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Gegen die „Klickdatur“: Blendle feiert eine Million Leser und kündigt neuen „Premium Feed“ an

Blendle-Gründer Alexander Kloepping
Blendle-Gründer Alexander Kloepping

„Wir brauchten zwei Jahre, drei Monate und fünf Tage“: Mit dieser stolzen Aufzählung beginnt Blendel-Gründer Alexander Klöpping sein Posting, in dem er verrät, dass es dem Startup gelungen ist, die psychologisch wichtige Schwelle von einer Million Lesern zu überspringen. Dabei inszeniert er Blendle als Gegenentwurf zur sonst im Internet geltenden „Klickdatur“.

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Denn die Plattform sei ein Ort für den besten Journalismus, der die Menschen eben nicht dazu verführt, auf etwas zu klicken, „nur um herauszufinden, dass es billiger ‚Content’ ist, der nur dazu da ist, sie zu empören oder zu zerstreuen“.

Blendle erlaubt es den Leser von fast allen Qualitätszeitungen und –Magazinen einzelne Texte zu kaufen und diese bei Missfallen wieder zurückzugeben. Dazu punktet das Startup vor allem mit einem täglichen Newsletter, der im allerfeinsten Clickbaiting-Duktus die besten Print-Artikel des Tages anpreist. So begeistert sich die Gründer zu ihrem Erfolg äußern, so zurückhaltend bewerten viele Verlagsmanager das Potential der Plattform. Offenbar sind die über Blendle generierten Einnahmen noch kein großer Faktor in der Verlags-Bilanz.

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Neben dem Stolz auf das bislang Geleistete, kündigt Klöpping auch einen neuen personalisierten „Blendle Premium Feed“ an. Er soll in den nächsten Monaten ausgerollt werden. Das Ziel sei es, mit dem neuen Angebot, „den  interessantesten, packendsten und informativsten Newsfeed zu gestalten. Ein Stream kuratierter Geschichten, handverlesen von unserem Journalisten-Team“, schreibt er. „Algorithmen helfen uns dabei, die Geschichten für jeden Nutzer und jede Nutzerin zusammenzustellen, zugeschnitten auf die einzigartigen Interessen aller Leser*innen. In den vergangenen Monaten hat ein Team aus einem Dutzend Datenforschern und Journalisten einen Algorithmus gegen die Filter-Bubble gebaut.“

Gerade der letzte Satz dürfte wohl als klare Kritik und – irgendwie auch – Kampfansage an Facebook verstanden werden.

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