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P7S1-CEO Thomas Ebeling: „Fernsehen hat eine bessere Zukunft, als digitale Päpste vorhersagen“

P7S1-Vorstandschef Thomas Ebeling muss sich nicht nur schwache Konzernzahlen befassen, sondern auch noch ein selbstverschuldetes PR-Fiasko „einfangen“
P7S1-Vorstandschef Thomas Ebeling muss sich nicht nur schwache Konzernzahlen befassen, sondern auch noch ein selbstverschuldetes PR-Fiasko "einfangen"

Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung spricht ProSiebenSat.1-Boss Thomas Ebeling über die Konkurrenz durch Netflix & Co., digitale Zukäufe, seine Serien-Guck-Gewohnheiten und die Zukunft des klassischen Fernsehens. Die sieht laut Ebeling nach wie vor bestens aus.

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Die allenthalben (auch von MEEDIA) herbeigeredete und -geschriebene Konkurrenz durch neue Streamingangebote wie Netflix ficht einen Typen wie Thomas Ebeling nicht an. Netflix nehme ProSiebenSat.1 Zuschauer höchstens „im homöopathischen Bereich“ weg. Ebeling: „Meine persönliche Erfahrung ist: Wenn ich bei Netflix etwas schauen will, brauche ich manchmal fünfzehn Minuten, bis ich etwas gefunden habe, das mich interessiert. Das kann nerven.“ Fernsehen habe „eine deutlich bessere Zukunft, als manche digitalen Päpste ihm vorhersagen“, so der P7S1-CEO im Interview mit der Süddeutschen Zeitung (Paid Content).

Auch um die Zukunft des traditionellen Konzern-Sorgenkindes Sat.1 ist Ebeling nicht bange: „Die Reichweite von Sendern mit heute tendenziell älteren Zuschauern wird hoch bleiben, schon aus demografischen Gründen. Die Älteren schauen eher mehr Fernsehen als früher.“

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Er selbst schaue häufig Serien, gibt Ebeling zu Protokoll. Wenn es ihm langweilig wird, spult er aber auch schon mal vor, zum Beispiel bei der Mutter-Tochter-Problematik in „Homeland“. Den Fantasy-Kracher „Game of Thrones“ schaut er aber „ohne Pause“ durch.

Digital soll die ProSiebenSat.1-Gruppe weiter wachsen. Mit dem Vergleichsportal Verivox und dem Reise-Angebot E-traveli hat die Gruppe erstmals auch größere Unternehmen übernommen. Wenn es nach Ebeling geht, soll das kein Einzelfall bleiben. Für Zukäufe stehe eine halbe Milliarde Euro zur Verfügung. Aber: „Das Problem ist, dass es gar nicht so viele größere Unternehmen in Deutschland gibt, die strategisch passen und bei denen wir eine Wertsteigerung für unsere Aktionäre erwarten. Aber wir haben die Augen offen.“

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