Anzeige

Bullys „Buddy“ ist auch bei Sat.1 kein Hit, „ZDFzeit“-Adel besiegt ARD-Serien

buddy01.jpg
Als Schutzengel immer zur Stelle: Michael Bully Herbig (r.) in und als "Buddy"

"Die Rosenheim-Cops" und "Die Bernadottes" aus Schweden: So hießen die Erfolgsgaranten am Dienstag, und beide liefen im ZDF. Sat.1 kann mit der Free-TV-Premiere von Bully Herbigs "Buddy" nicht so richtig glänzen, liegt aber immerhin vor RTL. Am Vorabend im Ersten machte "Ein Fall von Liebe" trotz neuer Folge keine gute Figur.

Anzeige
Anzeige

Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Dienstag wissen müssen:

1. Sat.1 holt mit der Free-TV-Premiere von „Buddy“ nur Platz 5, siegt aber über RTL

Im Kino war Michael Bully Herbigs Schutzengel-Komödie „Buddy“ schon kein sonderlich großer Erfolg, die passend dazu gestrickte PR-Sitcom „Bully macht Buddy“ ging bei ProSieben sang- und klanglos unter, und auch im Fernsehen sieht’s eher mittelmäßig aus für den Film: Insgesamt entschieden sich 1,82 Mio. für die Free-TV-Premiere in Sat.1, umgerechnet 6,9%. Bei den 14- bis 49-jährigen Zuschauern reichte es für eine unspektakulären 5. Platz mit 10,9% Marktanteil und 0,93 Mio. Damit musste sich Sat.1 zwar (teilweise) ProSieben geschlagen geben, lag aber immerhin vor RTL und blieb zweistellig, was ja auch keine Selbstverständlichkeit mehr ist. „akte 20.16“ schaffte im Schlepptau ebenfalls einen zweistelligen Marktanteil (10,5%, Platz 10).

2. Adel verpflichtetes „ZDFzeit“ positioniert sich vor „Vorstadtweiber“-Finale

Bei all den schlechten Nachrichten in der Welt kann eigentlich nur einer helfen: der Adel! Wie gut, dass das Zweite dienstags derzeit keine „ZDFzeit“ daran verschwendet, sich mit gesellschaftlich relevanten Themen abzuplagen, sondern stattdessen „Königliche Dynastien“ zeigt. Der Erfolg gibt dem Sender recht: Mit „Die Bernadottes“ (aus Schweden) gelang es in dieser Woche erneut, vor den deutlich schwächeren „Vorstadtweibern“ ins Ziel zu kommen. 2,61 Mio. sahen das Serienfinale im Ersten (10,0%), adel verpflichtet fühlten sich hingegen 3,48 Mio. (13,4%). Das waren außerdem ein paar mehr als nach 21 Uhr „In aller Freundschaft“ im Ersten sehen wollten (3,38 Mio., 12,4%), das gegenüber „Frontal 21“ im Vorteil war (2,51 Mio., 9,3%). Das „heute journal“ hatte am Dienstag als einziges mehr als 4 Mio. Zuschauer (exakt 4,05 Mio.) und belegt damit Platz 1 vor der „Tagesschau“ (3,93 Mio.).

3. Neue Folge von „Ein Fall von Liebe“ halbiert Zuschauerzahl von „Wer weiß denn sowas?“, NDR top mit „Kaum zu glauben XXL“

Anzeige

Am Vorabend ist die Präferenz des Publikums eindeutig: 2,46 Mio. schalteten am Dienstag um 18 Uhr „Wer weiß denn sowas?“ ein und sorgten dafür, dass das Erste mit starken 16,3% dasteht. 53 Minuten später sah die Welt aber schon wieder völlig anders aus: Seit Juni wiederholt das Erste um 18.50 Uhr „Ein Fall von Liebe“, diesmal allerdings lief erstmals eine neue Folge – ohne großen Effekt. Der Wert sackte massiv ab, übrig blieben lediglich 1,17 Mio. und 6,1%. Die Serie mit Francis-Fulton Smith und Mariella Ahrens halbierte mal ebenso die Zuschauerzahl von Kai Pflaume & Co. Als Konkurrenz lief „heute“ im ZDF (3,6 Mio.) und später noch die unschlagbaren „Rosenheim-Cops“, gegen deren 3,61 Mio. kaum etwas auszurichten war. Ein Blick in den späteren Abend: Nach dem „heute journal“ schaffte es „37 Grad“ in die Top 10, mit der Frage „Albtraum Traumjob – Durchhalten oder neu anfangen?“ (2,79 Mio., 13,1%). Der „Weltspiegel extra“ widmete sich den „zwei ungeliebten Kandidaten“, gemeint sind Hillary Clinton und Donald Trump, und interessierte 1,75 Mio., während 1,69 Mio. „Leschs Kosmos“ im ZDF sahen (jeweils 9,9%). Und nochmal Kai Pflaume, diesmal im NDR: Dort entschieden sich 1,65 Mio. Zuschauer ab 3 Jahren für die dritte Ausgabe von „Kaum zu glauben XXL“ und hievten das Regionalprogramm auf 6,2% Marktanteil, nur knapp weniger als „Buddy“ in Sat.1.

4. Durchwachsener Abend im jungen Publikum für ProSieben, RTL hat mit „Bones“ wenig zu melden

Die ersten drei Plätze in den Tagescharts des jungen Publikums teilen sich ProSieben, RTL und das Erste mit der illustren Mischung aus „2 Broke Girls“, „GZSZ“ und „Tagesschau“. Eingeschaltet hatten – in dieser Reihenfolge – 1,14 Mio., 1,04 Mio. und noch einmal 1,04 Mio. (Das heißt: genau genommen sind es die ersten zwei Plätze.) Insgesamt war’s für ProSieben aber ein Abend der gemischten Gefühle und die „2 Broke Girls“-Folge bildete mit 13,1% den absoluten Höhepunkt. Zunächst holten „Die Simpsons“ 10,4% und 10,8%, „2 Broke Girls“ rutschte auf 9,5% ab, später erzielten „Supergirl“ und „The Flash“ 9,3% und 10,7%. Bei RT enttäuschte „Bones – die Knochenjägerin“ mit 9,9% und 9,3%.

5. „Goodbye Deutschland“ rückt bei Vox an die 10-Prozent-Marke, kabel eins-„Traumhaus“ ist baufällig

„Echte Männer“ hat Vox derzeit dienstags im Programm, aber für knallharte Quoten sorgen die nicht: 480.000 14- bis 49-Jährige schalteten ab viertel nach acht ein (maue 5,7%), deutlich besser lief es danach für die Auswanderer von „Goodbye Deutschland“, die sich von 7,2% (0,62 Mio.) auf 9,3% (0,52 Mio.) zu steigern wussten. 480.000 gingen bei RTL II mit dem „Trödeltrupp“ in den Keller (und fanden keinen Schatz, sondern 5,6% Markanteil), kabel eins fragte „Traumhaus oder raus?“, und die Mehrheit der Zuschauer war sich einig: lieber raus (3,8%).

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*