Anzeige

Er soll sich wie ein ernsthafter Kandidat benehmen: Chefredaktion des Wall Street Journal stellt Trump ein Ultimatum

US-Präsident Trump:  Erhitzte Debatte um Alternative Facts und Fake News
US-Präsident Trump: Erhitzte Debatte um Alternative Facts und Fake News

US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump kann nicht mal mehr mit der Unterstützung der konservativen Murdoch-Medien rechnen, wie das Wall Street Journal (WSJ) zeigt. In einem Editorial ging die Chefredaktion näher auf Trumps Kandidatur ein und appellierte an den umstrittenen Republikaner: Er soll seine Arbeit ernst nehmen oder die Kampagne beenden.

Anzeige
Anzeige

„Trump hat sich von seiner Partei entfremdet“, schreibt die Chefredaktion im Editorial. Seine Kampagne sei nicht ernst zu nehmen. Sollten es die Republikaner nicht schaffen, ihren Spitzenkandidaten bis zum wichtigen Labor Day unter Kontrolle zu bringen, sollten sie seine Nominierung „abschreiben“ und sich darauf konzentrieren, die republikanischen Plätze im Abgeordnetenhaus und Senat zu sichern. Obwohl noch mehr als 80 Tage Zeit sind, würde sich Trumps Zeitfenster für einen „Turnaround“ bereits schließen.

In Richtung Trump schreibt das WSJ (Paid) weiter, dass er sich wie jemand benehmen soll, der wirklich „President of the United States“ werden will. Oder er soll seine Kandidatur zurückziehen und das Feld dem Republikaner Mike Pence überlassen.

Anzeige

Auf das vom WSJ gestellte Ultimatum und das Editorial der Chefredaktion hat Donald Trump bislang noch nicht reagiert. Stattdessen machte der Kandidat erneut Schlagzeilen damit, wie er seine demokratische Gegenkandidatin Hillary Clinton öffentlich attackierte. Auf einer Veranstaltung sagte er, Clinton wolle die „Merkel Amerikas“ werden, was aus Trumps Perspektive mit Blick auf die Flüchtlingskrise eine Gefahr darstellt. „Unser Land hat genug Probleme. Wir brauchen nicht noch weitere“, so Trump weiter. Darüber sprach er Clinton, die „körperlich und geistigen“ Fähigkeiten ab, im Kampf gegen den Islamischen Staat agieren zu können.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Donald Trump wird mir von Tag zu Tag sympatischer. Und was wichtig ist;
    er hat Recht. Recht, mit dem, was er über Deutschland und A. Merkel sagt.
    Und Recht mit seinen Befürchtungen über Clinton.
    Ich hoffe trotz aller Widerstände, dass er der nächste Präsident der USA
    wird.

  2. Musste Hillary nicht zurück-treten vom Aussenminister-Amt, weil sie einen Schlaganfall hatte ? Das hätte schon vor der Kandidatur Thema sein müssen.

    Davon abgesehen wird hier ja recht offen zugegeben, das Wallstreet-Journal berichtet, was die Herausgeber-Familie will. Warum soll das hier in Deutschland also anders sein: Lokale Themen neutral, Welt-Themen neutral, aber natürlich Bundes-Themen im Sinne der Herausgeber-Familie ? Man kauft keine Neo-Liberale Zeitung um zu hören das der Mindestlohn gut ist. Man kauft keine Linke oder Rechte Zeitung um zu hören was man hören will: „Echo-Box/Halle/Raum“… Wer zu McDonalds oder Starbucks geht, kriegt kein vom Arzt/Gesundheits-Berater selektiertes Essen also wohl meist Fettig und Süß und falls es dort Alkohol gibt auch das.

    http://www.golem.de/news/netzsperren-hollywood-plante-offenbar-rufmordkampagne-gegen-google-1507-115467.html

    Und plötzlich kommt ein neuer Kandidat aus dem Hut gezaubert. Erinnert an Simpsons und diese Vereinigungen wo Mr. Burns Mitglied ist und die Erz-Bösen sich treffen um die Verbesserung zu verhindern.
    Es sollte ja wohl klar sein, das nur der zweite Kandidat des Vorwahl-Kampfes (Name vergessen oder war es Mike Pence?) – falls überhaupt – Trump ersetzen dürfte und nicht irgendwer der vom Hinterzimmer präsentiert wird. Oder Trumps Fall ist schon eingeplant und Murdoch testet Namen von Kandidaten durch.
    Evtl. hat Reagan nur das Wirtschaftswachstum von Jimmy Carter geerbt welcher evtl. auch durch – vielleicht passend platzierte – Geschichten über seinen Bruder abgewählt wurde. Leider habe ich auf die schnelle den passenden Spiegel-Artikel (ich glaube von 19 89) nicht mehr gefunden.

    Wann ist Anmeldeschluss ?
    „80 Tage“ (aus dem News-Text) bis wann ? Präsidentenwahl ?
    Wieso muss man die Abgeordneten überzeugen ? Sucht FC-Bayern München (===erfolgreich und wohl sogar noch schuldenfrei) den Trainer so aus, was die Spieler wollen ? Na also.

    Das Wall-Street-Journal (oder auch die Deutsche Leistungs-Qualitäts-Presse) haben uns also:
    – vor dem Flüchtlings-Strom gewarnt. Den gabs ein halbes Jahr vorher in Asien.
    – vor der Nullzins-Politik gewarnt. Nach dem Krieg gabs schon mal Null-Zins !
    – vor der Lehmann-Krise gewarnt. Knapp 1 Jahr vorher wurde schon die Immobilien-Überhitzung kritisiert.
    – vor dem neuen Markt gewarnt ? Jede Party geht mal vorbei.
    – auf den Ostblock-Fall und gigantische Investment-Möglichkeiten vorbereitet ? Parteien verteilen sogar schon Pöstchen auch wenn sie dann doch abgewählt werden und sind somit schlauer.
    – vor dem Ölpreis-Schock gewarnt ?
    – vor der großen Depression/BlackFriday/1929(?) gewarnt ?

    Ich glaub eher, der Film mit Leonardo di Caprio beschreibt die Wall Street (und ich glaube auch „5th Avenue“ kam öfter vor) und wie sie auf Kosten der Gemeinschaft leben und das kleine Volk zum Profit in den Krieg schicken und das schon 1800 oder von wann der Film spielt.

    Was hier auch ignoriert wurde sind die (fast schon Linken und teilweise protektionistischen) Forderungen von Trump beim Parteitag.
    Und wenn Trump nicht mehr immer nur „Hillary give us the 30.000 emails“ wiederholt, überfordert das eine Presse welche auf die nächsten Folgen von Homeland oder Game of Thrones warten ?

    Wenn Trump immer wieder was neues bringt ist das viel weniger langweilig. Learn it establisment-Presse und Establishment-Politiker.
    Sein Marketing-Team ist also vielleicht sehr viel besser und abwechslungs-reicher als die Werbe-Agenturen der meisten hiesigen Parteien welche uns immer einen ganzen Wahlkampf lang mit denselben Sprüchen nerven oder Wahlspots welche teilweise oft nur von den Delegierten verstanden werden und nicht unbedingt vom kleinen Wahlbürger… An rot-grün: Wir warten immer noch auf bezahlbares Breitband bundesweit. Aber die Presse hat es wohl längst vergessen.

    Wer wurde von mehr Leuten zum Kandidaten gemacht: Merkel mit 500(?) Delegierten oder Trump von wie vielen US-Direkt-Wahl-Bürgern ? Wieso kann man nicht (Trivial-Programmierung) die Kandidaten hier auch selber wählen am Tablett und (für Leute ohne Internet) per 0800-Call beim Parteitag ? DSDS oder Dschungelcamp basieren doch auf TED/TeleVote/SMS-Abstimmungen oder wie das aktuell heisst…

    Und das Trump Safe-Zones für die Flüchtlinge fordert, wird auch ignoriert. Die sollen aus den Nachbar-Ländern ihre Länder direkt vor Ort zurück-erobern. Keine Flüchtlings-Ersparnisse an Schieber. Viel weniger Kosten hier. Keine Tausenden Toten auf der Flucht. Die Idee hätte schon Merkel damals durchsetzen müssen. Halb so teuer. Doppelt so gut für alle. Und auch noch weniger Verhandlungs-Basis für Erdogan. Das wäre wohl zu einfach für die Edel-Federn und ständigen Talkshow-Besucher gewesen.

    1. Warum auch nicht? Er liefert ja auch täglich neue Nahrung und bewirbt sich ernsthaft auf eines der mächtigsten Ämter der Welt. Wenn das kein Gebet … äh … keine Meldung wert ist …

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*