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YouGov-Analyse: 52 Prozent der Nutzer haben AdBlocker im Dauerbetrieb

Laut YouGov-Analyse kann ein Großteil der Deutschen auf Online-Werbung verzichten
Laut YouGov-Analyse kann ein Großteil der Deutschen auf Online-Werbung verzichten

Trotz Klagen und Kampagnen: AdBlocker- und Anti-Tracking-Software sind unter Nutzern (immer noch) sehr beliebt. Rund ein Drittel der Deutschen (35 Prozent) verwenden die Programme auf ihrem Heim-PC oder Smartphone, mehr als die Hälfte davon (52 Prozent) sogar im Dauerbetrieb. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Analyse des Marktforschungsinstituts YouGov.

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Verlage und Medienhäuser versuchen drastisch bis kreativ die Software für Werbemuffel auszubremsen – von Miniatur-Versionen ihrer Webvideos bis hin zur kompletten Sperrung der Online-Inhalte. Und doch verwenden ein Drittel der Deutschen (35 Prozent) immer noch Adblocker- oder Anti-Tracking-Software am Heim-PC oder auf dem Smartphone – mehr als die Hälfte der Nutzer (52 Prozent) hat die Programme dabei sogar unabhängig von der besuchten Website aktiviert. Sprich: ständig. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen YouGov-Profiles-Analyse, die auf Basis der Befragung einer repräsentativen Stichprobe von mehr als 8.600 Teilnehmern aus dem Online-Panel des Marktforschungsinstituts erstellt wurde.

Dabei würden 32 Prozent die Software – die Online-Werbung blockiert (AdBlocker) und die Analyse des Surfverhaltens verhindert (Anti-Tracking) – nur auf bestimmten Seiten deaktivieren, um auf alle Inhalte zugreifen zu können. Gerade einmal elf Prozent machen es genau umgekehrt und aktivieren die Programme nur, wenn eine Website aufdringliche Werbung enthält. „Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der aktuellen Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln zur Zulässigkeit von Adblockern steht die Online-Werbebranche weiterhin vor einer Herausforderung“, kommentiert YouGov-Profiles-Verantwortlicher Simon Kluge die Umfrage. Auch am Oberlandesgericht in München gab es bereits eine Schlappe für die AdBlocker-Gegner, als die Süddeutsche Zeitung mit ihrer Klage scheiterte.

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Wenig überraschend sind hingegen die Nutzerzahlen in den verschiedenen Altersgruppen: Auch wenn knapp ein Viertel (24 Prozent) der Generation 55-Jahre und älter die Adblocker und Anti-Tracking-Software verwenden, fänden sich die meisten User (52 Prozent) immer noch bei den 18- bis 29-Jährigen. In der Gruppe der 30- bis 44-Jährigen sinke der Nutzeranteil auf 39 Prozent, bei den 45- bis 54-Jährigen sei es mit 33 Prozent nur noch jeder Dritte – so das Institut. Die fünf in Deutschland am häufigsten genutzten Adblocker oder Anti-Tracker-Programme seien AdBlock, AdRemover, Ghostery, Google AdBlocker und NoScript.

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Alle Kommentare

  1. Am Beispiel der Süddeutschen Zeitung gebe ich hier mal ein Beispiel wie viele Domains aufgerufen werden, wenn ich die Webseite der SZ mit aktiviertem Javascript aufrufe.

    Die echten Inhalte des SZ Journalismus kommen lediglich aus den beiden Domains

    sueddeutsche.de
    sueddeutsche.com

    Jeder Seitenaufruf bedeutet, dass sich z. B. suedeutsche.de mit mindestens 40 anderen Domains verbindet, um von dort Inhalte zu laden. Der Rekord waren bei einem Seitenaufruf 56 Zugriffe auf Fremd-Domains.

    Von diesen 162 Partner-Domains lädt die SZ per heute Inhalte:

    254a.com
    2mdn.net
    360yield.com
    active-agent.com
    adadvisor.net
    adap.tv
    addthis.com
    adform.net
    adformdsp.net
    adition.com
    adnxs.com
    adobe.com
    adrtx.net
    adsafeprotected.com
    adscale.de
    adscience.nl
    adsrvr.org
    adtech.de
    advertising.com
    advolution.de
    ajax.googleapis.com
    angsrvr.com
    atdmt.com
    atlassbx.com
    betrad.com
    bidswitch.net
    bidtheatre.com
    bluekai.com
    bobodise.com
    brandcrumb.com
    btrll.com
    casalemedia.com
    cdndelivery.net
    cdnetworks.net
    cedexis-radar.net
    cedexis-test.com
    cedexis.com
    chartbeat.com
    chartbeat.net
    cloudflare.com
    cmdolb.com
    com.s3.amazonaws.com
    contextweb.com
    conviva.com
    createjs.com
    creative-serving.com
    crwdcntrl.net
    de17a.com
    demdex.net
    disqus.com
    disquscdn.com
    dotomi.com
    doubleclick.net
    emetriq.de
    erne.co
    exactag.com
    exelator.com
    eyeota.net
    facebook.com
    facebook.net
    fbcdn.net
    flashtalking.com
    fonts.googleapis.com
    fwmrm.net
    glaring-torch-8314.firebaseapp.com
    gmads.net
    google-analytics.com
    google.com
    googleadservices.com
    googlesyndication.com
    googletagmanager.com
    googletagservices.com
    gstatic.com
    handelsblatt.com
    heias.com
    hiberniacdn.com
    hurra.com
    iasds01.com
    impdesk.com
    ioam.de
    iqcontentplatform.de
    jetzt.de
    jwpcdn.com
    jwplatform.com
    jwplayer.com
    jwpltx.com
    jwpsrv.com
    krxd.net
    ligatus.com
    liverail.com
    llnwd.net
    load.s3.amazonaws.com
    loggly.com
    lp4.io
    lphbs.com
    lrcdn.net
    m-pathy.com
    m6r.eu
    mathtag.com
    meetrics.net
    metrigo.com
    moatads.com
    mookie1.com
    msecnd.net
    mxcdn.net
    newrelic.com
    nexac.com
    nr-data.net
    nuggad.net
    officedepot.com
    openx.net
    pingdom.net
    plista.com
    pubmatic.com
    qservz.com
    quantserve.com
    rackcdn.com
    ravenjs.com
    realzeit.io
    research.de.com
    revsci.net
    rfihub.com
    rhythmxchange.com
    rlcdn.com
    rubiconproject.com
    rvty.net
    s3.amazonaws.com
    s3.eu-central-1.amazonaws.com
    schneevonmorgen.com
    scorecardresearch.com
    semasio.net
    sensic.net
    serving-sys.com
    sitescout.com
    sitestat.com
    smartadserver.com
    smartclip.net
    sonobi.com
    spotxcdn.com
    spotxchange.com
    stickyadstv.com
    t4ft.de
    tapad.com
    theadex.com
    tremorhub.com
    tripodo.de
    turn.com
    twiago.com
    twitter.com
    unrulymedia.com
    userreport.com
    vevo.com
    vgwort.de
    w55c.net
    whitepaperdb.de
    wtp101.com
    xplosion.de
    yahoo.com
    yieldlab.net
    yieldmanager.com
    youtube.com
    ytimg.com

  2. Adblocker, Ghostery, uMatrix sind leider die einzigen Wege, um sicher durch’s Web zu surfen. Bei einigen prominenten Seiten filtert allein Ghostery rund 100 Scripte raus. DAS ist doch der eigentliche Wahnsinn/Skandal. Super-Cookies, Austausch von Nutzerdaten zwischen den größten Werbenetzwerken etc. pp. zwingen den technisch versierten Nutzer ja direkt dazu sich zu verteidigen. Schade, ist aber so.

  3. Immer wieder erschreckend wie ein zentraler Punkt in dieser Debatte außen vor gelassen wird. AdBlocker dienen auch dem Schutz des eigenen PCs!

    Da hier die Klage der süddeutsche Zeitung erwähnt wird, unterlege ich das doch gleich mal mit einem Artikel der süddeutschen Zeitung:

    http://www.sueddeutsche.de/digital/sicherheitsluecken-warnung-vor-schadsoftware-in-internet-werbung-1.1641735

    „Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt Internetnutzer vor manipulierten Werbebannern auf Online-Portalen, über die Kriminelle vertrauliche Daten abgreifen.
    […]
    Betroffen sind laut BSI unter anderem Online-Portale von Nachrichten-, Politik-, Lifestyle- und Fachmagazinen, Tageszeitungen, Jobbörsen und Städteportalen.“

    Vielleicht könnte die süddeutsche Zeitung mal erklären, wie sie für den Schaden der durch manipulierte Werbebanner entsteht, aufkommen will!?
    AdBlocker sind nicht nur für „Werbemuffel“, sondern dienen dem Selbstschutz.
    Als nächstes wollen die uns wohl auch noch verbieten unsere Türen Nachts abzuschließen, damit sie Werbeprodukte in unserer Wohnung verteilen können.

    1. Genau wegen dieser absolut berechtigten Bedenken wird bei uns ab Router mit allen bekannten – und auch weniger populären – Techniken geblockt.

      Unsere Kinder staunen immer, wenn sie bei Freunden vor dem PC sitzen oder deren Tablet nutzen.
      Das ist kaputt, heißt es neulich knapp, als sich die aufgerufene Seite minutenlang nicht beruhigen will und sich nach jedem Klick auf den Vorwärts-Pfeil einer Galerie das immer gleiche Tohuwabohu wiederholt.

      Sowas kann nicht wirklich ein Geschäftsmodell sein. Und wenn doch, möchten wir mit solchen Leuten keine ‚Geschäfte‘ machen.

      Gefühlsmäßig am schwierigsten zu ertragen ist für mich die Gewissheit (doch – inzwischen bin ich sicher), dass man uns – die DAUs – für ein paar Silberlinge kalt lächelnd und achselzuckend gegen die Wand fährt.
      Denn das passiert, wenn man nur für wenige Augenblicke die Deckung fallen lässt.

      Weil: Auch die vermeintlich seriösesten Anbieter werden weiter und umfassender outsourcen.
      Die Kontrolle von Qualität und Sicherheit der Adserver-Partner wird ’sich immer weniger rechnen‘.
      Der hohe Preisdruck begünstigt Anbieter mit zweifelhaften Absichten und Ressourcen, die Silk Road Alumni hoffen auf wachsende Grauzonen, Kollateralschäden ’sind eingepreist‘, business as usual, nach uns die Sintflut.

      goto ‚berechtigte Bedenken‘

      Ach ja. Um Marketingkommunikation – Werbung – wie ich sie studiert habe, geht’s dabei noch nie.

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