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ProSiebenSat.1 steigert Umsatz um 15 Prozent und verdient schon 44 Prozent außerhalb des TV-Geschäftes

ProSiebenSat.1-Vorstandschef Thomas Ebeling
ProSiebenSat.1-Vorstandschef Thomas Ebeling

Die ProSiebenSat.1 Group scheint von einer Medienkrise nichts zu spüren, sondern marschiert weiter auf Wachstumskurs. So steigerten die Münchner im zweiten Quartal ihren Umsatz um 15 Prozent auf 886 Millionen Euro. Das operative Ergebnis legte um 7 Prozent auf 254 Millionen Euro zu. Für den bereinigten Konzernüberschuss bedeutet dies ein Zuwachs um 8 Prozent auf 133 Millionen.

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Besonders interessant: Der Konzern macht bereits 44 Prozent seiner Umsätze außerhalb des TV-Geschäftes. Im Vorjahr machten die Einnahmen, die vor allem auf die Digital- und Web-Offensive der Münchner zurückgehen noch 37 Prozent des Umsatzes aus. Bis Ende 2018 will das Management diesen Wert auf 50 Prozent steigern – einer der Gründe, warum die Fernsehgruppe als heißer Kandidat für die Übernahme der insolventen Unister-Portale gehandelt wird.

„Wir haben den Umsatz im zweiten Quartal um 15 Prozent gesteigert und unseren Wachstumskurs damit erfolgreich fortgesetzt. Gleichzeitig sind alle Segmente profitabel gewachsen“, kommentiert der Vorstandvorsitzende Thomas Ebeling. „Auch für die zweite Jahreshälfte sind wir optimistisch. Die Prognosen für den Arbeitsmarkt sind weiterhin positiv, das Konsumentenvertrauen ist nach wie vor stark. Zudem profitieren wir davon, dass wir unsere Gruppe in den vergangenen Jahren über eine erfolgreiche Diversifikations- und M&A-Strategie konsequent ausgebaut haben. Das zahlt sich zunehmend aus. Insbesondere Verivox und etraveli, unsere bisher größten Akquisitionen, haben im ersten Halbjahr einen attraktiven Wachstumsbeitrag geleistet.“

Für das Wachstum war tatsächlich überwiegend die Digitalsparte verantwortlich. Die Zuwächse im deutschen TV-Werbemarkt (Segment Broadcasting German-speaking) lagen im zweiten Quartal nur bei 1 Prozent (jetzt: 541 Millionen Euro). Im Segment Digital & Adjacent verzeichnete der Konzern ein dynamisches Wachstum. Im zweiten Quartal stiegen die externen Umsätze um 43 Prozent auf 263 Millionen Euro Das recurring EBITDA erhöhte sich um 15 Prozent auf 43 Millionen Euro.

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„Sowohl im zweiten Quartal 2016 als auch auf Halbjahressicht war das Ventures- & Commerce-Geschäft der stärkste Umsatztreiber“, heißt es in der Bilanz. Gleichzeitig resultierten aus dem Erwerb der Commerce-Plattformen etraveli und Verivox sowie des Multi-Channel-Networks CDS (heute Studio71) hohe Konsolidierungseffekte. Allerdings beschleunigten die Beteiligungen ihr Wachstum nach dem Kauf innerhalb des Konzernverbunds deutlich.

Auf das gesamte Jahr betrachtet bestätigt ProSiebenSat.1 seinen Jahresausblick für 2016. So erwarten die Münchner einen Umsatzanstieg von über 10 Prozent. Das EBITDA sowie der bereinigte Konzernüberschuss soll das Vorjahresniveau übertreffen. Auf Jahressicht rechnen Ebeling und sein Team beim TV-Werbemarkt mit einem Netto-Wachstum von zwei bis drei Prozent.„Gleichzeitig erwartet die ProSiebenSat.1 Group, dass sich ihre Wachstumsbereiche infolge ihrer hohen TV-Reichweite und der konsequenten Vernetzung innerhalb der Gruppe dynamisch weiterentwickeln werden.“

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