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Juristisches Nachspiel für Florian Fritsche? Ex-Antenne Bayern-Digitalchef tritt Geschäftsführerposten bei Radio PSR nicht an

Florian Fritsche
Florian Fritsche

Es ist ein Paukenschlag für die Radioholding Regiocast. Florian Fritsche tritt unerwartet seinen Posten als Geschäftsführer der Radio PSR und R.SA nicht an. Der 41-Jährige Manager hat nach MEEDIA-Informationen einen Job bei einem internationalen Konzern außerhalb der Radiobranche angenommen. Offiziell gibt sich Regiocast gelassen. Doch intern ist die Radioholding über den Vorfall äußerst erbost. Fritsche droht ein juristisches Nachspiel.

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Das hat es in der Geschichte der Radioholding Regiocast noch nie gegeben. Eigentlich sollte Florian Fritsche am 1. August neuer Geschäftsführer der sächsischen Regiocast-Beteiligungen Radio PSR und R.SA werden. Doch wenige Tage bevor der Medienmanager seine neue Position antreten sollte, macht er einen Rückzieher. Er wechselt zu einem international agierenden Unternehmen außerhalb der Radiobranche, wie Fritsche auf MEEDIA-Anfrage erklärt. Den Namen der Firma will der frühere Antenne Bayern-Digitalchef aber nicht nennen.

„Es ist sicherlich sehr ungewöhnlich, bei einer langfristig vereinbarten und wichtigen Position wie der Geschäftsführung des privaten Radiomarktführers in Sachsen so kurzfristig umzudisponieren“, erklärt Rainer Poelmann, Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Regiocast, die als Muttergesellschaft Radio PSR und R.SA operativ führt.“Letztlich zeichnet es aber ein solide aufgestelltes Unternehmen wie Regiocast aus, auch mit unerwarteten Situationen umgehen zu können“, ergänzt er gelassen.

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Dem Vernehmen nach ist aber die Regiocast-Führung über das überraschende Vorgehen von Fritsche erbost. So droht dem Manager nach Meedia-Informationen ein juristisches Nachspiel, da er die bereits vor Monaten verbindlich eingegangene und gemeinsam kommunizierte Vertragsverpflichtung nicht einhält. Weder ein Sprecher von Regiocast noch Fritsche wollten sich hierzu auf Anfrage äußern.

Fritsche war zuletzt bei Antenne Bayern tätig, wo er als Leiter digitale Unternehmensentwicklung wichtige Zukunftsprojekte initiierte und verantwortete. Für den studierten Medienmanager ist Regiocast aber nicht ganz fremd. Fritsche war bereits von 2004 bis 2014 für die Radioholding aktiv. Er hatte hier unter anderem Deutschlands Fußballradio 90elf als gesamtverantwortlicher Geschäftsführer von Regiocast Digital maßgeblich ausgebaut.

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Alle Kommentare

  1. Herr Fritsche hat vermutlich in die relevanten Programme PSR und RSA mal reingehört und entsetzt die Flucht ergriffen, was gut nachvollziehbar wäre.
    Das Einzige, was man diese akustischen Umweltverschmutzung zugute halten kann ist, dass die anderen Mainstream- Dudelsender exakt den gleichen Müll ausstrahlen.

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