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Digitaler Textmarker: Stabilo ruft zum Kampf gegen unübersichtliche AGBs auf

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Stabilo will mit einer App Web-Nutzern mehr Überblick über die Fallstricke in den AGBs großer Web-Dienste verschaffen. Dafür machen die Stiftproduzenten, was sie am besten können: Sie entwickelten einen Textmarker, diesmal aber einen digitalen, der die beachtenswerten Passagen in den Geschäftsbedingungen markiert.

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Sobald ein Nutzer die Chrome-Erweiterung „TrueColours“ installiert hat und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen eines Online-Geschäftes oder –Networks anschaut, sieht er auf einen Blick die Stellen, die zumindest nach Meinung anderer Nutzer, fragwürdig sind. Diese sind entsprechend farbig gekennzeichnet. „Wenn viele User die entsprechenden Stellen ebenfalls markieren, ändern die AGB-Passagen ihre Farbe – von Grün für Passagen, die von einer Mindestzahl von Usern als beachtenswert bewertet wurden, über Gelb bis zu Rot für besonders häufig kritisierte Absätze“, heißt es in der Erklärung.

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Nach Einschätzung der Macher ist ihnen mit ihrem Plug-In eine „clevere Lösung für eines der wohl größten Probleme im Internet“ gelungen, wie Stabilo-Geschäftsführer Horst Brinkmann sagt. „Textwüsten, die niemand wirklich liest, werden so übersichtlich und strukturierter. Nichts anderes tun weltweit täglich Millionen von Menschen mit unseren Textmarkern auf Papier – wichtige Textpassagen markieren und damit die Wichtigkeit hervorheben. Unsere neues Plug-In überträgt also nur eine unserer Kernkompetenzen ins digitale Zeitalter.“

Die Idee, hinter der unter anderem die Werbeagentur Jung von Matt steckt, kann allerdings nur funktionieren, wenn genügend Nutzer mitmarkieren. Zum Start hat Stabilo rund 20 Jurastudenten über das Kleingedruckte der großen Netz-Dienste lesen lassen. Noch finden sich aber erst an wenigen Stellen im Web gekennzeichnete AGBs. Die Macher hoffen, dass sich das noch ändert und auch im Internet immer mehr Nutzer zum Textmarker greifen.

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Alle Kommentare

  1. Hoffentlich ist jemand schlau und
    Die Regularien und Rechtkosten machen es leider in vielen Ländern uninteressant obwohl es die Demokratie einschalten würde:

    – Brexit
    – Fußball-Spiele wer gewinnt
    – Parteiprogramme …
    Überall könnte man daumen hoch oder runter oder halt rot oder grün markieren und somit voten. Natürlich anonym und pseudonym mit und ohne facebook-account und mit und ohne Presse-Akkreditierung und mit und ohne google+-Account oder GEZ-Account. Dann sähe man die unterschiedlichen Gruppen und deren Stimmen. Bei den Eurovision Song Contest Abstimmungen sieht man ja auch welches Land wie viel für wen voted !

    Als UEFA und DFB würde ich das sofort überall einschalten und die Fußballergebnisse vom Internet im Voraus voten lassen bei der Europa-Meisterschaft. Man sollte bei Anpfiff natürlich eine neues Vote beginnen und den vorhergehenden Vote für das Spiel erst einschalten wenn beide Trainer ihre Konferenzen gehalten und Aufstellungen verkündet haben.
    Man hat also drei verschiedene Votes:
    – Vor der Aufstellung
    – Nach der Aufstellung
    – Nach dem Anpfiff.
    Man kann natürlich auch voten lassen wer aufgestellt wird. Rot=Ersatzbank, Grün=Bei Anpfiff auf dem Feld. Man darf dann natürlich nur 11 Grüne Streifen auf der Spieler-Liste machen und sieht natürlich wen die anderen alle Voten.
    Für Parteitage will ich das schon ewig. Die Softwarepatente, TTIP, ACTA usw. und natürlich Rechtskosten machen es uninteressant obwohl es so trivial ist.

    Die technische Besonderheit ist, das man nicht „Achtung Abofalle“ oder Unfug posten kann sondern wirklich nur markieren was schon dort steht.

    Hoffentlich erkennen kreative wahre Demokraten endlich das Potential und übernehmen die Idee endlich für alle Parteitage und Anträge dort oder benutzen es heute schon für den Facebook-„Parteitag“ also Aktionärs-Versammlung oder VW-Aufsichtsrats-Sitzungen in Verbindung mit den Kleinanleger-Anwälten. Für die Aktionärs-Versammlungen kriegt man (als Neuer Markt Betroffener weiss das jeder der an rot-grün geglaubt hatte) jedes Jahr ja die Einladung zur Versammlung (auch ADFC ?) wie z.b. auch FC Bayern München und die anderen Fußball-Vereine und kann sich damit identifizieren.
    Wäre ich Kleinanlegeranwalt oder Parteimitglied würde ich das sofort benutzen. Hinterzimmerentscheidungen sind hoffentlich bald vorbei.

    In Österreich hätte ich das längt programmiert und das deutsche Fußballvolk voten lassen wie sich Vereine nennen dürfen. Ist ja unaufwendig (siehe Greasemonkey-Scripte oder die vielen Einkaufs-Helfer-Plugins für Chrome, Opera und natürlich FireFox) und die Cloud macht den Rest und wird jeden Monat billiger.

    An Stabilo: Firefox ist bei Android evtl. der einzige Browser wo (passende) Plugins auch gehen !!! Damit hätte man die Power am Handy, Tablett, Kindle-Box, SmarTV und könnte beim Couchsurfing gleich bei Promi-Camp usw. am Second Screen gleich mitvoten.
    In UK läuft grade BigBrother in der zweiten Woche und natürlich Brexit. Let it run… Rise Democracy.

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