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„Waffen auf Damenklos“ – Trump-Anhänger halten bizarre Fake-Kampagnen für echt

Die US-Show „Triumph’s Summer Election Special 2016“ hat Trump-Anhängern Fake-Kampagnen ihres Kandidaten aufgetischt
Die US-Show "Triumph's Summer Election Special 2016" hat Trump-Anhängern Fake-Kampagnen ihres Kandidaten aufgetischt

Waffen auf der Damentoilette, Abschiebe-Fallen getarnt als Dixi Klos und mehr: Die Show zum US-Wahlkampf "Triumph's Summer Election Special 2016" beim US-Streaminganbieter Hulu hat Trump-Anhängern sechs bizarre Fake-Kampagnen von Präsidentschaftskandidat Donald Trump aufgetischt – und teilweise schiere Euphorie unter den Teilnehmern ausgelöst.

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Als Meinungsumfrage in einem Marktforschungsinstitut getarnt, präsentierte das Team um Robert Smigel – Bauchredner und Erfinder von „Triumph, the Insult Comic Dog“, der durch Auftritte bei US-Talkmaster Conan O’Brien bekannt wurde, einer Handvoll Trump-Anhängern sechs bizarre Fake-Kampagnen. Für den ersten Lacher sorgte eine Teilnehmerin schon in der Vorstellungsrunde: „Ich mag Trump, weil er einen Plan hat.“ Natürlich nur die Spitze des Trump-Berges: Das 15-minütige Segment des Wahlkampf-Spezials von US-Streamingdienst Hulu (s. Video unten) löste regelrechte Lachsalven aus. Dass die Trump-Anhänger die Fake-Wahlwerbespots von US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump teilweise tatsächlich ernst nehmen, ist aber auch ein bisschen unheimlich.

1. Waffen auf der Damentoilette

Der Fake-Wahlkampfspot: Trump ist dafür, dass Transgender-Personen die Toilette benutzen dürfen, auf der sie sich am wohlsten fühlen. Heißt aber: Auch Männer würden die Damentoilette benutzen. Die Lösung: In allen amerikanischen Damentoiletten werden Waffenschränke aufgestellt, die Pistolen mit Ketten gesichert. Und Frauen fühlen sich endlich wieder sicher.

Die Reaktionen: Überwiegend positiv. Heutzutage sei das schon nötig, meinen die meisten Trump-Anhänger. Einziger Haken: Aufgrund des Schranks sei der schnelle Waffenzugriff eher schwierig. Baseballschläger würden es ja auch tun.

2. Ist Hillary Clinton in Wirklichkeit ein Mann?

Der Fake-Wahlkampfspot: Trump vermutet, seine Kontrahentin Hillary Clinton hat etwas zu verbergen. Und zwar ihr wahres Geschlecht. Klar, eigentlich sei das egal – immerhin habe man mit Barack Obama schon eine Präsidentin gehabt. Aber: Hillary sollte mit offenen Karten spielen!

Die Reaktionen: Da müssen auch die Trump-Anhänger schmunzeln. Nicht, weil es hirnrissig klingt. Es beweist (mal wieder), was für einen tollen Humor Trump habe. Fazit: Der Masse würde es bestimmt gefallen. Und mal ehrlich: Wenn Clinton schon nicht die Wahrheit über die Bengasi-Einsätze sagen könne, dann solle sie bitte Auskunft über ihr Geschlecht geben!

3. Unsichtbare Elektrozäune und Schock-Schmuck gegen Einwanderer

Der Fake-Wahlkampfspot: Die Bauzeit der riesigen Mauer, die Trump um die USA ziehen will und illegale Einwanderer ausgrenzen soll, liege bei etwa einem Jahr. Ein clever konstruierter Elektrozaun, der aufgrund seines Designs unsichtbar ist, könnte daher eine Vorablösung sein. Als Ergänzung lassen sich auch Schockhalsbänder verkaufen. Der Clou: Sie sind als Schmuck getarnt.

Die Reaktionen: Eine großartige Idee. Aber auch hier sehen die Trump-Anhänger wieder einen Haken: „Die Mexikaner“ würden bestimmt einen Weg finden, sich von dem Schock-Schmuck zu befreien und diesen auch noch zu verscherbeln. Auf der eigentlich guten Grundidee müsse man daher noch einmal rumdenken.

4. Dixi Klos als Abschiebe-Fallen

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Der Fake-Wahlkampfspot: Von dem Ruf der Natur ist natürlich niemand gefeit. Trumps genialer Einfall: Dixi Klos an Grenzübergängen aufstellen – die sich, sobald jemand eintritt, von außen verriegeln. Illegale Einwanderer könnten dann einfach wieder zurück in ihr Land gefahren werden.

Die Reaktionen: Ja, mit dieser Idee lässt sich arbeiten. Ein Trump-Anhänger hält das Unterfangen sogar für visionär – immerhin hätte auch niemand an den Erfolg des Smartphones geglaubt. Aber natürlich gibt es auch hier konstruktive Kritik: Man müsse den Verriegelungs-Mechanismus optimieren. Man will ja nicht selbst eingesperrt werden.

5. Häuser als Abschiebe-Fallen

Der Fake-Wahlkampfspot: Es wisse ja jedes Kind, dass illegale Einwanderer vor allem als Reinigungskräfte in amerikanischen Haushalten tätig sind. Warum sollte man sie dann nicht mit ihren eigenen Waffen schlagen? Trump will zu reinigende Häuser aufstellen, die sich – wie das Dixi Klo – automatisch verriegeln und über die Grenze geschafft werden können. Und das Beste: Die Abschiebe-Fallen werden dann in Mexiko wieder als Wohnraum verkauft. „Wir machen so viele Pesos, dass ihr von Pesos genug habt.“, verspricht Trump.

Die Reaktionen: Was. Für. Eine. Geile. Idee! Da ist sich die Runde einig. Aber: Die Häuser sollten wieder zurück in die USA – sonst hätten ja nur die Mexikaner einen Nutzen davon…

6. Abtreibung als Geschäftsmodell

Der Fake-Wahlkampfspot: Viele Amerikaner fahren nach Mexiko, um Abtreibungen vorzunehmen. Das geht gar nicht – diese Jobs gehören Amerikanern! Trump will daher Abtreibungszonen in ökonomisch wie sozial schwachen Staaten einführen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Die Kliniken sollen dabei nicht nur wie Casinos aussehen: Für jede Abtreibung gibt es 25 Spielchips und einen Gratis-Milchshake.

Die Reaktionen: Obwohl Abtreibungen besonders für konservative ein Tabuthema sind, können sich die Trump-Anhänger für den Vorschlag begeistern. Der Wirtschaft würde es gut tun. Und Sinn mache es sowieso. Immerhin würden in sozial schwachen Städten auch mehr abgetrieben werden…

 

(via @tknuewer)

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Alle Kommentare

  1. Und die Kanzlerin Merkel hat die Zuwanderer für Fachkräfte gehalten – was ist wohl bizarrer?

    1. Hier ist wieder mal ein Trittbrettfahrer am Wirken, der mein Pseudonym benutzt. Der Eintrag stammt also nicht von mir. Allerdings kann ich diesmal über den Merkel-Witz sogar lachen, weil er die Situation in Deutschland, genauer gesagt, die Lügen des staatlichen und medialen Propagandapparats ganz gut aufs Korn nimmt. Wobei ich allerdings glaube, dass Merkel durchaus bewusst ist, wen sie da im Auftrag der Großkonzerne ins Land holt. Ihr Ziel ist es wohl, deutsche Arbeitnehmer unter Druck zu setzen und so ein Lohndumping einzuführen. Meine Bitte an den Kommentator oben erwähnter Zeilen: Verwenden Sie doch bitt künftig ein eigenes Pseudonym.

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