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Über 8 Mio. sehen olympische Final-Niederlage der Fußballer – Marktanteil über 40%

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Das olympische Fußball-Finale hat dem Ersten am vorletzten Rio-Tag beinahe noch einen neuen Rekord beschert. 8,25 Mio. sahen das Match im Durchschnitt - obwohl es durch Elfmeterschießen erst nach 1 Uhr nachts entschieden war. Der Marktanteil lag damit bei herausragenden 43,6%. "Wilsberg" holte trotz Sport im ZDF tolle 18,5% und bei den 14- bis 49-Jährigen gab es für RTL gute Prime-Time-Quoten.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Samstag wissen müssen:

1. Olympisches Fußball-Finale mit Fast-Rekord

8,25 Mio. sahen also die mehr als zweieinhalb Stunden des Finals Brasilien-Deutschland, das die Gastgeber schließlich im Elfmeterschießen für sich entschieden. Damit wurde der vier Tage zuvor vom Beach-Volleyball-Halbfinale aufgestellte Rio-Rekord nur knapp verpasst. 8,55 Mio. hatten die allerdings nur 15 Minuten von Laura Ludwig und Kira Walkenhorst gesehen. Zu einem früheren Zeitpunkt hätte das Spiel den Rekord sicher geknackt, denn in der ersten Halbzeit sahen teilweise sogar mehr als 9 Mio. zu. In Halbzeit 2 ging es in Teilen sogar unter die 8-Mio.-Marke herab, einige Fans waren also offenbar ins Bett gegangen. Erst das Elfmeterschießen mobilisierte noch einmal viele wach gebliebene TV-Zuschauer: Gegen 1.10 Uhr sahen für zwei Minuten wieder mehr als 9 Mio. zu.

2. Das Erste punktet auch mit Modernem Fünfkampf, Kanu und Mountainbike, DFB-Pokal holt gute Zahlen im Ersten und bei Sky

An die grandiosen Fußball-Quoten kam zwar kein anderes Olympia-Ereignis vom Samstag heran, doch den Wettbewerb im Modernen Fünfkampf sahen über den Tag verteilt im Durchschnitt 5,40 Mio. – wohl auch, weil die Entscheidung im Umfeld des Fußballspiels gezeigt wurde. Marktanteile von mehr als 30% gab es noch am frühen Nachmittag für die Kanu-Finals mit vielen deutschen Medaillen und für das Mountainbike-Rennen am Vorabend. Apropos Vorabend: Immerhin 4,37 Mio. (24,9%) sahen ab 18.05 Uhr den DFB-Pokal im Ersten – 24,9%. Bei Sky sahen am Nachmittag 370.000 Fans zu und sorgten für gute 2,9%.

3. ZDF holt mit „Wilsberg“ grandiose 18,5%

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Der schärfste Konkurrent der Olympia-Übertragungen hieß in der Prime Time ganz eindeutig „Wilsberg“. 4,81 Mio. sahen ab 20.15 Uhr die Wiederholung aus der Krimireihe – tolle 18,5%. „Der Staatsanwalt“ kam im Anschluss mit 3,33 Mio. auf nur noch solide 12,9%, er musste teilweise aber auch gegen das Fußball-Finale ran. Stärkster Privatsender war RTL: „RTL aktuell“ kam am Vorabend auf 2,08 Mio. Seher und 12,1%, in der Prime Time reichten dem Film „R.I.P.D. – Rest in Peace Department“ 2,07 Mio. und 7,9%, um die private Konkurrenz zu schlagen.

4. RTLs Free-TV-Premiere holt ordentliche Zahlen in der jungen Zielgruppe, Sat.1 überzeugt mit „Ratatouille“

Im Gesamtpublikum sahen die Quoten von RTLs Free-TV-Premiere „R.I.P.D.“ also überschaubar aus, doch bei den 14- bis 49-Jährigen gab es mit 1,09 Mio. Sehern immerhin recht gute 13,9%. Über dem Soll landete auch Sat.1 mit „Ratatouille“, das 850.000 auf 10,7% hievten, ProSieben blieb mit „2012“ hingegen bei blassen 8,4% hängen. Damit landete ProSieben nur knapp vor Vox, wo „Eclipse  Biss zum Abendrot“ 580.000 14- bis 49-Jährige mobilisierte und damit ordentliche 7,3% einfuhr. kabel eins kam mit „Navy CIS“ um 20.15 Uhr nur auf 3,1% und um 21.10 Uhr auf 4,3%, mit „Navy CIS: L.A.“ um 22.10 Uhr wenigstens auf 5,2%. Und bei RTL II versagten „Die Wollnys“ um 20.15 Uhr mit nur 3,5%.

5. NDR triumphiert mit „Schlagerfest“, BR mit „Königswalzer“ und mdr mit Eberhard Cohrs

Dass trotz Olympia auch deutlich überdurchschnittliche Prime-Time-Zahlen möglich waren, bewies nicht nur das ZDF, sondern auch einige Dritte der ARD: Das NDR Fernsehen begeisterte um 20.15 Uhr 1,26 Mio. mit dem „großen Schlagerfest“ und erkämpfte sich damit 5,0%. Im Bayerischen Fernsehen schalteten parallel dazu 1,01 Mio. (3,9%) den 61 Jahre alten Film „Königswalzer“ ein – und im mdr Fernsehen kam „Eberhard Cohrs – der Kleene für die große Komik“ auf 890.000 Zuschauer und 3,4%.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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Alle Kommentare

  1. “ Gegen 1.10 Uhr sahen für zwei Minuten wieder mehr als 9 Mio. zu. “
    Woher wissen die denn, das sie einschalten oder um-zappen müssen ? Solche Mechanismen scheinen ja keinen (auch anscheinend nicht die Werbe-Wirtschaft oder gar Sender-Verantworliche) zu interessieren.

    Per EPG-Einblendung oder Sprach-Untertitel könnte man sowas auch gut realisieren. Speziell wenn man auf PR-Konferenzen oder Events wartet und bis dahin lieber etwas anderes guckt !

    Davon abgesehen sollte man an die vielen Kommentare und auch öffentlichen TV-Aussagen erinnern in etwa „Fußball-Olympiade ist irrelevant“. Mit einer Olympia-Silber-Medaille hat man immer einen positiven Aufhänger auch wenn man in 40 Jahren im TV auftritt. Das ist nicht viel anders als ein Oscar oder Nobelpreis oder vielleicht noch Dschungelcamp-König. Sind hingegen „Echo/Bambi/goldene Henne/Grimme/Cebit-Startup/IFA/Höhle-der-Löwen/…“-Preisträger vom letzten/vorletzten/vorvorletzten/… Jahr sehr viel werbe/image-wirksamer als „Container-BigBrother/DSDS/…-Teilnehmer an den sich kaum noch wer erinnern kann ?“

    Denn man hat weltweit gegen alle anderen ehrlich gewonnen oder ist zumindest zweiter oder dritter geworden und somit also keine überbezahlte Leistungs-Lusche oder Schulden-Maximierer oder Pensions-Pöstchen-Zilliarden-Boni-Mismanager mit tausenden verlorenen Jobs. Man hat also wirklich ehrlich was geleistet.

    Ähnliches hiess es durchgängig und einhellig über Mobil-Werbung: „Handy/Tablett-Werbung ist irrelevant. Am kleinen Display kann man keine Werbe-Einnahmen generieren.“ Facebook hat hingegen schnell das Gegenteil bewiesen und ich glaube 60% der Umsätze sind Mobil-Werbung während die Verlage/Websites den Rückgang der Desktop-Nutzung zu spüren kriegen und Brexit und Adblockern die Schuld geben.

    Ich glaube bei Sport-1-Doppelpass meinte einer kurz nach der Fußball-Europameisterschaft, man müsste die Vereine abklappern und darum bitten, Spieler für Olympia abzugeben. Die Motivation wäre nicht so hoch. Tja. Schade das die Presse Verweigerer-Vereine nicht benennt und kritisiert und offiziell schriftlich und im Internet inclusive Antwort die Sponsoren anfragt, damit die Vereins-Sponsoren dafür sorgen, das die Olympia-Mannschaft ab sofort ihre Spielerwünsche erfüllt kriegt. Wie üblich kann man dann ein Jahr lang oder so ein Logo benutzen (als Sponsor und Verein) und vielleicht Teilnehmer (auf dem Spielerhemd oder Kappi oder Krawatten-Nadel,…) das man bei der Olympia einen oder mehrere Teilnehmer hingeschickt hat.
    Oder halt die Medaille ans Revers heften aber man kriegt ja nicht immer eine.

    Das seit Jahrzehnten immer mehr verarmte Volk honoriert Leistung und Ehre oder Ehrlichkeit. Das erkennt man an den meisten endgültigen Siegern von Dschungelcamp oder Promi-Big-Brother.

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