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Mathias Döpfner kauft für 13 Millionen Euro neue Axel Springer-Aktien

Seit 2002 Axel Springer-Vorstandschef: Mathias Döpfner
Seit 2002 Axel Springer-Vorstandschef: Mathias Döpfner

Mathias Döpfner setzt ein Zeichen und stockt seinen Anteil am Axel Springer Konzern weiter auf. Wie das RedaktionsNetzwerk Deutschland berichtet, hat der Vorstandschef des MDax-Konzerns vergangene Woche für 13 Millionen Euro weitere Aktien erworben und dabei ein gutes Näschen bewiesen: Der Durchschnittskaufpreis betrug 47,46 Euro – gestern notierte der zweitwertvollste Medienkonzern bereits fünf Prozent höher. Döpfner besitzt damit inzwischen mehr als drei Prozent aller Springer-Aktien.

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Mathias Döpfner hatte vergangene Woche in einem hochinteressanten Interview mit dem Magazin der Süddeutschen Zeitung enthüllt, unter welchen Umständen er sich vor zehn Jahren selbst im großen Stil mit Axel Springer-Aktien eindeckte.

„Um unternehmerisches Selbstgefühl zu entwickeln, habe ich 2006 einen Kredit aufgenommen und zwei Prozent der Springer-Aktien gekauft. Da ich keinerlei Vermögen hatte, musste ich mich existenziell verschulden, aber ich wollte den unruhigen Schlaf des Unternehmers“, bekannte der 53-Jährige.

Döpfner sichert sich weitere 0,26 Prozent an Axel Springer

Offenbar hat Döpfner auch zehn Jahre später von den unruhigen Nächten immer noch nicht genug: Wie das Redaktions Netzwerk Deutschland gestern berichtete und Axel Springer inzwischen bestätigte, hat Döpfner seinen Anteil am MDax-Konzern nochmals aufgestockt.

Das Investment fällt mit 13,46 Millionen Euro verhältnismäßig übersichtlich aus: Mit den 283.500 Aktien, die  Döpfner über seine Investmentgesellschaft Brilliant 310. GmbH gekauft hat, hat sich der Springer-CEO weitere 0,26 Prozent am Berliner Medienunternehmen gesichert.

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Vor allem durch die Schenkung von Friede Springer an ihren Vorstandschef  vor knapp drei Jahren, als Döpfner ein Aktienpaket im Wert von 74 Millionen Euro erhielt, ist der Anteil des Medienmanagers am Berliner Digital-Verlag inzwischen auf 3,07 Prozent angestiegen.

Döpfner beweist gutes Timing beim Kauf neuer Aktien

Bemerkenswert ist das Timing des Springer-CEOs: Die neuen Aktien sammelte Döpfner vergangenen Donnerstag zu Kursen von 47,46 Euro ein, als die deutschen Aktienmärkte im Sog der steigenden Brexit-Angst deutlich nachgaben. Gestern dagegen beendete der MDax-Konzern den Xetra-Handel schon wieder bei 49,68 Euro (liegt damit 2016 aber immer noch leicht im Minus).

Döpfner hat damit binnen fünf Handelstagen schon ein Plus von knapp fünf Prozent eingefahren, das 63.000 Euro vor Steuerabzug wert wäre – wenn der Springer-Chef seine neuen Papiere denn wieder abstoßen wollte. Danach sieht es jedoch wohl eher nicht aus, wenn man das SZ Magazin-Interview von letzter Woche zugrunde legt: „Auch wenn ich nur kleinerer Aktionär bin, bin ich Miteigentümer und Unternehmer bei Axel Springer, und das ist mir wichtig“, hatte Döpfner den Münchnern zu seiner Aktienposition vor Bekanntwerden des neuerlichen Engagements diktiert.

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Alle Kommentare

  1. Wo hat der 13 Mio Euro her? Ich denke, dem Verlag geht es so schlecht. Wie kann der seinen Angestellten dann solche Gehälter zahlen?

    1. Der Konzern zahlt seinen (neuen) Mitarbeitern keine „solchen“ Gehälter, sondern setzt weit unter Tarif an.

  2. „Da ich keinerlei Vermögen hatte, musste ich mich existenziell verschulden, aber ich wollte den unruhigen Schlaf des Unternehmers“, bekannte der 53-Jährige.“

    Mal ehrlich, da lachen ja die Hühner! Dass für den Mann Vermögen womöglich erst bei zweistelligen Millionenbeträgen anfängt, spricht ja für sich. Ohne Vermögen hätte er gar keinen solchen Kredit bekommen. Das ist doch alles schief! Der Mann stilisiert sich selbst zur Ikone. Wenn er das denn nötig hat, so what. Springer sitzt auf einem stark angesägten Ast.

    1. Döpfner machte Vieles richtig. Aber dieses Interview mit der Süddeutschen war ja doch ziemliche Verarsche. Er wollte „einen unruhigen Schlaf“. So einen Scheiß kann er seiner Oma erzählen. Da sieht man wieder mal, oben in der Chefetage fängt die Lügenpresse an.

  3. Eigentlich müssten es doch knapp 630.000 Euro an Plus sein, denn der aktuelle Kurs pro Aktie (49,68 Euro) abzüglich Ausgabe- bzw. Kaufkurs (47,46 Euro) multipliziert mit der Anzahl der gekauften Aktien (283.500) ergibt genau ein Plus von 629.370 Euro. Oder?

  4. Sorry da war ich zu schnell.

    Ein bisschen weiter drunter steht`s ja schon. BILD erhält Geld von Facebook für „Video`s“.

    Facebook löscht Anonymus mit 2 Mio. Nutzern und sperrt Gaystream wegen Orlando. NWO is coming soon und EU Toleranz Gesetz ist der Schlüssel.

  5. Der Transatlantiker Döpfner,

    Mitglied wie die Kanzlerin bei Atlantikbrücke e.V. kauft also Aktien einer untergehenden Zunft. Bedeutet das jetzt das er schon Genaueres weiß über eine Print Medien GEZ oder wird er einfach nur vom guten Freund Soros direkt über die Lottoschein Industrie der USA finanziert?

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