Frontalangriff auf Snapchat: Facebook-Tochter Instagram führt Story-Modus ein

Ewiges Duell: Mark Zuckerberg  und Evan Spiegel (re.)
Ewiges Duell: Mark Zuckerberg und Evan Spiegel (re.)

Am Dienstagvormittag kündigte Facebooks PR-Agentur eine "große Veränderung" für das Foto-Netzwerk Instagram an. Und siehe da: Mit dem neuen Update wird sich so einiges ändern. Instagram startet einen Angriff auf die Foto-App Snapchat, die Facebook-CEO Marc Zuckerberg seit Jahren übernehmen will, aber einfach nicht bekommt. Für Snapchat-Gründer Evan Spiegel könnte es nun unbequem werden.

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Nachdem Zuckerberg in den vergangenen Jahren mehrfach erfolglos versuchte, Spiegel seine App für mehrere Milliarden Dollar abzukaufen, war diese Strategie abzusehen: Der Facebook-CEO bastelt sich sein eigenes Snapchat und erweitert den Fotodienst Instagram um elementare Funktionen, die die Foto-App ausmachen.

So wird mit dem nächsten Update die „Story“-Funktion angeboten, mit der Nutzer „noch mehr Momente auf Instagram auf eine lockere, witzige Art“ teilen können. „Mehrere Bilder oder Videos bilden eine Slideshow, die nach 24 Stunden wieder verschwindet: Deine Story. Die Nutzer haben darüber hinaus die Möglichkeit, sich via Instagram Direct privat über die Stories auszutauschen“, erklärt das Unternehmen.

Darüber hinaus bedient sich Instagram auch an den Zusatzfunktionen, mit denen Snapchat-Nutzer ihre Bilder bearbeiten können. So wird man auch bei Instagram Text- und eigene Zeichnungen hinzufügen können.

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Für Snapchat könnte die neue Konkurrenz heikel werden. Instagram ist in der jungen Zielgruppe ähnlich beliebt wie der Messenger. Darüber hinaus verfügt Instagram bereits über mehr als 500 Millionen Nutzer weltweit. Snapchat verfügt derzeit über etwa 150 Millionen Nutzer.

Die ersten Reaktionen im Netz fallen erst einmal vorsichtig aus. Zum einen wird auf die offensichtliche Kopie hingewiesen. Zum anderen wird bedauert, dass sich Instagram von der ursprünglichen Idee eines Fotodienstes zu entfernen scheint.

 

 

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Alle Kommentare

  1. Ich habe Instagram lange Zeit ausprobiert und es letztlich wieder gelöscht und kann es keinem Privat-Nutzer geschweige Business-Nutzer empfehlen. Grund: 1. Die Zahl meiner „Freunde“ hatte sich nicht wesentlich innerhalb eines Jahres erhöht, trotz professionellem Inhalt. 2. Und das ist das Wichtigere: Ich hatte keine Lust mehr, regelmäßig Versender von Titten und Ärsche-Fotos regelmäßig in meiner Timeline zu blockieren, die angeblich meine Beiträge „mochten“ und teilten. Instagram ist für mich ein Müllhaufen!
    Daran mag auch der „Story-Modus“ nichts ändern; mich hat Instagram maßlos enttäuscht und verärgert!

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