinen Preis und die passende Institution und Pöstchen dazu – online mit Stiftung und Trallala.. Da ist doch der Schnitzler-Preis wenigstens lustig.. Und wenn’s stimmt, was die AfD sagt, dass nämlich die linken Journalisten-Bazillen über die linken Antifa-Bazillen (oder teilweise schon keine Bazillen mehr sondern richtige Verbrecher) nichts schreiben, dann gäbe das schon arg zu denken. Obwohl… Verbrecher interessieren die Politik und Medien nicht, wenn man sie nicht rechts oder rechtsradikal oder rechtspopulistisch verorten kann. Denn Rechts-konservativ wurde ja regelrecht exekutiert oder eliminiert – sogar im Sprachgebrauch – seit Merkel den Befehl nach Links gegeben hat. Jetzt sind diese meist rechtschaffenen Leute sofort „Nazis“. Vielleicht könnten ein paar Journalisten mal suchen, wo das Wort geblieben ist… Es wird sich doch wiederfinden lassen? Auch hier: Dank an Frau Merkel und ihre untergebenen CDU-Vasallen.

    1. Sehr geehrter „Keumel“, ich bin zwar schon einige Jahre im Ruhestand, aber nach wie vor stolz darauf, eine der von Ihnen so titulierten „linken Journalisten-Bazillen“ gewesen zu sein – mit jahrzehntelanger Berufserfahrung in leitender Position bei Lokalzeitungen, einer großen Wochenzeitschrift und einer Pressestelle. Was journalistisches Handwerk, Trennung von Nachricht und Kommentar, faire Berichterstattung bedeuten, weiß ich vermutlich wesentlich besser als die AfD und ihre Wähler. Bitte klären Sie mich doch mal darüber auf, welche „rechts-konservativen“ Journalisten aus Ihrer Sicht „regelrecht exekutiert oder eliminiert“ worden sind. Aber kommen Sie mir dabei nicht mit Matussek und Lachmann, die völlig zu Recht bei der „Welt“ rausgeflogen sind.

      Im Übrigen: Dass mit dem niedersächsischen AfD-Vorsitzenden Armin-Paul Hampel ausgerechnet ein früherer öffentlicher-rechtlicher TV-Auslandskorrespondent mit ordentlicher ARD-Pension einen solchen Preis vergeben will, ist peinlich. Und dann beruft er sich in seiner Pressemitteilung doch tatsächlich auch noch auf Hanns-Joachim Friedrichs (für die AfD ganz klar eine „linke Bazille“!). Der rotiert sicherlich bereits heftig im Grabe, weil ihn ausgerechnet die AfD in Anspruch nimmt.

      1. Also zum ersten Absatz kann ich nicht viel schreiben ausser…“prost“, „gute Nacht“ oder „herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Lebenswerk“.

        Aber zum zweiten Absatz möchte ich schreiben, dass Herr Hampel wohl jemand zu sein scheint, der den letzten Schuss wohl doch noch gehört hat und sich eines Besseren besonnen hat. So kann man Herrn Hampel nur auf die Schulter klopfen und ihm seine Pension gewähren, so er denn im Sinne deutscher Interessen handelt.
        Sie scheinen nicht so sehr daran interessiert, denn sonst würden Sie sich nicht solidarisch mit antideutschem Gedankengut zeigen („linke Journalisten-Bazille“ sic!). Links sein heisst heute: notorischer Selbsthass. Leider bietet die Öffentlichkeit Mitbürgern wie Ihnen viele Plattformen. Nur eines nicht: eine gute psychologische Betreuung.

      2. Sehr geehrter Herr wm 1948,

        vermutlich fällt es Ihnen als Befürworter der gegenwärtigen Politik tatsächlich schwer, die Einseitigkeit und Unausgewogenheit der Berichterstattung im ÖR oder den Printmedien wahrzunehmen.
        Ich hingegen habe einseitige Berichterstattung schon zu DDR Zeiten über mich ergehen lassen müssen und als jemand, der in der gegenwärtige Situation in Deutschland eine verhängnisvolle Entwicklung sieht, empfinde die Berichterstattung der Medien als Schönfärberei, Bevormundung und als rechthaberisch.
        Für mich war es beinahe ein Ritual, mir das Morgenmagazin zum Frühstück und die Tagesschau zum Abendbrot anzusehen. Diese Zeiten sind vorbei; beide Sendungen sind inzwischen aus den oben genannten Gründen ungenießbar für mich geworden- so wie es früher die „Aktuelle Kamera“ für mich gewesen ist.
        Insofern habe ich meine eigenen „Karl- Eduard-von- Schnitzler- Preise“ längst vergeben.
        Ihre Antwort auf Herrn Keumels Kommentar zeigt mir auch, dass ich vergeblich auf eine kritische Selbstreflexion der Journalisten und somit auf eine ausgewogenere künftige Berichterstattung hoffe.
        Und nein, ich bin kein Rassist oder Nazi, weder offen noch verkappt.

      3. @wm1948: Sie haben mich falsch verstanden. Die Bezeichnung „rechtskonfervativ“ ist aus dem Sprachgebrauch verschwunden. Wer auch immer keine linke Meinung hat, wird als „rechts“, „Nazi“, „rechtsradikal“ oder „rechtspopulistisch“ bezeichnet. Es gibt zu denken, dass diese klare Verortung im linkspopulistischen Mainstream verschwunden ist und dass die vielen normalen Bürger, die sich endlich wieder zu äussern „trauen“, zu Nazis etc. gestempelt werden.

  18. Geiles Ding. Da wird es die Jury sicher schwer haben bei all den „Qualitätsmedien“ und der „objektiven“ Berichterstattung.
    Aber es gibt doch schon den Grimme-Preis.

    1. Sie sehen mich etwas ratlos. Ich vermute, daß die meisten der Schreiber der eben gelesenen „Kommentare“ im Ausland leben ?
      Wissen die denn nicht, was momentan in Deutschland los ist !!?
      Die nachträglichen Lobeshymnen auf die „DDR“ sind an Zynismus nicht zu überbieten und eine Bestätigung dafür, wie ein Teil unseres Volkes
      geistig und mental verändert wurde. Frau Merkel scheint das längst bemerkt zu haben…..

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