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Ära Pauls endet: Express-Chefredakteur Carsten Fiedler übernimmt Kölner Stadt-Anzeiger

Peter Pauls (l.) wechselt beim Kölner Stadt-Anzeiger auf den Posten des Chefautors, Fiedler übernimmt die Chefredaktion
Peter Pauls (l.) wechselt beim Kölner Stadt-Anzeiger auf den Posten des Chefautors, Fiedler übernimmt die Chefredaktion

Der Kölner Stadt-Anzeiger bekommt einen neuen Führungskopf: Nach Informationen von MEEDIA wechselt Express-Chefredakteur Carsten Fiedler zum 1. Januar 2017 an die Spitze von DuMonts Abonnement-Zeitung und folgt dort auf den langjährigen Chef Peter Pauls. Wer das Boulevard-Flaggschiff übernimmt, ist noch unklar. Express und Stadt-Anzeiger sollen zudem zukünftig enger zusammenarbeiten.

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Fiedler ist erst seit Januar 2014 Chefredakteur beim Kölner Express. Er wechselte damals von der Rheinischen Post. Wie es aus Verlagskreisen heißt, war Fiedler nicht unbedingt die erste Wahl für den Posten beim Stadt-Anzeiger. Man habe bereits seit Monaten nach einem Nachfolger für Peter Pauls gesucht, der mehr als 40 Jahre lang für das Medienhaus arbeitet und nun nach sieben Jahren Blattmachen zurücktritt. Wie es heißt, soll er der Zeitung als Chefautor erhalten bleiben.

Zeitungsgruppe Köln Express Gesamt Mo-Sa

An der Spitze des Stadt-Anzeigers  sitzen damit nun zwei ehemalige Express-Macher. Ebenfalls 2014 versetzte der Verlag Rudolf Kreitz auf den Posten des stellvertretenden Chefredakteurs. Zuvor war er zehn Jahre lang oberster Blattmacher beim Express und wurde dort durch Fiedler ersetzt.

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Zeitungsgruppe Köln Abozeitungen Gesamt (Kölner Stadtanzeiger/Kölnische Rundschau)Mo-Sa

Wie das Unternehmen der Belegschaft mitteilte, sollen die beiden Titel zukünftig auch enger zusammenarbeiten. Wie genau Synergien aussehen können, ist noch nicht bekannt.

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Alle Kommentare

  1. Wenn Herr Pauls Zensor gespielt haben sollte – so wie etwa Claus Kleber vom ZDF -, müsste man darauf gefasst sein, dass wir tatsächlich von unseren großen und bislang seriösen Medienhäusern für dumm verkauft werden. Solche und ähnliche Vorkommnisse dürften einer neuen Partei und ihren Millionen Wählern ungewöhnlichen Auftrieb verschaffen – schaun mer mal am Sonntag nach Mecklenburg-Vorpommern, dem Stammbundesland unserer Kanzlerin…

  2. Pauls war zuletzt auch bei den eigenen Mitarbeitern umstritten. Aus Polizeimeldungen wurden ganze Absätze herauszensiert, in denen es um die äußere Beschreibung der Gesuchten ging, wenn diese Rückschlüsse zuließ, dass es sich bei den Tätern um Migranten oder Flüchtlinge gehandelt haben könnte. Damit betrieb er einen Kurs, der hart an der Strafvereitelung durch Irreführung der Öffentlichkeit bei schwersten Verbrechen wie brutalen Raubüberfällen u.a. auf eine Schwangere in Köln Ehrenfeld die Zeugensuche quasi verunmöglichte. Schon länger hatten weite Teile der Belegschaft die Faust in der Tasche.

    Es bleibt abzuwarten, ob damit beim Stadtanzeiger Schluss ist mit der Zensur… bei den Onlinern ist z.B. die umtriebige Frau Izabela Koza noch am Werk. Diese zensiert gerne mal alles, was nicht ihrer Meinung entspricht als „Hassrede“ (Hatespeech), macht sich über die eigenen Leser lustig und ist auch noch stolz auf ihre Zensurpraxis, Videointerview hier:

    http://www.lfm-nrw.de/service/veranstaltungen-und-preise/medienversammlung/medienversammlung-2016/video-ik.html

    Ich kann Herrn Fiedler nur einen großen Besen wünschen, beim Stadtanzeiger mal gründlich durchzukehren.

    1. uff… hab mir das video angesehen… meiner meinung nach darf man solche Ideologen nicht auf die Leser loslassen… das besiegelt den untergang der letzten zeitungen…

      1. Ich glaube nicht, dass die dieses Zensieren selbst gut findet. Wirkt eher so, als habe man ihr das dort auf diesem Seminar antrainiert und sie springt über das Stöckchen, das man ihr hinhält…

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