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Uber kapituliert in China: Merger mit Didi Chuxing als Juniorpartner

Hat mit dem Axel Springer Verlag einen neuen Investor bekommen: Uber-CEO Travis Kalanick
Hat mit dem Axel Springer Verlag einen neuen Investor bekommen: Uber-CEO Travis Kalanick

Auch für das wertvollste privatgeführte Unternehmen der Welt wachsen die Bäume nicht in den Himmel: Der Online-Fahrdienstvermittler Uber hat seine verlustreiche Expansion ins Reich der Mitte mit einem Merger als Juniorpartner beendet. Der einheimische Platzhirsch Didi Chuxing fusioniert mit Ubers Tochterunternehmen Uber China, an dem auch Baidu beteiligt ist – Uber bleiben Anteile am fusionierten Unternehmen und ein Milliarden-Investment der Chinesen.

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Die Ambitionen erinnern an Facebook, Amazon oder Google: Dem gerade mal sieben Jahre alten Online-Fahrdienstvermittler Uber kann es bei seinen Wachstumsplänen einfach nicht schnell genug gehen. Mal eben eine halbe Milliarde Dollar investierte Uber gerade, um einen eigenen Kartendienst aufzubauen – und damit unabhängiger von Google zu werden.

Ein anderes Expansionsstreben hat nun sein überraschendes Ende gefunden: Wie Bloomberg berichtet hat und Uber-Chef Travis Kalanick inzwischen bestätigte, wurde das chinesische  Tochterunternehmen Uber China, das Uber im Joint Venture mit der Suchmaschine Baidu und anderen Investoren seit drei Jahren betreibt, mit Didi Chuxing, dem Platzhirsch im Reich der Mitte, fusioniert; das neue Unternehmen soll es auf eine Bewertung von 35 Milliarden Dollar bringen

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Uber erhält im Rahmen der Transaktion eine Investment von Didi Chuxing in Höhe von einer Milliarde Dollar zu einer Bewertung von 68 Milliarden Dollar und wird über Uber China am fusionierten Unternehmen beteiligt sein. (Investoren von Uber China halten 20 Prozent am neuen Fahrdienst-Riesen im Reich der Mitte.)

Didi Chuxing erhielt vor zwei Monaten seinerseits ein Milliardeninvestment von niemand Geringerem als dem wertvollsten Konzern der Welt. „Wir sehen eine Menge Möglichkeiten für eine engere Kooperation zwischen beiden Firmen“, hatte Apple-Chef Tim Cook im Mai  zu dem Einstieg bei dem führenden chinesischen Auto- und Taxivermittler erklärt. Ob Apple bei der Konsolidierung der Fahrdienstvermittler in China auch eine Rolle spielte, ist indes nicht bekannt.

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