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„Selbstgerechte Betroffenheitssurferei“ – so springt Micky Beisenherz dem Wiesenhof-Werber Atze Schröder bei

Micky Beisenherz (r.) kritisiert den Shitstorm gegen Wurst-Werber Atze Schröder
Micky Beisenherz (r.) kritisiert den Shitstorm gegen Wurst-Werber Atze Schröder

Am Wochenende ging ein Shitstorm über den Komiker Atze Schröder und den Geflügelfleisch-Fabrikanten Wiesenhof hinweg. Grund war ein Werbespot, in dem sich Schröder augenscheinlich über den Vergewaltigungsprozess rund um Gina-Lisa Lohfink lustig macht. Wiesenhof und Schröder haben sich schnell entschuldigt und den Spot zurückgezogen. Unterstützung bekam Schröder von seinem Komiker-Kollegen Micky Beisenherz.

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Beisenherz wies auf Facebook darauf hin, dass der umstrittene Wiesenhof-Spot schon gedreht worden war, bevor über den Vergewaltigungsprozess rund um TV-Sternchen Gina-Lisa Lohfink berichtet wurde. Derzeit läuft ein Prozess, weil Lohfink eine Strafzahlung wegen Falschbeschuldigung in einem Vergewaltigungsprozess ablehnt. Die Sache fand ein großes Medienecho. Im Spot macht Atze Schröder Sprüche über die Länge einer Grill-Wurst, die eindeutig Anspielungen auf Penis-Größen sind und sagt „Da müssen Gina und Lisa zur Trauma-Therapie“.

Beisenherz schreibt dazu bei Facebook: „Soweit ich weiß, ist der Tatbestand eines „Rape Jokes“ (Quelle Twitter) aber erst dann erfüllt, wenn zum Zeitpunkt des Gags die angedeutete Person tatsächlich Opfer einer Vergewaltigung war/ist. Der Spot ist offensichtlich schon vor Monaten gedreht worden. (kann man leicht rausfinden. Aber warum von Fakten am Aufregen hindern lassen, oder.)“

Seinem Freund Atze Schröder „Opferverhöhnung“ zu unterstellen sei „gleichermaßen bösartig wie selbstgefällig“. Wiesenhof hat den Spot noch am Wochenende zurückgezogen und sich entschuldigt. Auf seiner Facebookseite entschuldigte sich auch Atze Schröder für den Spot:

Der Werbespot ist vor einem Jahr gedreht worden und hätte niemals veröffentlicht werden dürfen. Schon gar nicht jetzt, wo er einen Bezug herstellt, der ekelhaft ist und so nie gedacht war .

Wurde er aber. Ich entschuldige mich dafür.

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Atze Schröder kündigte an, umgehend 20.000 Euro an den Verein Roterkeil.net spenden, der sich gegen Kinderprostitution einsetzt, und eine Benefizshow zu spielen.

Um diesen Werbespot geht es:

 

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Alle Kommentare

  1. Eine ziemlich schlichte Frau mit der Berufsbezeichnung „It Girl“ inszeniert sich mit Hilfe ihrer Anwälte als Opfer und erhält so die kostenlose PR, die sie so dringend benötigt.
    Eine ziemlich deutliche Verhöhnung von tatsächlichen Vergewaltigungsopfern.
    Doch das schlimmste: Sensationsgeile Medien und leider auch fehlgeleitete Frauenrechtlerinnen lassen sich hier prima vor den Z-Promi-Karren spannen und werden so nützliche Hlefer in diesem unwürdigen Theater. Bedauerlich.

  2. Warum muss/darf der Spot eigentlich auf Seiten wie meedia.de (u.a.) weiter in voller Länge gezeigt werden?? Ganz schön scheinheilig…

  3. Wenn Gina+Lisa tatsächlich vergewaltigt worden wäre, dann hätte sie wohl kaum am nächsten Abend wieder mit ihrem „Vergewaltiger“ abgehangen und wäre gleich noch mal mit ihm in die Kiste…

    Diese billige Fxxx verhöhnt alle Frauen (und Männer), die täglich Opfer von zumeist südländischen Vergewaltigern werden…

    Atze Schröder sollte sich eher mal für seine billige Masche und seine dämlichen Witze entschuldigen. Die haben nä(h)mlich RTL-Niveau!

  4. Wenn wir mal alle aktuellen Geschehnisse und Namen aus dem Spott weglassen ist es immerncoh ein Witz über Vergewaltigungsopfer.

  5. Schwachsinnige Entschuldigung. Wenn den Verfassern und/oder Vortragenden des Witzes nicht bekannt gewesen wäre, dass es zumindest den Verdacht gibt, dass Gina-Lisa vergewaltigt wurde, hätte die Traumatherapie-Anspielung doch gar keinen Sinn gemacht.

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