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Investment in ungenannter Höhe: Firefox-Entwickler Mozilla steigt bei Burda-Browser Cliqz ein

Anonym durchs Netz: Damit wollen Cliqz-Macher Jost Schwaner (l.), Jean-Paul-Schmetz und Marc al-Hames überzeugen
Anonym durchs Netz: Damit wollen Cliqz-Macher Jost Schwaner (l.), Jean-Paul-Schmetz und Marc al-Hames überzeugen

Seit März diesen Jahres versucht Hubert Burda Media datengierigen Webbrowsern etwas entgegenzusetzen. Mit Cliqz hat das Unternehmen einen Browser ins Rennen geschickt, der Nutzern anonymes Surfen ermöglichen soll. Während noch unklar ist, ob und wie das Produkt monetarisiert werden soll, vermeldet das Medienhaus nun einen weiteren Investor: Firefox-Entwickler Mozilla steigt als Minderheitsgesellschafter ein.

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Das Unternehmen aus Mountain View in Kalifornien beteiligt sich nach Burda-Angaben mit zehn Prozent an der Cliqz GmbH, über die Höhe des Investments werden keine Angaben gemacht. Ein Sprecher erklärt dazu: „Es handelt sich um eine strategische Investition in dem Sinn, dass es um die gemeinsame (Weiter-)Entwicklung von Technologie geht. Im Gegensatz etwa zu einem rein finanziellen Investment.“

Dabei wollen sich die Unternehmen auf die Entwicklung neuer Produkte im Bereich „Datenschutz bei der Suche im Internet“ konzentrieren. Im Schutz von User-Informationen sieht Cliqz seinen Vorteil gegenüber Wettbewerbern. Eine eigene Anti-Tracking-Technologie soll es Dritten unmöglich machen, an Daten des Nutzers zu kommen. Daten sollen nur anonymisiert erhoben werden. Cliqz will seinen Nutzern so ein kontrolliertes Surfen garantieren.

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Die zehn Prozent der Anteile, die zukünftig Mozilla hält, dürften von Burdas Anteilen abgehen. Bislang hielt die Holding Hubert Burda Media 80 Prozent am Technologieunternehmen. Die restlichen 2o Prozent verteilen sich auf die Cliqz-Geschäftsführer Jean-Paul Schmetz und Marc Al-Hames.

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Alle Kommentare

  1. Kann man nicht auch die Sourcecodes von Mozilla oder Erbringung von Programmier-Leistungen als Eigenleistung/Eigenanteil/Sach-Einlage oder so einbringen ? Sowas ist – in diesem speziellen Falle – vielleicht sehr viel interessanter als Geld weil deutsche Softwareprojekte bekannterweise so toll und gut und günstig und beliebt sind und Firefox täglich funktioniert.

    Firefox ist wohl der einzige Handy-Browser für Android, welcher auch PLUGINS hat ! Speziell am Amazon-FireTV usw. – welches man mit Maus/Tastatur benutzen kann wie normale Laptop-Browser – ist das vielleicht sehr nützlich.

    Evtl. gehen nicht alle Plugins welche am Desktop beliebt sind (Adblock(+), NoScript, Ghostery, uMatrix, Link-un-Shortener,…) oder dieser frische Firefox-Versions-Zwang macht ältere nützliche Plugins unbrauchbar, aber im Prinzip sind Plugins am Handy/Tablett/SmartTV aktuell immer noch ein deutliches Alleinstellungs-Merkmal.
    iOS hat wohl nur Anti-Werbe-Plugins oder Filter-Plugins glaube ich.

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