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Noch ein Interessent für Unister-Portale: Finanzen-Verlag liebäugelt mit Börsennews.de

Börsennews.de im Blick: Finanzen Verlag-Macher Frank Werner denkt laut über einen Erwerb des Unister-Portals nach
Börsennews.de im Blick: Finanzen Verlag-Macher Frank Werner denkt laut über einen Erwerb des Unister-Portals nach

Die Liste der möglicher Käufer für Teile der Unister-Gruppe wird immer länger. Nach dem bereits ProSiebenSat.1 und Holdidaycheck Interesse an dem insolventen Unternehmen der Leipziger-Firmengruppe zeigen, ist auch der Münchener Finanzen-Verlag nicht abgeneigt. Dabei schielt Firmenchef Frank Werner auf den Web-Ableger börsennews.de.

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Von ProSiebenSat.1 bis Holidaycheck: Immer mehr Unternehmen bekunden öffentlich ihr Interesse, Teile der Leipziger Unister-Gruppe zu schlucken. Jetzt hat sich auch der Münchener Finanzen-Verlag (Euro, Euro am Sonntag) eingeschaltet. Das Unternehmen meldet ebenfalls Interesse an – allerdings nur an dem Internetportal börsennews.de. „Wenn die Investmentbank Macquarie zu dem Ergebnis kommt, dass das komplette Unister-Paket nicht an einem einzelnen Erwerber verkauft werden kann, sondern für einzelne Investoren aufgeschnürt werden muss, würden wir uns börsennews.de gegebenenfalls anschauen“, sagt Firmenchef Werner gegenüber MEEDIA.

Börsennews.de weist laut AGOF digital facts Februar 2016 monatlich rund 400.000 Unique User aus. Das Webdienst ist Teil des Venture-Arms von Unister, zudem unter anderem Portale wie auto.de, myimmo.de und news.de gehören. Noch kurz vor dem Zusammenbruch der Leipziger Holding hatten die tödlich verunglückten Firmengründer Thomas Wagner und Oliver Schilling das Portal geld.de veräußert. Erwerber war der Wiesbadener Finanzdienstleiter JDC. Er soll den Online-Anbieter damals angeblich für einen zweistelligen Millionenbetrag übernommen haben.

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Erst gestern hatte ProSiebenSat.1-Chef Thomas Ebeling öffentlich nicht ausgeschlossen, Unister zu kaufen. Derzeit würde der Münchener TV-Konzern die Vor- und Nachteile einer Übernahme diskutieren, hieß es. Auch der Unister-Rivale Holidaycheck hatte auf MEEDIA-Nachfrage bestätigt, sich für den Erwerb von Unternehmen aus dem weit verzweigten Web-Reich der Leipziger zu interessieren. Lediglich Axel Springer winkt ab. Das Berliner Medienhaus hat weder am gesamten Unternehmen noch an einzelnen Teilen Interesse, erklärte eine Firmensprecherin vor einigen Tagen auf Meedia-Anfrage.

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