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Nach Rauswurf bei Springer: Ex-Welt-Redakteur Günther Lachmann arbeitet jetzt für AfD-Mann Björn Höcke

Günther Lachmann schriebt über die AfD – nun arbeitet er für die AfD
Günther Lachmann schriebt über die AfD – nun arbeitet er für die AfD

Günther Lachmann berichtete für die Welt über die AfD und machte der Partei gleichzeitig Beratungsangebote. Als sein Treiben aufflog und sich der Journalist zudem in Widersprüche verstrickte, zog Chefredakteur Stefan Aust die Reißleine, um Schaden von der Tageszeitung abzuwenden. Nun hat Lachmann einen neuen Job: Seit heute ist er im Thüringer Landtag für die "strategische Kommunikation" der AfD tätig, wie Fraktionschef Björn Höcke bekannt gab.

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„Der ‚Thüringer Weg‘ der AfD ist der inhaltsstarke und unkonventionelle. Diesen beschreiten wir auch in der Pressearbeit der Fraktion“, schreibt Höcke auf seiner Facebook-Seite. Mit „unkonventionell“ meint er eine neue Personalie: Von heute an gestaltet Günther Lachmann die „strategische Kommunikations“ Höckes und seiner Fraktion im thüringischen Landtag.

Lachmann war bis Februar dieses Jahres Politikredakteur bei Axel Springers Welt und ist der AfD bereits mehr als bekannt. Zuletzt machte der Journalist nämlich selbst Schlagzeilen, als er sich bei der Partei anbiederte und ihr ein Beratungsangebot unterbreitete – das Frauke Petrys Lebensgefährte Marcus Pretzell öffentlich machte. Lachmann wollte demnach der Partei helfen, ihr „national-konservatives Stigma“ loszuwerden. Losgeworden ist er daraufhin seinen Job bei der Welt. Und bekommen hat er eine – mittlerweile geklärte – juristische Auseinandersetzung mit AfD-NRW-Chef Pretzell. Lachmann hatte das Beratungsangebot nämlich abgestritten und sogar eine Eidesstattliche Versicherung abgegeben, die ihm vorläufig die Unterstützung seines Verlages sicherte.

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Mit dem Job bei der AfD ist es dann nun doch noch etwas geworden. Für die Höcke-Fraktion soll Lachmann zukünftig den Umgang mit den „Altmedien“ organisieren. Geplant sei etwa der Aufbau eines „alternativen Medienverbundes“, erklärt der Fraktionschef. Dieser solle „priveligierten Zugang“ zu Informationen bekommen. Damit deutet Höcke an, kritischer Berichterstattung den Zugang zu seiner Partei zu erschweren. Bereits heute gebe er nur noch „sehr sporadisch und ausgewählt Interviews“.

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Alle Kommentare

  1. Und noch ein Satz zur bildlichen Darstellung von meinem Kameraden der deutschen Panzertruppe Björn Höcke in den transatlantischen Presstituierten-Anstalten: es ist schon augenscheinlich, daß er nahezu jedes mal mit einem unvorteilhaften Gesichtsausdruck, wie wir in alle sicher täglich einmal erzeugen, abgebildet wird.
    Bei dem etablierten Politik-Hilfspersonal, daß uns als Demokraten verkauft wird, ist es sicher diametral umgekehrt.
    Da wird es für den Fotografen sicher schwer mal ein intelligent wirkendes Antlitz einzufangen. Zumindest konnte ich weder bei Stasi-Maas noch bei Gabriel, der mal lieber auf seinen Vater hätte hören sollen, bisher jugendliche, weibliche Verehrerinnen feststellen.
    Charakter macht eben attraktiv. Die Photoshop-Bartstoppeln die ihm regelmäßig in den einschlägigen Machwerken, wie diesem, wachsen tun der Sache keinen Abbruch.
    Eines kann ich an dieser Stelle versichern: Herr Höcke würde niemals unrasiert aus dem Haus gehen !

  2. An alle halbgebildeten, die hier gern mit historischen, deutschen Begriffen um sich werfen: als Ostmark wurde in deutscher Zeit das heutige Österreich bezeichnet.
    Björn Höcke weiß sowas.

  3. Eine prima Karriere des Herrn Lachmann. Vom Lokalredakteur des TV (Trierischer Volksfreund), dessen Kontaktmann in Berlin er auch noch bis vor kurzem war, bis zur AfD. Obwohl, irgendwie benötigen in dieser Partei -allen voran Herr Höcke- einige Personen unbedingte Beratung im Medienumgang. Und nicht jeder Journalist kann ein zweiter Heribert Prantl werden.

  4. Der Witz ist ja, dass Petry-Intimus Pretzell mit seiner Indiskretion die Karriere des WELT-Mitarbeiters beendete, was dann wie eine Bestätigung seiner luziden Vorwürfe wirkte. Für Aust war das eine gute Gelegenheit, Lachmann los zu werden, ganz ohne Sozialplan. Für die AfD eine Dummheit, weil sie den ihr nächsten Journalisten der etablierten Medien abschoss, weil er in dem Machtkampf in der Partei zu gefährlich wurde.

    Die Causa Lachmann bedeutet, dass sich die AfD für den Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern wappnet. Denn Lachmann ist Insider in Sachen Merkels Frühgeschichte, und gerade ihr CDU-Landesverband in Mecklenburg-Vorpommern positioniert sich hartrechts: Mit „Heimat“ und „Rückführung“. Lachmann wird für Höcke den Angriff auf Merkel durch seine Intimkenntnisse der Vorgeschichte der Kanzlerin zuspitzen. Mecklenburg-Vorpommern gilt bei der AfD als Entscheidungswahl. Schafft sie dort 25% ist sie endgültig national etabliert, und wird auch die folgende Wahl in Berlin knacken, und am Stuhl der Kanzlerin sägen.

    Höckes Wahl ist ein Signal gegen Petry aber auch ein Signal gegen Merkel. Wer sich mit ihm anlegt, riskiert, dass Lachmann sein Wissen über Merkel ausplaudert.

  5. Deutschsächslein,

    offenbar fehlt Ihnen jeglicher Respekt vor der Sprache unseres Landes. So schlecht können die Schulen in der Ostmark doch nicht gewesen sein. Woran hat es also gelegen? Faulheit? Mangelnde Intelligenz?

    1. Ja, stimmt, das Facebook-Titelbild von Höcke ist wirklich übel, der arme Reichstag … aber was kann Meedia dafür?

      1. @Felix
        Was kann der Fotograf dafür, dass Höcke so aussieht, wie er aussieht? Das selbe trifft auch auf Günther Grinsemann zu.

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