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ZDFkultur: Ende September ist (jetzt aber wirklich) Sendeschluss

Am 30. September stellt ZDFkultur den Sendebetrieb ein.
Am 30. September stellt ZDFkultur den Sendebetrieb ein.

Das Ende einer beinahe unendlichen Geschichte: Bereits 2013 kündigte ZDF-Intendant Thomas Bellut an, den Spartenkanal einzustellen. Nun ist es wirklich soweit: ZDFkultur sendet am 30. September zum letzten Mal. Den endgültigen Sendeschluss bestätigte eine ZDF-Sprecherin.

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Dreieinhalb Jahre. So lange sendete ZDFkultur das „Wiederholungs- und Schleifenmodell“, das Thomas Bellut damals anordnete, um die von der Politik geforderten Sparmaßnahmen zu Beitragsstabilität umzusetzen. Während er den ZDF-Fernsehrat und die Bundesländern zugleich darum gebeten hat, den Kultursender einzustellen. Nun ist es soweit: Am 30. September stellt ZDFkultur den Sendebetrieb ein, wie eine Sendersprecherin gegenüber dem Branchendienst DWDL bestätigt hat.

Um 23.55 Uhr wird der Kultursender von ZDF vom Netz genommen. Ein Knall zum Abschied? Ist nicht zu erwarten: In bester „Wiederholungs- und Schleifenmodell“-Manier beschließt der Sender mit alten „Hitparaden“-Ausgaben und der Musik-Show „Disco“ aus dem Jahr 1984 seine nur knapp fünf Jahre andauernde (Start: Mai 2011) Sendezeit. Bereit vor dem Abschied schien das Programm von ZDFkultur etwas aus der Zeit gefallen, viele Programmwiederholungen und aufgewärmte Show- und Film-Klassiker statt wirklich neue Produktionen (wie etwa „Roche & Böhmermann“) dominierten den Sendeplan – die innovativen Formate überließ man etwa den Kollegen von ZDFneo.

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Das Ende (war und) ist daher nicht besonders überraschend: Schon 2013 lag der Marktanteil im Jahresdurchschnitt bei 0,1 Prozent. Auf denselben Wert kommt der Kulturkanal auch in der Zielgruppe. Im April diesen Jahres lag der Marktanteil von ZDFkultur immerhin bei 0,5 Prozent. Von einer Erfolgsgeschichte kann trotzdem nicht die Rede sein.

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Alle Kommentare

  1. man sollte den sender zusammen mit der ard in in sport/fußballsender umwandeln, damit die eigentlich öffentlich-rechtlichen sender wieder ihre eigentlichen aufgaben erfüllen können…dann könnte man vielleicht auch etwas von der schach-bundesliga berichten. aber sport, wo es ums denken geht, ist wohl in diesem lande nicht gefragt…

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