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Fußball Bild: Springer testet tägliche Sportzeitung für einen Euro

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In Frankreich gibt es die L'Équipe, in Italien die Corriere dello Sport und in Spanien die AS oder die Marca – nur in Deutschland gab es bislang keine tägliche Sportzeitung. Zum Bundesligastart wagt Springer nun allerdings einen Testlauf. Erst einmal in München und Stuttgart will die Fußball Bild täglich auf 24 Seiten über alles Wichtige aus der Welt der Profi-Kicker berichten.

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Die neue Fußball Bild soll die Bundesliga-Berichterstattung der einzelnen Regionalausgaben und Online-Angebote des Boulevard-Blattes in einer eigenen Zeitung bündeln. Allerdings soll der Neuling nur von Montag bis Samstag erscheinen. Damit verzichtet die Redaktion auf den publizistisch wichtigen Tag nach den jeweiligen Samstagsspieltagen. Der folgende Sonntag wäre im Anschluss an die Begegnungen von Freitag und Samstag inhaltlich gar der interessanteste Tag der Woche gewesen. Möglicherweise soll die Fußball Bild jedoch nicht zu sehr unter den Käufern der Bild am Sonntag wildern.

Neben den zusammengefassten Inhalten der Regionalausgaben, will der Neuling täglich auch mit exklusiven eigenen Inhalten wie einem Kommentar auf der ersten Seite, Infografiken oder Postern punkten. Verantwortlich für die neue Zeitung ist der Stellvertreter der Bild-Chefredakteurin, Matthias Brügelmann: „Bild ist die Instanz für exklusive und unterhaltsame Fußballberichterstattung. Es war schon immer der Traum dieser Redaktion, eine tägliche Sportzeitung zu gestalten, wie es sie in Spanien, Italien und Frankreich schon seit vielen Jahren gibt“.

Ein Grund, warum gerade Springer alle entsprechenden Pläne einer täglichen Sportzeitung nie umsetzte, waren der Sorge geschuldet, zu viele Bild-Leser, die die Zeitung nur wegen des Sportteils kaufen, zu verlieren. Möglicherweise sorgten die sinkenden Auflagen des Boulevard-Blattes für ein gewisses Umdenken nach dem Motto: Bevor wir einen Leser ganz verlieren, geben wir ihm lieber eine tägliche Sportzeitung. Vor allem, wenn er dann annähernd noch den gleichen Preis zahlt.

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„Bei Bild testen wir immer wieder innovative Formate aus und erweitern unser ‚Bild-Universum’ auch im Print-Bereich um neue Angebote. Mit Fußball Bild bauen wir die seit Jahrzehnten herausragende Sportkompetenz bei Bild aus und nutzen dabei effizient vorhandene Inhalte für einen neuen Titel“, erklärt Bild-Manager Frank Mahlberg.

Die erste Ausgabe der Fußball Bild erscheint am 26. August in einer Auflag von 60.000 Exemplaren. Der Preis beträgt einen Euro.

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Alle Kommentare

  1. Endlich, wurde wirklich Zeit für ein Fussballmagazin. Die Nörgler wird es halt immer geben. Ich hoffe nur der Preis bleibt längere Zeit konstant.

  2. Ich finde jeder sollte Lesen was er will!Muss ja keiner kaufen!Ich wohne in Stuttgart und finde es nicht so schlecht das ich den anderen Schrott der bild nicht Lesen muss.

  3. Also ich finde die Idee super. Man bekommt Infos von allen Vereinen, und wird vom Verblödungsteil am Anfang der Zeitung verschont. Alleine das ist ja schon den Euro wert.

  4. warum wird die neue FussballBILD nicht gleich Bundesweit getestet- ich verstehe es leider nicht-nur gewisses Gebiet -die anderen können in den Mond schauen!

  5. Also eine auf Sport reduzierte „Bild”, die nach bewährtem Muster berichtet, wo Zoff” ist, wer gegen wen „nachtritt” oder wen „jagt”, weil er „heiss” auf ihn ist. Nicht zuletzt: wer welche „Ziele” hat und „den nächsten Schritt” machen will, auf dass der „Ablöse-Wahnsinn” in „Irrsinn” umschlage.

    Dieselben Krawall-Elemente, aus denen auch die „Sport-Bild” zusammenge…rührt wird: Gestänker, Indiskretionen, Pseudo-„Geheimnisse”, Hetze gegen Trainer, die nicht wie gewünscht kooperieren.

  6. wird floppen, weil:

    a) in Zeiten des (minütlich aktuellen) 24h-Internets braucht es kein tägliches Print-Objekt mit Redaktionsschluss 20 Uhr (oder früher), vor allem nicht in den Transferphasen im Winter und Sommer
    b) ich wage zu bezweifeln, ob sich S04 oder BvB oder Bayern-Fans (die wohl zusammen insgesamt deutlich über 50% der Fussball-Fans in DE ausmachen) wirklich für tägliche News von RB Leipzig, Bayer Leverkusen oder Hoffenheim imteressieren
    c) ist der Copy-Preis von 1 € deutlich zu hoch, da es sich hier ja laut Bericht vornehmlich um Me-too-Content handelt (Zusammenfassungen der BILD-Sport Regional Artikel) mit vielleicht 2 bis 3 Seiten Exklusiv-Content. Oder um es klar zu sagen: Der S04 Fan in Gelsenkirchen, der BvB Fan in Dortmund und der FC Bayern Fan in München wird sich lieber die Regional BILD holen, da er dort ja die gleichen Artikel zu seinem Verein im Sport-Teil findet und zudem weitere Artikel abseits von Fussball

    Nun, da Springer diese Bedenken wohl auch teilt, traut man sich nicht, das Ding bundesweit auszurollen. Test in München OK, aber Stuttgart? In der Stadt eines Zweitligisten? Ähmmm ja. Ich denke mal, der Vorstand bei Springer hatte kein Bock auf große Diskussionen und hat daher den Test freigegeben. Da sie wissen, daß er ohnehin in die Hose geht. 😉

  7. Warum muss diese gute Idee gleich von Berufspessimisten, die vielleicht noch für die Konkurenz schreiben, wieder niedergemacht werden. Ich persönlich würde gern die Zeitung kaufen, leider wohne ich nicht im Verbreitungsgebiet. Ich wünsche dieser Idee einen positiven Start, vielleicht gibt es sie eines Tages mal bundesweit.

  8. Leute, DER „Corriere dello Sport“ Corriere = Bote. Und wenn ihr schon beide Blätter aus Spanien aufzählt, dann sollte man auch beide aus Italien aufzählen. Hier gibt es noch die „Gazzetta dello Sport“. Manchmal glaubt man euer Gestümper einfach nicht.

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