Anzeige

Respekt für den Menschen Mario: Schalke04-Star Aogo springt Götze gegen Medien-Bashing bei

Dennis Aogo, der in der Bundesliga bei Schalke04 spielt, kritisiert bei Facebook das Medien-Bashing gegen Mario Götze
Dennis Aogo, der in der Bundesliga bei Schalke04 spielt, kritisiert bei Facebook das Medien-Bashing gegen Mario Götze

Nach dem Spiel Deutschland gegen Polen bei der EM in Frankreich gab es vielfältige Kritik an der Offensiv-Kraft der deutschen Nationalmannschaft im Allgemeinen und dem Stürmer Mario Götze im Speziellen. Der Schalke04-Star Dennis Aogo nahm eine besonders emotionale Götze-Kritik bei Focus Online zum Anlass, mehr Respekt von Seiten der Medien einzufordern. Sein Posting auf Facebook stößt auf große Resonanz.

Anzeige
Anzeige

„Du spielt wie ein 37-Jähriger im Körper eines 24-Jährigen. Du trickst kaum noch Gegner aus. Deine Dribblings gegen Polen waren vorhersehbar.“ So kritisiert der Auto bei Focus Online in einem „Brief an unseren WM-Helden“ Mario Götze die aktuelle Form des Stürmers. Seine Auftritte seien „oft pomadig“, seine Torabschlüsse erinnerten „häufig an meine eigenen“. Sein Fazit bei Focus Online: „Lieber Mario, was aus dir geworden ist, macht mich traurig. Ich sehe in dir keinen Weltklasse-Kicker mehr.“

Der Text zog Widerspruch in den Kommentaren und Sozialen Netzwerken auf sich. Offenbar empfanden viele den Brief als unfair, so dass die Redaktion sich genötigt sah, einen „Hinweis“ unter den Brief zu stellen: „Hinweis der Redaktion: Dieser Artikel hat sehr viel Resonanz hervorgerufen, darunter auch negative Reaktionen. Wir bitten zu beachten, dass es sich hierbei um die emotionale, persönliche Sicht eines Fußball-Fans handelt.“

Ein prominenter Kritiker des Focus-Online-Textes ist der Schalke04-Star Dennis Aogo. Der nimmt den Focus-Text bei Facebook zum Anlass, mehr Respekt in der Berichterstattung einzufordern:

Wir haben bei dieser EM doch alle das gleiche Ziel, nämlich so weit wie möglich zu kommen, und dafür sollten wir meiner Meinung nach alle Kräfte und Energien bündeln. Aber selbst wenn man diesen Weg als Journalist nicht mitgehen sondern bewusst kritisch berichten möchte, ist das in dieser Form nicht einfach nur kritisch, sondern respektlos. Respektlos gegenüber dem Sportler Götze und noch viel mehr gegenüber dem Menschen Mario.

Anzeige

Aogo erinnert daran, dass die Debatte um die Form von Kritik an Fußballern nicht unbedingt neu ist: „Dabei haben wir diese Diskussionen vor einigen Jahren sehr ausführlich geführt, haben über Werte wie Respekt und den Umgang miteinander gesprochen – alles vergessen und vorbei.“

Aogos Kritik an der Kritk wurde bei Facebook über 40.000 mal geliked und fast 3.000 mal geteilt. Er scheint einen Nerv getroffen zu haben.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Der Auto, das Auto, dem Augo.
    Ach Meedia… Wann leistet Du Dir endlich mal eine vernünftige Korrekturschleife?

  2. Habe den Focus-Artikel gerade gelesen und finde ihn nicht respektlos im Sinne des Wortes.

    Frage mich auch, wie manche „Respekt“ definieren. Das darf doch nicht dazu führen, das einer seine Meinung überhaupt nicht mehr sagen darf, nicht mal mehr im Fußball.

    Der Focus-Artikel ist klar als Meinung gekennzeichnet, es gibt da also nichts falsch zu verstehen.

    Und wenn einer nun mal der Meinung ist, das Götze sehr nachgelassen hat, dann muss er das auch sagen dürfen und zwar auch so wie im Artikel.

    Es hat nun mal nicht jeder eine diplomatische Ader, muss er auch nicht.

    Solange bestimmte Grenzen nicht überschritten werden oder er als Journalist nicht Meinung und Nachricht vermengt, wie bei politischen Themen ja leider üblich.

    1. Sehe ich ähnlich.
      Leute wie Götze, die als milchgesichtige Millionäre auf dicke Hose machen, verdienen ihr Geld dadurch, dass sie in der Öffentlichkeit stehen und eben gut gegen den Ball treten müssen. Wenn das nicht läuft, stimmt irgendwas nicht und man muss sich Kritik gefallen lassen.
      Wem das als Profifußballer nicht passt oder wer damit nicht umgehen kann, soll auf die (unverdienten) Millionen verzichten und in der Kreisliga um einen Kasten Bier spielen.

  3. Fast ausnahmslos fordern Medienschaffende sich gegenüber Respekt; anderen gegenüber in Sport, Politik und Gesellschaft lassen Sie diesen immer mehr komplett vermissen. Das war mal anders und das muß wieder anders werden. Sonst haben Menschen bald keinen Respekt mehr vor Journalisten. Das können wir täglich hören, sehen und spüren.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*