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Erster Pay-TV-Gewinn seit elf Jahren: Sky erwirtschaftete Überschuss von 5 Millionen Euro – vor Steuern und Zinsen

Sky-CEO Carsten Schmidt
Sky-CEO Carsten Schmidt

Seit 1990 gibt es in Deutschland Pay-TV (damals hieß der Sender noch Premiere). Seitdem gelang den jeweiligen Machern lediglich 2005 das Kunststück, einen Jahresgewinn zu erwirtschaften. Für das Geschäftsjahr 2015/16 weist Sky nun wieder einen Gewinn vor Zinsen und Steuern von fünf Millionen Euro aus. Der Umsatz stieg dabei um 12 Prozent auf über 2 Milliarden Euro.

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Wichtigster Umsatztreiber ist die Zahl der Abonnenten, die weiterhin kräftig steigt. So konnten die Münchner im vergangenen Jahre ihren Kundenstamm um fast 350.000 auf nun mehr als 4,6 Millionen erhöhen. Besonders gut lief offenbar das vierte Quartal, dort erwirtschaftete die Murdoch-Tochter sogar einen operativen Gewinn (EBIT) in Höhe von 50 Millionen Euro. Das sei das beste Quartalsergebnis seit Einführung der Marke Sky. Der durchschnittliche Umsatz pro Kunde stieg im 4. Quartal auf 35 Euro (34 Euro im 4. Quartal des Vorjahres). Die Kündigungsquote liegt stabil bei 9,9 Prozent.

Besonders stolz scheint man in München darauf zu sein, nicht mehr von den finanziell Zuschüssen des englischen Mutterunternehmens abhängig zu sein, sondern selbst zum Wachstum von Sky plc beizutragen. Der Pay-TV-Konzern von Rupert Murdoch bedient mittlerweile in allen fünf Märkten, in denen er aktiv ist, insgesamt 21,8 Millionen Abonnenten bei einem Gesamtumsatz von 16,03 Milliarden Euro (+ 7 Prozent). Der EBIT des TV-Riesen liegt derzeit bei 2,09 Milliarden Euro (+ 12 Prozent).

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Für Sky-Deutschland-CEO Carsten Schmidt zeigt die Bilanz, „dass unser Angebot zum attraktivsten im Markt gehört“. Er meint jedoch auch, dass das „Potenzial aber dabei noch längst nicht ausgeschöpft ist“. Denn: „Der Erwerb der Bundesliga-Rechte bis 2021, der ambitionierte Einstieg in die Eigenproduktion von Serien wie ‚Babylon Berlin’ und ‚Das Boot’ sowie eine hervorragend gefüllte Innovations- und Produkt-Pipeline bilden zentrale Meilensteine. Damit haben wir die allerbesten Voraussetzungen für kontinuierliches Wachstum auf Basis unseres neuen Sky Entertainment-Erlebnisses geschaffen“ Zudem würden die Münchner immer stärker von Synergien mit dem Mutterkonzern Sky plc profitieren.

Geht es nach dem Willen der Machern, bleibt der Sender nun in der Gewinnzone und beweist nach über 25 Jahren, dass man Bezahlfernsehen auch in Deutschland profitabel betreiben kann.

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Alle Kommentare

  1. Das Murdoch-Firmen-Geflecht kann die Gewinne bequem dort anfallen lassen, wo es grade passt.
    Das schrieb ich schon vor Jahren. Wie üblich interessierte es keinen oder regte gar Redakteure zum Nachdenken oder gar Recherchen an.
    Jetzt wird sowas beispielsweise Apple vorgeworfen.

    Interessanter ist also eher, welche taktischen Intentionen hinter den Gewinnen stehen ? Gibts noch Kleinaktionäre ?

    Bei Unister gibts zumindest verschiedene Vermutungen wie das ablaufen könnte und wer welche Intentionen hat.

    Sky positioniert sich mit den kleinen Paketen vermutlich schon richtig.
    Doch einzig und allein dank Netflix und nicht dank Presse gibts inzwischen kleine Pakete und monatlich kündbare Verträge. Freiheit sind keine 2-Jahres-Verträge. Denn Ehen kann man schneller lösen…

    Vielleicht ist Internet aber noch irrelevant. Da gabs ja neulich Studien das die Mediatheken fast nicht genutzt werden. 1-2% Bevölkerung wachsen jährlich nach und sind daher Internet-Affin aufgewachsen. So schnell wachsen dann also vielleicht (in Verhältnis zur Gesamtbevölkerung, relativ zum kleinen bestand natürlich prozentual viel schneller aber degressiv so wie damals FullHD-TVs oder jetzt UHD-1) die Internet-Zuschauer bei Pay-Angeboten.
    Wichtig ist auch, es so einfach wie möglich zu machen und die Boni-Manager zu zwingen, die Produkte selber zu benutzen damit sie endlich bequem benutzbar werden.

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