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Bilanz beziffert Privatvermögen von Springer-Chef Mathias Döpfner auf 150 Millionen Euro

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Mathias Döpfner gehört zu einer der einflussreichsten Mediengrößen Deutschlands. Jüngst wurde er zum neuen BDZV-Präsidenten gewählt. Erstmals hat jetzt das Wirtschaftsmagazin Bilanz das Privatvermögen des Medienmannes für seine aktuelle Ausgabe über die 750 reichsten Deutschen recherchiert. Danach soll der Manager rund 150 Millionen Euro besitzen. Pikant: Die Publikation erscheint in der Berliner Axel Springer SE, die Döpfner als Vorstandsvorsitzender leitet.

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Über das Privatleben von Mathias Döpfner ist wenig bekannt. Dennoch zerren Wirtschaftszeitschriften wie das Manager Magazin gerne pikante Details über Deutschlands einflussreichste Mediengröße ans Tageslicht. Erst vor wenigen Monaten berichtete die zum Spiegel-Verlag gehörende Publikation, das Ehepaar Döpfner habe sich „kürzlich getrennt“. Statt seiner Frau Ulrike sei jetzt die Industrieerbin und Kunstsammlerin Julia Stoschek Döpfners Herzensdame, heißt es.

Jetzt zieht ein weiteres Wirtschaftsmagazin Privates von Döpfner an die Öffentlichkeit – und zwar das Allerheiligste: die finanziellen Verhältnisse des frisch gekürten BDZV-Präsidenten. Die Zeitschrift Bilanz berichtet in ihrer neuesten Ausgabe über die Reichsten Deutschlands, dass der Springer-Vorstandsboss über ein Vermögen von 150 Millionen Euro verfügen soll. Damit steht der Konzernherr unter den 750 Superreichen der Republik an Platz 659.

Zu Reichtum dürfte Döpfner nicht nur durch sein üppiges Vorstandsgehalt gekommen sein. Vor allem die Springer-Mehrheitsaktionärin Friede Springer hat vor vielen Jahren wesentlich zum Wohlstand des gebürtigen Bonners beigetragen. Sie hatte dem studierten Musikwissenschaftler Mitte 2012 großzügig ein Paket über 1,98 Millionen Springer-Aktien geschenkt. Damals repräsentierten die Wertpapiere an der Börse einen Wert von mehr als 74 Millionen Euro.

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Doch Döpfner ist auch selbst im Wertpapiergeschäft sehr aktiv. Er hatte bereits 2006 damit begonnen, mit Aktien des norddeutschen Medienhauses seinen Wohlstand zu mehren. „Um unternehmerisches Selbstgefühl zu entwickeln, habe ich 2006 einen Kredit aufgenommen und zwei Prozent der Springer-Aktien gekauft. Da ich keinerlei Vermögen hatte, musste ich mich existenziell verschulden, aber ich wollte den unruhigen Schlaf des Unternehmers“, erklärte der 53-Jährige Mitte des Jahres in einem Interview mit der SZ.

Erst jüngst hatte Döpfner über seine Investmentgesellschaft Brilliant 310 weitere Springer-Anteile gekauft – für mehr als 13 Millionen Euro. Damit erhöhte der Geschäftsmann seine Beteiligung an dem Medienhaus um 0,26 Prozent. Blick man auf die Springer-Webseite, beziffert das Unternehmen aktuell den Anteil des Firmenchefs mit 3,2 Prozent. Legt man hier den aktuellen Börsenwert des Berliner Unternehmens mit rund 4,9 Milliarden Euro zugrunde, ist allein Döpfners Springer-Beteiligung rund 150 Millionen Euro wert – jedenfalls auf dem Papier.

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