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Werbung aus einer Hand: Mega-Vermarkter Score Media Group geht mit 25 Verlagen an den Start

Heute geht der Mega-Vermarkter Score Media Group mit 25 Verlagen und Medienhäusern im Rücken an den Start.
Heute geht der Mega-Vermarkter Score Media Group mit 25 Verlagen und Medienhäusern im Rücken an den Start.

Unter dem Dach einer großen Vermarktungsallianz wollen 25 Verlage und Mediengruppen das Werben in ihren regionalen Tageszeitungen und zugleich auf den entsprechenden Onlineseiten erleichtern. Ziel der Score Media Group sei es, Kunden wie Unternehmen, Supermarktketten oder Kaufhäusern u.a. auf sie abgestimmte Print- und Digital-Werbungen anzubieten, sagte Firmenchef Heiko Genzlinger der Deutschen Presse-Agentur.

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Das crossmediale Marketing werde in den Zeitungen auch auf Zielgruppen abgestimmt und auf deren Onlineseiten platziert, zentral aus einer Hand. „Bislang musste sich ein Kunde für seine nationale Werbung mit bis zu 20 einzelnen Partner abstimmen, das war zeitaufwendig und teuer. Künftig ist es nur noch einer, der alles übernimmt und zentral steuert.“, so Genzlinger weiter.

Trotz schwerer Zeiten im Medienmarkt hat sich Score Media (mit Sitz in München und Düsseldorf) nach dem offiziellen Marktstart am Montag – am 14. April 2016 wurde der Mega-Vermarkter gegründet – ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: „Wir wollen natürlich die derzeitigen Kunden der Zeitungen lückenlos überzeugen und über dieses Bestandsgeschäft hinaus weiter Werbekunden gewinnen.“ Spätestens nach drei Jahren will Score Media den Umsatz der Gesellschafter in diesem Bereich verdreifachen, sagte der ehemalige Yahoo-Manager Genzlinger, „das ist sportlich“. Bis zum Ende des kommenden Jahres will er den derzeit kleinen Mitarbeiterstamm auf zwischen 80 und 100 Beschäftigte ausbauen – zusammengesetzt aus Sales- und Kommunikationsexperten, Strategen, Forschern, Analysten, Disponenten, Mediaplanern und Content-Spezialisten. Bislang beteiligen sich 25 Verlagshäuser – darunter etwa die Funke Mediengruppe, Madsack und DuMont – mit mehr als 130 regionalen Tageszeitungen und rund 600 lokalen Unterausgaben an dem Vermarkter, so die Score Media Group in einer Mitteilung.

Genzlinger  baut vor allem auf die monatlich knapp 43 Millionen Nutzer (crossmediale Reichweite laut MA 2015 Intermedia PLuS), auf die Score Media durch das Online-Inventar der Gesellschafter zugreifen kann. Im Print-Bereich beziffert Score Media die gebündelte Reichweite der Zeitungen auf rund 25 Millionen Leser pro Tag. Bedarf für eine zeitgleiche Vermarktung von Print und Digital gebe es: „Keine Mediaagentur plant crossmedial, es wird bislang eher redaktionell und konzeptionell eingebunden.“ Bei der rein digitalen Vermarktung setzt Genzlinger auf die Zusammenarbeit mit Ströer Digital.

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Als „Projekt Lotus“ war die Idee eines crossmedialen nationalen Vermarkters vor vier Jahren aufgekommen. Score Media geht zwar als größter Vermarkter der Tageszeitungen an den Start, hat aber im 2008 gegründeten MediaImpact (MI) einen gewichtigen Gegenspieler am Markt. MI vermarktet die Zeitungen, Zeitschriften und Digital-Angebote von Axel Springer und der Funke Mediengruppe. Boulevard-Zeitungen bündeln ihre Vermarktung zudem unter dem Dach von MI in der neuen Vermarktungsgruppe Red Impact.

Media Impact ist einer der reichweitenstärksten und größten multimedialen Medienvermarkter Deutschlands, der Innovationen konsequent vorantreibt“, wirbt MI-Chef Christian Nienhaus für sein Unternehmen. Ihn wundert nicht, dass einige Verlagshäuser mehrere Beteiligungen haben: „Jeder Marktteilnehmer sucht sich den passenden Partner für jedes seiner Geschäftsfelder aus.“

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