Herkunft von Straftätern: Sächsische Zeitung hält sich nicht mehr an Pressekodex und erntet Kritik

Die Sächsische Zeitung verstößt gegen den Diskriminierungsschutz des Presserats – laut eigener Aussage, um Minderheiten besser zu schützen
Die Sächsische Zeitung verstößt gegen den Diskriminierungsschutz des Presserats – laut eigener Aussage, um Minderheiten besser zu schützen

Ein bislang einmaliger Alleingang mit großem medialen Konfliktpotenzial: Die Sächsische Zeitung hat sich entschieden, eine Richtlinie des Presserats in ihrer Berichterstattung bewusst zu ignorieren und die Herkunft von Straftätern und Tatverdächtigen in jedem Fall zu nennen – was der journalistische Kodex nur in Ausnahmefällen erlaubt. Beim Presserat ist man irritiert, der DJV übt offene Kritik.

Anzeige

Regionalzeitung versus Presserat: Die Sächsische Zeitung hat angekündigt, die Herkunft von Straftätern künftig grundsätzlich zu benennen und damit bewusst gegen die Richtlinie 12.1 des Kontrollgremiums der Medien zu verstoßen. Diese schreibt im Hinblick auf mögliche Diskriminierungen vor, solche Informationen nur dann zu erwähnen, wenn ein „für das Verständnis des Vorgangs begründeter Sachbezug besteht“. Entschlossen hat sich das Blatt zu diesem Schritt aufgrund der anhaltenden Debatte über den zunehmenden Vertrauensverlust der Bürger in die Medien und deren Unabhängigkeit. Angesichts des Erfolgs der Pegida-Bewegung kochen die Emotionen in Dresden und Sachsen besonders hoch.

Die Sächsische Zeitung war nach eigenen Angaben immer wieder in das Zentrum von pressefeindlichen Aktionen geraten. So hatten Pegida-Anhänger immer wieder vor dem Verlagsgebäude „Lügenpresse“-Rufe skandiert. Nun will die Zeitung die Nationalität von Straftätern und Tatverdächtigen stets nennen, unabhängig davon, ob es sich um Ausländer oder Deutsche handelt. In einem am Wochenende erschienenen Beitrag unter der Überschrift „Fakten statt Gerüchte“ heißt es zur Begründung, das „Thema Ausländerkriminalität“ sei eine „besonders sensible Leser-Vertrauensfrage“. Und weiter: „Es ist ja kein Geheimnis, dass etliche Deutsche glauben, die Medien würden in ihrer Berichterstattung die Herkunft ausländischer Straftäter aus Rücksicht auf diese verschweigen.“ Jeder vierte Abonnent denke so, ermittelte die Zeitung in einer Leser-Umfrage. „Es geht uns um die Wahrheit. Wir wollen ihr gemeinsam so nahe wie möglich kommen.“

Uwe Vetterick, Chefredakteur der Zeitung, die zum Medienhaus Gruner + Jahr gehört, will sich die Entscheidung nicht leicht gemacht haben. Gegenüber dem Berliner Tagesspiegel sagte er: „Wir stehen zu 100 Prozent und mit ganzem Herzen hinter dem Ziel der Pressekodex-Richtlinie. Allerdings fragt sich die Redaktion, ob der Weg in unserer gegenwärtigen Situation zum Ziel führt – oder womöglich das Gegenteil bewirkt.“ Nach seiner Überzeugung schaffe der weitreichende Verzicht auf die Nennung der Täter-Herkunft „Raum für Gerüchte, die denjenigen schaden, die wir eigentlich schützen wollen“. Die jetzt beschlossene Praxis sei weder ein Zeichen der Aufgabe noch des Affronts: „Das ist kein Einknicken vor der Straße und auch kein Angriffe auf den Presserat.“

Dort sieht man das etwas anders. Zwar hatte die Sächsische Zeitung den Presserat von ihrer Entscheidung vorab informiert. Dennoch sieht das Gremium den Alleingang mit Sorge. Eine Sprecherin erklärte auf Anfrage des Tagespiegel, sie werbe dafür, dass Medien im Einzelfall genau prüfen, welche Informationen genannt werden und welche nicht. Frank Überall, Bundesvorsitzender beim Deutschen Journalisten-Verband (DJV) wird in seiner Kritik deutlicher: Die Anwendung des Pressekodex dürfe keine „Rosinenpickerei“ sein: „Wenn sich eine Mehrheit demokratisch auf Regeln einigt, muss man das akzeptieren.“ So lange alle Ziffern des Pressekodex aber für alle Beteiligten verbindlich seien, dürften sie auch nicht einzeln aufgehebelt werden – sonst gefährde das die Rolle des Presserats als System der freiwilligen Selbstkontrolle.

Die Sächsische Zeitung führt demgegenüber eine Befragung unter 300 Abonnenten ins Feld. Danach glaubt jeder zweite Stammleser (46 Prozent der Leser), der Grund für die Nennung der Herkunft von Straftätern nur in Ausnahmefällen sei eine „Anordnung von oben in der Flüchtlingskrise“. Allerdings spielen bei der Informationsvermittlung auch staatliche Stellen eine Rolle. So handhaben Polizeipressestellen den Umgang mit Täterinformationen nicht stets nach einheitlichen Kriterien. Da diese Meldungen auch im Internet publiziert werden, sind die Medien nicht mehr die Kontrollinstanz, die sie einst für die Leser waren. Dies ist auch Vetterick bewusst und bestärkt ihn in seiner Haltung: „Die Funktion, über die Herausgabe von Informationen zu wachen, haben wir doch schon längst verloren.“ Einfluss nehmen könne er nur auf das eigene Blatt, nicht aber auf die Hetze von Pegida & Co. Die Asylgegner würden sich doch längst direkt bei den Verlautbarungen der Polizei bedienen, erläutert der Chefredakteur. „Und manches posten Polizisten doch sogar selbst.“

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Nun ja, da muss man wohl abwarten, ob „der Schuß nicht nach hinten losgeht“.
    Wenn dann plötzlich bei 90% der Straftaten von „vermutlich deutschen“ Tätern geschrieben wird, und der Rest zumeist Polen oder Tschechen sind, heißt es auch wieder „Lügenpresse“.
    Oder zukünftig werden eben 90% der Straftaten öffentlich totgeschwiegen, auch ’ne Möglichkeit.

  2. Zensur bleibt Zensur, auch wenn sie gut gemeint ist. Wie viele Silvesternächte muss es noch geben, damit das endlich beim DJV und all seinen argumentativen Mitstreitern ankommt?

  3. Ich war und bin Journalist von ganzem Herzen, auch wenn ich seit vielen Jahren selbst als Verleger fungiere. Mein Verständnis findet die neue Linie der Sächsischen Zeitung voll und ganz. Sie entspricht dem, wie die Medien in den USA schon immer operieren. Und dabei übrigens auch Namen und Beruf von Missetätern in Zeitung, Radio und TV nennen. Soll kein Spitzbube glauben, er komme so billig davon wie in Deutschland. Dort macht sich ein Gremium, das sich „Presserat“ nennt, zum Handlanger jener Figuren, die Unrecht mit Recht verwechseln und die ihr Treiben durch die Medien auch noch belohnt sehen. Täterschutz statt Opferschutz? Das ist schon immer ein Problem in Deutschland und seinen Medien gewesen, gefördert durch eine verordnete Praxis des Verschweigens.
    Einzig und allein die Praxis des Totschweigens, wie sie in der deutschen Presselandschaft dank Zensurvorschrift des Presserats von zumeist schwachen Verlegern und Chefredakteuren praktiziert wird, ist schuld an der immer negativeren Meinung über die Medien. Und es wird nichts besser, wenn man eine Zeitung kritisiert, die es wagt, auszubrechen aus dem verordneten System vom Wegschau’n und Unterdrücken von Wahrheit und Information, im Gegenteil. Hat schon ein Medium berichtet, dass Deutschland keine 2,6 Mio., sondern mehr als 8 Mio. Arbeitslose hat? Wird über die inzwischen zahllosen Übergriffe von Migranten in Füchtingsunterkünften auch auf deutsche Helfer berichtet? Wir darüber berichtet, wie oft man zu hören bekommt, dass der Koran über dem deutschen Grundgesetzt stehen soll? Und wenn es sexuell motivierte Übergriffe in deutschen Schwimmbädern gibt, warum wird dann nur über „Männergruppen“ geschrieben und nicht wahrheitsgemäß über die Herkunft der Täter?
    Noch ein Beispiel: In unruhigen Zeiten, da das System Deutschland – „Waffen auch an fragwürdige Regime, die sie einsetzen in Krisengebieten, um die Menschen dort zu drangsalieren und zu töten – Flüchtlinge umgekehrt aus diesen Regionen nach Deutschland (Europa kann man ja gar nicht sagen)“ prächtig funktioniert, ist es eine Schande, dass die deutschen Medien nicht den Mut haben, Berlin aufzufordern, endlich Schluss zu machen mit Waffenlieferungen an Katar, an Saudi Arabien und andere Unrechtsstaaten.
    Es liegt vieles im Argen in Deutschland. Schade nur, dass Mahner von den Medien im vorauseilendem Gehorsam ganz im Sinne Berlins niedergemacht werden. So kann die Entmündigung der Bürger, dem Lesers- und Vertrauensschwund in die Medien mit Sicherheit nicht rückgängig gemacht werden. Im Gegenteil. Danke, verehrter Presserat.

  4. Als ich mit meinem Anwalt Andreas Lausmann letztes Jahr einen Termin hatte, es ging um einen Verlagsvertrag wegen meines neuen Buches, merkte ich , daß er deutlich schlechte Laune hatte. Auf meine Frage hin, warum daß so sei, anrwortete er mir, er habe einen Artikel der Sächsischen Zeitung gelesen, über einen Bericht zu einem Zivilprozeß , in dem er einen Mandanten zu vertreten hatte. Meines Anwalts Äußerung nach, schaffte es der „Journalist“ der Sächsischen Zeitung noch nicht einmal, den genauen Inhalt des Rechtsstreits ordentlich wiederzugeben, geschweige denn, die genauen Argumentationsstrategien der beteiligten Anwälte. Der Artikel der SZ wurde auf der Reportageseite 3 der SZ veröffentlicht, und zwar über den ganzen Umfang der Seite. Es wäre also genügend Platz gewesen, den Prozeß sauber darzustellen. Das hat die SZ konsequent vermasselt, aus welchem Grund auch immer. Weitere Fragen meinerseits dazu mußte Herr Lausmann aus Gründen der anwaltschaftlichen Schweigepflicht mir gegenüber verneinen. Anders ausgedrückt: warum demonstriert PEGIDA nicht auch vor den Räumen der DRESDENER NEUESTEN NACHRICHTEN ? Im übrigen bin Ich auch der Meinung , daß ein Verschweigen der Herkunft der Täter nur zum allgemeinen Vertrauensverlust der Bevölkerung in die Qualität der Arbeit der Medien beiträgt, ganz besonders im Osten. Es wird im Westen gern außer Acht gelassen, daß im Osten eine überwiegende Mehrheit noch DDR-Erfahrung hat, und also ganz besonders empfindlich ist , wenn sie glauben muß, die Berichterstattung , egal welche , sei von „Oben“ in irgendeiner Form beeinträchtigt oder gar zensiert, da spielt es keine Rolle, ob dieses „Oben“ der Presserat oder irgendeine andere Institiuon ist. Meines Erachtens ist die Richtlinie 12.1 so umzuformulieren, daß die Herkunft von Tatverdächtigen noch zu verschweigen ist, schließlich haben sie noch als unschuldig zu gelten, die Herkunft von strafrechtlich Verurteilten aber genannt werden darf,aber jede Zeitung die das tut, müßte in ihrem Jahresrückblick dann genau berichten, wie sich das Verhältnis von deutschen zu ausländischen Straftätern genau entwickelt hat. „Verbrechen“ , die sich nur gegen Asyl-oder Einwanderungsbestimmungen gerichtet haben, dürften von den Medien prinzipiell nicht veröffentlicht werden, das kann man auch den Polizeibehörden überlassen. Wann immer ich Berichte über Ausländerkriminalität zur Kenntnis nehmen muß, wird aus der Berichterstattung , egal ob Print oder TV nie wirklich klar , ob es sich um echte Verbrechen nach den Buchstaben des SGB handelt , oder nur um Verstöße gegen Einwanderungsbestimmungen. Das ärgert mich maßlos. „Verbrechen“ gegen Asyl-oder Einwanderungsbestimmungen können ja prinzipiell nur von Menschen begangen werden, die ihrem Status nach, ja nur Ausländer sein können. Hier gilt es von den Medien sauber zu differenzieren und bei entsprechenden Pressekonferenzen von staatlichen Behörden sauber und konsequent nachzufragen. Das scheint aber nicht wirklich zu funktionieren, aus welchem Grund auch immer. Im übrigen darf ich mir noch eine allgemeine Schlußbetrachtung erlauben. Eine der wesentlichsten Fehlentwicklungen der Wiedervereinigung ist, daß es kein ostdeutsches Medium gibt, daß tatsächlich auch Ausstrahlung in den Westen hat, und die Medien im Osten nur und ausschließlich aus westdeutscher Perspektive aus dem Osten berichten, wenn sie es überhaupt tun, schon weil die Eigentümer alle aus dem Westen kommen, oder sich , so wie der MDR oder RBB , als westdeutsches Medium verstehen. Keiner will begreifen, daß im Osten schon der Begriff der Freiwilligen Selbstkontrolle, wer auch immer sich den hat einfallen lassen, nicht wenige an das Wort von Selbstzensur der damaligen Journalisten der DDR erinnert. So kann es prinzipiell nicht weitergehen , wenn man das für eine funktionierende „Demokratie“ unabdingbare Vertrauen in die Kommunikationskanäle zwischen Regierungen und Bürger, und die werden nun einmal von den Medien bereitgestellt, ob die Medien das wollen, oder nicht, wieder herstellen will. Im Übrigen haben nicht wenige West-Medien oftmals die Eigenart zwischen den Zeilen ihrer Berichterstattung, zu glauben, sie müßten jetzt ausgerechnet den Ostdeutschen Unterricht in Demokratie geben. Ich bin mir sehr sicher , daß Menschen, die aus einer Diktatur kommen, auf Arroganz dieser Art sehr sicher verzichten können. Speziell die Menschen, die nicht begreifen wollen, daß solche Institutionen wie Presserat und Rundfunkrat, die zum Zeitpunkt ihrer Einführung noch Sinn machten , weil man die Berichterstattung vor einer Unterwanderung durch die damals noch lebenden Nazis natürlich schützen mußte, inzwischen schon durch ihre schiere Existenz für nichts anderes sorgen , als eine andauernde Angststruktur, die eben wieder nur dazu geeignet ist, bei Journalisten den Reflex der Selbstzensur auszulösen. Natürlich kann kein Journalist das öffentlich zugeben, schon weil er damit konsequent die allgemeine Glaubwürdigkeit des Mediums, für das er arbeitet, zerstören würde. Meine Schlußfolgerung: Presserat und Rundfunkrat sind konsequent und ersatzlos abzuschaffen. Die Bestimmungen des Strafgesetzbuchs, also die Paragraphen, dieVerleumdung, Rufmord, Beleidigung und Volksverhetzung zu Recht unter Strafe stellen , sind durchaus ausreichend für ein ordentliches Funktionieren der deutschen Medienlandschaft. Martin Kroll westdeutscher Schriftsteller seit 1999 in Dresden

  5. 1.) Grundsätzlich ist die Entscheidung zu begrüßen, es wurde allerdings auch Zeit.

    2.) An alle Meckerer, Besserwisser und quasi schon Berufsbetroffenen in den Redaktionen:

    Die Sächsische Zeitung macht (wenn auch aus der puren Not geboren) wenigstens etwas, um Vertrauen und damit Leser zurückzugewinnen.

    Und sie macht „nebenbei“ noch mit etwas viel wichtigerem Schluß: Mit der offensichtlichen Entmündigung des Bürgers nämlich.

    Die Richtlinie 12.1 des Pressekodexes ist reine Zensur und macht die Redaktionen selbst im Prinzip zu Zensoren, bzw. mindestens zu Erfüllungsgehilfen der Zensur.

    Sie sind einerseits Opfer der Zensurrichtlinie, denn sie sollen/müssen sich daran halten und andererseits setzen sie diese Zensur aber auch um (je linker und grüner desto lieber) und machen sich dadurch selbst gegenüber dem Leser zum Zensor darüber, was dieser erfahren darf und was nicht.

    3.) Das (vorhersehbare) Geheule aus vielen Redaktionen dazu zeigt nur mal wieder, das die diejenigen, die garnichts machen um Vertrauen zurückzugewinnen sich hier auch noch zum Richter über diejenigen aufschwingen, die etwas tun.

    Mit dem sogenannten „Argument“, das solche Sachen nur der AfD und anderen in die Hände spielen würde, haben sie bisher zwar nicht die Diskussionen darüber in den Redaktionen verhindern können, wohl aber haben sie damit dafür gesorgt, das niemand auch nur irgendwas Relevantes tut und so geht die Talfahrt an Leser- und Vertrauensschwund eben ungebremst weiter.

    Bis jetzt, wo die Sächsische Zeitung aus diesem sinnlosen Karussell von Diskussionen und dann trotzdem nichts tun ausgebrochen ist.

    Und jetzt gibt es halt zwei Möglichkeiten:

    Entweder, man macht die Sächsische Zeitung zum Paria (ich prophezeie, auch hier wieder: je linker und grüner, desto lieber) oder man begreift es halt als das, was es ist: als Chance, das eine Zeitung den ersten Schritt getan und die Mauer durchbrochen hat.

    4.) Solange die Sächsische Zeitung (wie alle anderen Medien auch) weiterhin nur über die berühmte Spitze des Eisberges berichtet, solange wird es auch nicht so große Auswirkungen haben.

    5.) Die entscheidende Frage: Besteht die Gefahr, dass sich Rechtsextremisten und wirkliche Nazis dadurch bestätigt fühlen und dies zur Propaganda nutzen?

    Die Antwort darauf ist meiner Meinung nach ganz klar: Ja. Nicht nur vielleicht, sondern mit absoluter Sicherheit werden sich diese Kreise darauf stürzen.

    Nur: Das tun so oder so, egal, ob man die Zeitungen nun zensiert oder nicht.

    Die wichtigere Frage ist doch: Womit sind sie erfolgreicher?

    Wenn sie den Leuten sagen (und das überzeugend) sagen: Seht ihr, die belügen euch nach Strich und Faden, so gut wie nie wird zugegeben, das es Asylanten oder gar Flüchtlinge waren. Nirgends wird das erwähnt. Nur eine „Gruppe noch Männern mit Messern“ usw.

    Oder, wenn dieser Vowurf nicht mehr greift und man sich – neben der Berichterstattung über die Herkunft – halt auch einer *ehrlichen* Diskussion stellen muss und zwar innerhalb der Gesellschaft als Ganzes.

    Das ist natürlich nicht mehr so so schön und bequem wie bisher, wo man den Menschen in unserem Land als „Alternative“ dazu einfach alles *verheimlichte*, was auch nur irgendwie in diese Richtung gehen könnte.

    Nur: Wohin hat uns denn diese „Alternative“ (und dazu gehört eben vor allem die Richtlinie 12.1) gebracht?

    Zur Alternative für Deutschland, zu Pegida und nicht zuletzt zu dramatisch sinkendem Vertrauen und ebensolchem Leserschwund.

    *So* gehts also auch nicht mehr weiter.

  6. Das „Antidiskriminierungsgesetz“ bedeutet nichts anderes als ein „Bevorzugungsgesetz“ für Minderheiten.

    Wenn Kartoffel-Deutsche einen Türken zusammen schlagen, weil sie Türken hassen, dann ist das „Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“.

    Wenn Türken einen Deutschen zusammen schlagen (und ausrauben), weil sie Deutsche hassen, dann sind das „traumatisierte Jugendliche“…

    Die Kollegen (aus Dunkeldeutschland) haben den Mut, der zahlreichen meedia.de Red. fehlt.
    Sie schreiben lieber weiterhin brav systemkonformen Unfug und Volksverdummung, anstatt einmal Mut zu Wahrheit zu zeigen.

    Selten, das hier mal einer den Rücken gerade macht…

    Der Grund, das zwielichtige Typen wie Fritz Haarman (Pegida) ein vielfach vorbestrafter Krimineller und (mutmaßlicher BILD-Spitzel) bei APO-Bewegungen wie Pegida den Ton angeben ist, das linke und liberale Prominente sich selbst nicht aus der Deckung trauen, um öffentlich die Wahrheit zu sagen. Sie haben Angst um ihren Job und fürchten (zu Recht) die öffentliche und private Vernichtung ihrer Existenz. So wie auch die Red. von meedia. de.

    Es ist ja nicht so, das sie alle dumm wären und den Mist tatsächlich glauben, den sie hier veröffentlichen.

  7. Nun will schon einer mal die Wahrheit sagen und darf das dann nicht. Willkommen in der DDR-2. Ihr Medienfuzzis und devoten Hofberichterstatter werdet noch einmal zur Verantwortung gezogen werden, das steht fest. Das ist nicht eine Frage des ob, sondern nur des wann.

    1. @treu Volle Zustimmung!

      Immerhin sind sich die ersten (weniger arroganten) Medienfuzzis der Bedeutungslosigkeit ihrer Arbeit bewusst geworden.
      Ein Schock der bei den arroganteren Journalisten sozipathische Auffälligkeiten ausgelöst hat.

      1. Es ist wirklich unfassbar mit welcher Dreistigkeit sich Dummheit heute in die Öffentlichkeit drängt. Besonders verachtenswert sind derartige Drohungen und Beleidigungen wie sie von @treu ausgestoßen werden. Und das solche Leute auch noch ihre Claqueure finden ist Sinnbild unserer heutigen Gesellschaft.
        Zur Sache: Es ist richtig, dass wir über den Pressekodex neu nachdenken müssen. Was vor 40 Jahren richtig gewesen sein mag, muss heute nicht mehr richtig sein. Die Idee, Tätergruppen zu anonymisieren und damit Volksgruppen vor Diskriminierung zu schützen, verkehrt sich im Moment ins Gegenteil. Offenlegung und Erklärung scheinen mir ein weitaus besserer Weg zu sein. Nur so lassen sich Vorurteile am Ende auch entkräften.

  8. Sehr gute Entscheidung, an dem sich alle Journalisten ein Beispiel nehmen sollten.

    Dem DJV sei gesagt, dass die Pressefreiheit ein Grundrecht ist, dass nicht durch eine Mehrheitsentscheidung einschränkbar ist und niemand muss sich dieser Selbstzensur unterwerfen. Wer es dennoch fordert, sollte sich über sein Verhältnis zur Freiheitlichen Demokratischen Grundordnung Gedanken machen.

  9. Wer es bis jetzt noch nicht gemerkt hat:
    EINE ZENSUR FINDET NICHT STATT !!!!!!!!!! angeblich,
    dafür ist das „ANTIDISKRIMINIERUNGSGESETZ“ geschaffen worden.
    Und weil es so schön ist:
    Wie lange wird es wohl noch dauern bis wir ein NACHHALTIGKEITSGESETZ gekommen???
    Jeder darf raten,wer entscheidet was NACHHALTIG ist.
    Die wahren Faschisten nennen sich auch ANTIFASCHISTEN

    1. Feindbilder über Feindbilder: Faschisten, Antifaschisten, Nachhaltigkeits-Befürworter … Wie können Sie es in Deutschland bloß aushalten, wo man zu allem Überfluss auch noch zum Trennen von Müll, Verbrauchen von regenerativer Energie und anderem Unfug angehalten wird???

  10. Wiki: „Die DDV Mediengruppe, welche die Sächsische Zeitung aufsetzt, ist zu 60 Prozent im Besitz der Bertelsmann-Tochter Gruner + Jahr, 40 Prozent der Anteile gehören der Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft, einem Medienbeteiligungsunternehmen der SPD“.

    Wer hätte das gedacht. Also aufpassen beim Beifall klatschen liebe Hetzer, sonst werdet ihr noch „rot-grün-versifft“.

    1. Wenn’s ums Geld der Abonnenten geht, ist auch der Genossenpresse das Portemonnaie näher als die „Willkommenskultur“!

  11. der kommentar über die mehrheitliche entscheidung und damit ihre automatische rechtsgültigkeit haben meine familie und mich auf die entscheidende idee gebracht: mehrheitlich entschieden wir, dass wir sehr viel geld jetzt und sofort brauchen und stimmten einstimmig!!!! für einen banküberfall– der damit gesetzlich legitimiert ist!! nach kurzer rücksprache mit dem örtlichen polizeikommisariat, die das okay fanden, werden wir jetzt und sofort zur tat schreiten

  12. „Wenn sich eine Mehrheit demokratisch auf Regeln einigt, muss man das akzeptieren.“
    Wenn sich die Mehrheit der Busfahrer entscheidet, den Hauptbahnhof nicht mehr anzufahren, dann mag das für die Busfahrer eine tolle Entscheidung sein, für die Fahrgäste ist sie es nicht. Und schon gar nicht demokratisch, denn die Fahrgäste durften nicht abstimmen. Aber die Fahrgäste zahlen indirekt das Gehalt der Busfahrer, deswegen sollten sie sich nicht wundern, wenn sie plötzlich keinen Job mehr haben.

  13. Völlig okay die SZ. Jetzt trifft Journalismus endlich auf Wirklichkeit. Die gestiegene Ausländerkriminalität erleben die Bürger längst seit Merkels Einwanderungswelle täglich, trotz unterdrückter Nachrichten. Der linke Presse-Kodex ist ein Skandal und könnte vom Presseamt der DDR stammen. Also ein Verschleierungs-Kodex. Das Gejaule vom DJV ist weltfremd und nervt. Kommt von Medientypen aus Wohlfühlgebieten fern jeglicher sozialer Brennpunkte – schöner Wohnen, grün wählen halt!

  14. dass diese typen vom presserat und journalistenverband noch in den spiegel kucken können!!!–was die als “ehrenkodex“ verkaufen ist übelste pressezensur-zusammen mit den aktionen des unseligen bundesjustizministers maas und seiner ex-stasi zuarbeiterin kahane ein erschreckendes bild wohin Deutschland unter merkel gerutscht ist!!

    für die zensurfreie presse haben in der vergangenheit menschen ihr leben eingesetzt und nicht wenige gelassen!

  15. Kann man die Sächsische Zeitung bundesweit erwerben ? Dann könnte man wieder Zeitung lesen, ohne daß man die Hucke vollgelogen bekommt !

  16. Nachtrag: http://www.focus.de/politik/deutschland/zahl-der-uebergriffe-gestiegen-wendt-schwimmbaeder-brauchen-private-sicherheitsfirmen_id_5695578.html
    Das wird teuer für die kleinen Familien… denn wer zahlt denn die Sicherheitsfirmen? Die Gemeinden bestimmt nicht, die wälzen alles ab auf den Bürger ab. Tätig werden die nicht wegen Frauenbelästigung in Schwimmbändern, sondern vor allem in ihren „Parkraumüberwachungs-Zweckverbänden“, denn die schimmsten Vergehen finden in Deutschland offensichtlich im Verkehr statt. Dafür gibts ein unendlich teures System von Abtelungen, Strafverfolgern, Punkte-Behörden usw. Echt lachhaft, wenn man bedenkt, was sie alles NICHT verfolgen wollen und dann noch die Täter schützen, während dem blöden Bürger der Lappen genommen wird wegen NICHTS (Alkoholfahrten ausgenommen).

      1. Muttu keine Angst haben Be-eumelchen… Is doch nix los für Männer oda? Oder biste doch ne Frau? Dann versteh ich so viel Angst. Du Armes. Muttu besser zuhause bleiben.. und die Burka anziehen.. Ohne Burka ist Frau nämlich selbst schuld.

  17. Richtig entschieden: So wird endlich deutlich, dass die meisten Straftaten in Deutschland von Deutschen und in Sachsen von Sachsen verübt werden. Wurde Zeit dass das mal transparent dargestellt wird.

    1. Ja klar, die Übergriffe in Gruppenstärke, sozusagen die „Jagd auf Frauen“ haben Deutsche neu erfunden oder gar die Sachsen in Sachsen? Oder wie ist das zu verstehen @ Migrationssachse? Der nächste Schritt nach solchen Eskalationen sollte eher heißen: Verbot von Bordellen. Es ist doch in unsere behaupteten Werte-Gesellschaft (hahahaha) unfassbar, dass Männern das Recht eingeräumt wird, sich „Frauen kaufen“ zu dürfen. Mit welcher Begründung sollte er das „dürfen“ und auf welcher „Werte“-Basis erlaubt der Staat „Bordelle“ und kassiert diese Steuern? Reicht der Satz: Prostitution hat es „schon immer“ gegeben im 21. Jahrhundert (hahahaha… sonst von Politikern gerne benützt für zurückgebliebene Idioten).. Es hat auch schon immer Tabak gegeben.. bis wir es geschafft haben, ihn als miese, dumme, gesundheitsschädliche Angewohnheit zu verdammen. Geht doch!

  18. Richtig so. Was erlaubt sich „die Presse“ eigentlich, schon vorher zu zensieren, was der/die geneigten Leser und Leserinnen erfahren soll und was nicht. Wem dient dieser Ehrenkodex? Einem behaupteten sozialen Frieden? Da haben die Abonennten wohl ein anderes Gefühl als „die Presse“. Der soziale Frieden ist besonders durch dieses übermäßige „Schutzgetue“, das in dieser Gesellschaft zu einem generellen ‚gesellschaftlichen Zwang“ wurde längst dahin. Welche Straftäter anderen eindeutig Schaden zufügen, soll man nicht benennen? Nicht erkennen lassen, wer sich nicht integriert, sich über deutsche Gesetze und Regeln hinwegsetzt. Trifft insbesondere bei Delikten zu, die wohl nicht nur in Köln, Hamburg, Berlin usw. gegenüber Frauen stattfanden und jetzt in Schwimmbädern um sich greifen. Die unverschämte Behauptung einiger PolitikerInnen, viel mehr Deutsche würden solche Straftaten begehen und man solle sich die mal anschauen – auch auf dem Oktoberfest – wäre dann ja gut überprüfbar. Nach wie vor erfahren wir nichts von dem, was bei Polizei und Staatsanwaltschaft aktuell wirklich los ist. Es reicht mit dem Verharmlosungs-Getue – in jeder Hinsicht.

  19. Richtig entschieden: So gewinnt man das Vertrauen vieler Leser zurück. Alle Medien sollten sich dieser Entscheidung anschließen. Auch bei deutschen Straftätern interessiert mich der mögliche Migrationshintergrund.

    1. So gewinnt man nur den Applaus von Rassisten. Oder was will man mit der Erkenntnis „hatte Migrationshintergrund“ anfangen?
      Kriminalität entwickelt sich i.W. aus sozial benachteiligten Milieus.

      1. Die Veröffentlichung von Herkunft, Religionszugehörigkeit usw. hat grundsätzlich nichts mit Rassismus zu tun, sondern mit der Berichterstattung von sachlichen Fakten. Das sollte auch die vorrangige Aufgabe der Medien sein und sie sollten sich nicht zur Aufgabe machen zu beeinflussen was die Leser denken oder nicht denken sollen. Auch die Begründung, dass Kriminalität maßgeblich vom sozialen Mileu abhängt ist wohl eine so sehr vereinfachte Erklärung des Sachverhaltes, die höchstens für eine Generalentschuldigung um gegen Gesetze zu verstoßen taugt. Schon allein im Bereich der Wirtschaftskiminalität bei Konzernen und Banken usw. wage ich zu bezweifeln, dass die Verantwortlichen vom sozialen Milieu beeinflusst wurden.

      2. Die Schulbildung in D ist kostenlos. Wer sich Mühe gibt und fleißig lernt, aus dem wird immer etwas werden. Aus Bildungsverweigerern werden leider immer wieder auch Straftäter. Mit „sozial benachteiligten Mileus“ hat das nicht viel zu tun. Es braucht einen Willen, aus seinem Leben etwas zu machen.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige