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„Ich spreche nicht mehr mit der Sun“: Klopp boykottiert Boulevard-Blatt, um Spieler zu schützen

Liverpool-Trainer Jürgen Klopp
Liverpool-Trainer Jürgen Klopp

Jürgen Klopp und die Presse – das ist nicht immer eine leichte Beziehung. Schon als Trainer von Mainz 05 und Borussia Dortmund arbeitete sich der Coach nach Niederlagen gerne mal an dem nächstbesten Reporter und dessen vermeintlich dummen Fragen ab. Jetzt ging der er jedoch einen Schritt weiter. Mit der Sun will Klopp grundsätzlich nicht mehr sprechen. Der Grund sind – möglicherweise – Enthüllungen über Eheprobleme des kroatischen Verteidigers Dejan Lovren.

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Warum Klopp nicht mehr mit Boulevard-Zeitung reden will, ist tatsächlich nicht ganz klar. In der Pressekonferenz nach einem 4:0-Testspielsiege gegen den FC Barcelona begründete der Coach seinen Boykott mit „Dingen, die in den nächsten Tagen oder Wochen passieren“. Dabei bezieht sich der Trainer offenbar auf eine geplante Sun-Story, von der er vorab erfahren hat.

Zuvor hatte sich der Deutsche geweigert, eine Frage des Sun-Reporters zu beantworten. Sein Abfuhr an den Journalisten: “Sie können zuhören und schreiben, was sie wollen.“

Wenig später ging eine exklusive Sun-Story online, auf die sich Kopp möglicherweise bezogen haben könnte. So berichtete die Boulevard-Zeitung, dass der kroatische Nationalspieler Dejan Lovren nicht zur EM gefahren sei, um mit seiner Frau gemeinsam in den Urlaub machen zu können, um so seine Ehe zu retten. Angeblich hatte die Frau ein Verhältnis mit einem Jugendfreund.

Wie die englische Presse mit solchen Fällen umgeht, zeigt beispielsweise die Überschrift der Daily Mail. Die titelte: „Gehörnter 16.000-Pfund-pro-Woche Liverpool-Star kommt dahinter, dass seine Frau eine Affäre mit einem 200-Pfund-pro-Monat Forstarbeiter hat.“ Der Tweet zur Sun-Story ist ähnlich hart.

Mit der Sun hat sich Klopp aus strategischer Sicht allerdings ein einfaches Opfer gesucht. Seit der harten und damals teils unwahren Berichterstattung über die Hillsborough-Katastrophe aus dem Jahr 1998 hat das Murdoch-Blatt in Liverpool und dem Umland der Metropole einen schweren Stand. Die Fans dürften es demnach durchaus goutieren, dass sich der Anhänger-Liebling Klopp jetzt auch noch mit der verhassten Sun anlegt, um einen seiner Profis zu schützen.

Grundsätzlich hört bei Klopp, wenn es um private Gerüchte geht, der Spaß auf. Die meisten Journalisten in Dortmund erinnern sich noch heute gut daran, wie wütend der Coach auf einer BVB-Pressekonferenz im April 2015 reagierte, nachdem er in eigener Sache auf Spekulationen über sein Privatleben angesprochen war.

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Alle Kommentare

  1. „Hart“ ist ein lächerlicher Euphemismus für die jahrzehntelange Hetze dieser widerlichen minderhirnigen Brandstifter. Folgen für die Menschen egal, Hauptsache man kann Kohle damit machen.

    Es ist auch unangemessen, dies in den Zusammenhang „Jürgen Klopp und Presse“ zu stellen. Es handelt sich nicht um Presse, jedenfalls nicht in unserem Sinne. Diese Bier- und sonnengeröteten geistigen Skinheads verstoßen gegen jeden einzelnen Grundwert, den man mit sehr guten Gründen damals – mit britischer Hilfe – für die Presse in Deutschland festgelegt hat.

    Mögen Sie direkt neben dem Göbbelsjupp in der Hölle landen und mit ihm verrotten.

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