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Facebook-Traffic: US-Verlage beklagen massive Einbrüche nach Algorithmus-Veränderung

Facebook überarbeitet mal wieder die Kriterien für seinen Newsfeed: Nun sollen langsame Websites abgestraft werden
Facebook überarbeitet mal wieder die Kriterien für seinen Newsfeed: Nun sollen langsame Websites abgestraft werden

Die Veränderungen, die Facebook an seinem News Feed durch Anpassung des Algorithmus vorgenommen hat, zeigen Wirkung. Wie der Internet-Marktforscher SimilarWeb ermittelt hat, haben amerikanische Verlage wie die New York Times, Time Magazine, aber auch US-Angebote von Axel Springer im Juli zweistellige Traffic-Einbußen hinnehmen müssen.

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Das goldene Facebook-Zeitalter scheint zu Ende zu gehen – für Medientreibende. Was Verlage nach den zahlreichen Veränderungen im News Feed-Algorithmus befürchtet haben, scheint sich nun zu bestätigen: Der durch Artikel-Posts im weltgrößten Social  Network erzeugte Traffic bricht ein.

Wie der Internetdaten-Analysedienst Similar Web ermittelt hat, mussten Internet-Angebote von Medienunternehmen in den USA im zweiten Quartal im Vergleich zum Dreimonatszeitraum zuvor deutlich abfallende Besuche durch Facebook hinnehmen.

Zweistellige Traffic-Einbrüche des Facebook-Traffics

So gingen die durch Posts bei Facebook generierten Zugriffe bei der New York Times und Time um 25 Prozent zurück, während die US-Angebote von Axel Springer wie Business Insider laut SimilarWeb um 38 Prozent weniger Facebook-Traffic erhalten hätten, berichtet Fortune.  Während CNN Facebook-Einbußen von 33 Prozent zu verzeichnen hatte, musste das Finanzportal TheStreet.com gar um 52 Prozent schwächere Zugriffe verkraften.

Zwar bezieht sich die Similar Web-Erhebung auf den erzeugten Traffic durch Facebooks Desktop-Angebot, doch nur mit der immer größeren Mobilnutzung des weltgrößten sozialen Netzwerks ist der Traffic-Einbruch durch Facebook-Posts kaum zu erklären, zumal es sich um einen Vergleich vom ersten zum zweiten Kalenderquartal dieses Jahres handelt.

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Sinkende Sichtbarkeit von Seiten-Posts, um höhere Werbeerlöse durch Sponsored Posts zu erzielen?

Vielmehr scheinen die im Frühjahr angekündigten erneuten Anpassungen des News Feed-Algorithmus deutlich Wirkung zu zeigen.  Die Posts von Freunden – also Fotos, Videos, Status Updates und geteilte Links –, werden nun höher gerankt, während die Beiträge von Pages im Newsfeed zurückgestuft werden.

„Wir erwarten, dass sich die Sichtbarkeit von Posts und der dadurch erzeugte Traffic für einige Seiten verringert“, hatte Facebook selbst eingeräumt. Genau das scheint nun der Fall zu sein.

Wie man der schwindenden Sichtbarkeit im News Feed entgegenwirken kann, ist dagegen hinlänglich bekannt – nämlich mit dem Sponsern eines Posts. Das ist am Ende des Tages schließlich Facebooks Geschäftsmodell: möglichst viele Werbe-Dollars und -Euros einzusammeln.

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