Anzeige

„Ohne Schaum vor dem Mund berichten“: DJV-Chef Überall fordert mehr Sachlichkeit in AfD-Berichterstattung

DJV-Chef Frank Überall
DJV-Chef Frank Überall

Der Bundesvorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) warnt davor, über die AfD "mit Schaum vor dem Mund" zu berichten. Die AfD in der Berichterstattung möglichst auszublenden, hält Frank Überall, ebenfalls für eine falsche Strategie: "Ich war immer ein Gegner davon, Parteien wie die AfD in den Medien zu ignorieren", so der Journalist.

Anzeige
Anzeige

„Wir müssen uns mit der Partei auseinandersetzen“, erklärt er gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Jede Form von Dämonisierung sei verkehrt.

Medien hätten ja gerade die Funktion, zu berichten und zu erklären, sagte der DJV-Chef. Schwierig sei das oft, weil die AfD mit Populismus spiele. „Damit müssen sich Journalisten professionell auseinandersetzen und dürfen sich nicht dazu hinreißen lassen, tendenziös über sie zu berichten, wie in den Lügenpresse-Vorwürfen immer wieder anklingt.“ Dass die AfD wie zuletzt bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am Sonntag einen solchen Wählerzulauf habe, stelle die Medien vor eine neue Herausforderung.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Guten Tag Herr Überall, gut geschlafen? Guter Rat? Journalisten sollten bzgl. der AfD nicht immer mit Schaum vorm Mund berichten, schrieben Sie, gestern. Was halten Sie nur einen Tag später von diesem Vorgang?
    Der Ressortleiter von Spiegel Online, Roland Nelles, rastet oder soll ich sagen rassistet aus. In einem Videokommentar beschimpfte er alle, wirklich alle, AfD-Wähler als „Rassisten“. Konkret sagte Nelles: „Es wird immer gesagt, man müßte die Sorgen und Nöte und Ängste der Wähler ernst nehmen. Das kann vielleicht sein. Ich glaube aber, das ist zu einfach. Ich glaube, man muß auch einmal klar benennen, daß die Wähler der AfD tatsächlich Rassisten sind.“
    Nicht alle derzeit und im im vergangenen Jahr illegal nach Deutschland gekommenen – nein, es sind in der Mehrzahl keine Flüchtlinge, sondern illegale Invasoren, Glücksritter, merhrzalhlig männlich, muslimisch – darf man pauschal so bezeichnen und sie potentiell kriminell und zumindest teilweise terrorismusaffin nennen, auch sie als überwiegend ungebildet und kulturfremd zu bezeichnen, ist zwar wahr, aber verboten. Nein das dürfen wir Deutsche nicht.
    Aber ein Kollege von Ihnen darf pauschal alle, Männer, Frauen jedes Standes, Alters, jeder Herkunft und jeder inneren Überzeugung, welche in einer freien, demokratischen Wahl die AfD gewählt haben, als Rassisten bezeichnen.
    Aus Lügen- und Lücken- und Speichelleckerpresse des Systems wird nun die Bürgerbeschimpfungspresse im Auftrag der Regierungseliten und der Merkelnomenklatura. Hoffentlich fühlen Sie sich noch wohl in diesem kollegialen Sumpf, oder Sie antworten dem Herren mal in einem offenen Brief?
    Wohl eher nicht!? Eine Zunft, die Bürger in der gleichen Art und Weise wie Politiker das tun, als Pack beschimpft, der darf sich über ein Glaubwürdigkeitsproblem nicht mehr wundern, der hat eines. Und, mit Verlaub, dem wünsche ich, dass er baldmöglichst seine Job verliert, er ist nicht mehr tragbar.

  2. Na, da steht der Herr Überall aber weit und breit fast alleine auf weiter Flur mit seiner Meinung.

    Ein Journalist sollte niemals eine Strategie haben, denn das wäre DDR2.

    Er sollte über oder von etwas berichten oder eben gar nicht. Wenn er berichtet, dann bitte Fakten und keine Fakten mit privaten Ansichten des Journalisten vermischt, die nicht als Kommentar deklariert sind. Er sollte ggf. auch beide Seiten zu Wort kommen lassen. Er sollte sich auch Interviews nicht nachträglich autorisieren lassen. Dringend empfehle ich die Verlinkung von Quellen. Dies ist ein Punkt der dem deutschen Journalismus nahezu fremd bzw. unbekannt ist.

    Wer sich mehr oder weniger objektiv informieren muss, der ist zur Zeit leider auf ausländische Medien angewiesen. Schade!

  3. Was soll ich noch sagen…nach Meck Pomm…

    Nun geht den Politikern und Ihren Erfüllungsgehilfen der Arsch auf Grundeis.
    .
    Die AFD wird kommen..

    Und jetzt fangen die Anbiedere an , ihre Welcome Refugees Idioten Party zu beenden, und der bitteren und folgenschweren Realität ins Auge zu blicken…

    Zu spät…

    Die AFD wurde in allen Medien, Talkshowss aufs Übelste ausgegrenzt und diffamiert..und Sie haben weitergemacht..bravo..

    Nennt Sie weiter rechtspopulistisch…oder weiss der Geier..es ist gut für alle Deutsche ,dass es sie gibt..um den Rest der Bevölkerung, um die Geschenke die 2015 unser Land tagtäglich bereichern, kümmern sich ja schon die 4 anderen Parteien..

    ..Die AFD will wenistens den Schaden begrenzen, wenn dies überhaupt noch geht…

    Diese Wills, diese Plasbergs diese Maischbergers, diese Özdemirs und Peters und Kühnast, diese Kippings und Bartsch..ich sehe diese Hetzer und Intriganten noch ….alle gegen einen ,wie billig.

    Und nun kriegen die Muffensaufen und haben Existenzängste…mehr nicht…

    Heult doch…

  4. Es handelt sich doch inzwischen bereits um eine lieb gewordene Gewohnheit, die AfD als Nazipartei zu bashen. Das Nachplappern und Abschreiben, ohne Faktencheck wurde zur Norm. Bekanntlich kann man solche „Gewohnheiten“ nicht so einfach abschalten. Es ist wie mit dem Rauchen! Es gehört erst einmal eine gewisse Selbsteinsicht und der Mut sich von der Hirn amputierten Uniformen-Meinungsmacher-Masse abzusetzen. Manche sind inzwischen derart ideologisch verkrustet, dass man diesbezüglich kaum Selbsteinsicht, oder gar Rückkehr zur sachlichen Berichterstattung, erwarten darf. Ideologie blockiert oft jede Art von Nachdenken und neutral sachlicher Berichterstattung.

  5. Das sagt Überall erst, NACHDEM die Wahl vergeigt wurde – nicht vorher!

    Redaktionsschluss war gestern.

  6. Überall betreibt auch eine politisch korrektes seite, wo übergriffe gegen journalisten chronologisch gesammelt werden sollen (sofern sie von rechten begangen werden, natürlich). übergriffe auf journalisten durch linke sucht man dort vergeblich…

  7. „Ohne Schaum vorm Mund berichten“? Als wenn die deutschen Nanny-Journalisten dazu in der Lage wären. Sie haben es plötzlich mit Wählern zu tun, die keine Meinung wollen, sondern Nachrichten. Keine Interpretationen sondern Fakten. Das mögen die aber gar nicht. Das ist eine Leistung, die sie schon gar nicht mehr beherrschen.

  8. Wenn das mal nicht Schaum vor dem Mund ist:
    31.12.2015 Frank Überall, hatte vom AfD-Bundesvorstand Transparenz und Offenheit gegenüber Journalisten gefordert. „Kritische Berichterstattung“ dürfe nicht „als Rechtfertigung für eine Informationsblockade herhalten“, sagte der DJV-Chef.
    28.01.2016 Frank Überall Distanzierung von Gewalt gegen Journalisten gefordert
    02.05.2016 Der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall wirft der AfD-Chefin nun ein „gestörtes Demokratieverständnis“ vor.
    06.06.2016 Frank Überall Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat die große Medienpräsenz der AfD kritisiert.
    07.07.2016 Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat Thüringens AfD-Fraktions- und Landeschef Björn Höcke scharf dafür kritisiert, dass er seiner Partei angesichts des Führungsstreits geraten hat, gegenüber Pressevertretern keine Erklärungen mehr abzugeben.

    1. Nö, ist es nicht, in keinem der genannten Fälle. Was hat es denn zum Beispiel mit „Schaum vor dem Mund“ zu tun, wenn sich der DJV-Vorsitzende kritisch zur Informationsblockade der AfD äußert? Das ist sein Job, nicht mehr und nicht weniger.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*